MÜNCHEN Die Gründungsbegeisterung in Bayern ist ungebrochen: Im ersten Halbjahr 2026 wurden im Freistaat 626 Start-ups gegründet, das sind mehr als in jedem anderen Bundesland und 48 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2025. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Bayern ist weiterhin Gründerland Nummer eins in Deutschland - unsere Maßnahmen wirken. Dieser Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis unserer langjährigen Politik. Bayern unterstützt Gründer bayernweit entlang der gesamten Entwicklungskette – von der Geschäftsidee über die Finanzierung bis zum Wachstum. Das zahlt sich aus! Die vielen jungen Unternehmen sind die Frischzellenkur für unseren Industriestandor und sichern den Wohlstand von morgen!“
Bezogen auf die Einwohnerzahl wurden die meisten Start-ups in München gegründet, gefolgt von Berlin und Düsseldorf, die beide auf Platz zwei liegen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Reports „Next Generation – Startup-Neugründungen in Deutschland“, den der Startup-Verband seit 2022 halbjährlich gemeinsam mit startupdetector veröffentlicht.
Deutschlandweit wurden zwischen Januar und Juni 3.053 Start-ups neu gegründet. Das ist eine Steigerung um 52 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 und bedeutet mehr Gründungen als im gesamten Jahr 2024. Ein Treiber des Booms ist Künstliche Intelligenz. Mehr als jedes dritte Start-up hat einen klaren KI-Bezug. Der Software-Sektor bleibt mit 844 Neugründungen die mit Abstand stärkste Branche.
Bayern war auch 2025 bundesweit Spitzenreiter bei Start-up-Gründungen. Mit 785 Start-up-Neugründungen im Vorjahr, über 4.000 aktiven Start-ups und einem Finanzierungsvolumen von 3,3 Milliarden Euro liegt der Freistaat auf Platz eins in Deutschland.
Mit der Initiative „Gründerland Bayern“ bündelt der Freistaat Beratung, Finanzierung, Coaching und Netzwerke für Gründerinnen und Gründer. Aiwanger: "Mit unserer Start-up- und Ökosystem-Förderung sind wir auf dem richtigen Weg. Jeder Euro und jede Bemühung, die wir in unsere jungen Unternehmer investieren, ist Gold wert. Denn die Unternehmer von heute sind die Garanten für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft von morgen. Deshalb setzen wir uns auch dafür ein, Unternehmensgründungen in 24 Stunden zu ermöglichen."
Nicht nur Bürokratieabbau, auch Finanzierung ist ein Erfolgsfaktor. Um Start-ups den Zugang zu Kapital zu erleichtern, hat der Freistaat im vergangenen Jahr die Initiative „VC4Start-ups“ gestartet. Der neue Bayern-Kapital-Wachstums- und Scale-up-Fonds ist mit einem Fondsvolumen von 500 Millionen Euro ausgestattet; pro Unternehmen sind Beteiligungen von bis zu 50 Millionen Euro möglich. Zudem werden die Fonds-in-Fonds-Investitionen durch den LfA-Dachfonds Bayern um insgesamt 150 Millionen Euro erhöht, und der Bayern-Kapital-Innovationsfonds III wird mit einem Fondsvolumen von 100 Millionen Euro ausgestattet. Gemeinsam mit privaten Investoren sollen dadurch bis zu 5 Milliarden Euro an Investitionen in bayerische Start-ups und Scale-ups ausgelöst werden.
Ansprecherpartnerin:
Tanja Gabler
Stv. Pressesprecherin
Pressemitteilung-Nr. 314/26

