Außenansicht des Ministeriums

Historie

Erfahren Sie mehr über die traditionsreiche Geschichte des Bayerischen Staats­ministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Gebäude und Geschichte

Das eindrucksvolle Gebäude des heutigen Bayerischen Staats­ministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie wurde in den Jahren 1936 bis 1938 erbaut. Bis zum Kriegsende 1945 haben es verschiedene Kommandostellen der damaligen Luftwaffe genutzt.

Das dreigeschossige Gebäude erstreckt sich über eine Länge von 250 Meter von der Wagmüllerstraße bis zur Oettingenstraße.  Im Osten wird es durch einen fünfstöckigen, im Westen durch einen vierstöckigen Kopfbau abgeschlossen.

Eingangsbereich des Bayerischen Staats­ministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
Eingangsbereich des Bayerischen Staats­ministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Ab Mai 1945 wurde das „Ministerium für Wirtschaft” in dem Gebäude untergebracht. Aufgrund der Verschmelzung mit dem Verkehrsministerium am 1. Oktober 1952 wurde es in „Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr” umbenannt. Durch neue politische Schwerpunktsetzungen in den Jahren 1994 und 2003 wurde der Name um die Zuständigkeiten für „Technologie” und „Infrastruktur” erweitert. Das Ministerium führte vom 14. Oktober 2003 an die Bezeichnung „Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie”. Nach einem Neuzuschnitt der Geschäftsbereiche wurde es am 10. Oktober 2013 zunächst zum „Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie" und am 21. März 2018 zum „Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie". Seit 12. November 2018 führt es seinen heutigen Namen: „Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie".

Das Ministerium im Laufe der Jahre

  • Hubert Aiwanger

    Hubert Aiwanger

    Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und stellvertretender Ministerpräsident
    seit 12. November 2018

    Hubert Aiwanger wurde am 26. Januar 1971 in Ergoldsbach geboren. Nach dem Grundwehrdienst in der Bundeswehr absolvierte er als Stipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung von 1991 bis 1995 sein Studium der Landwirtschaft zum Diplom-Ingenieur (FH) an der Fachhochschule Weihenstephan. Seit 2008 ist er Landtagsabgeordneter. Von 2008 bis 2018 war Hubert Aiwanger Fraktionsvorsitzender der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion. Neben seiner Tätigkeit als Landes- und Bundesvorsitzender der Freien Wähler, ist er seit 2008 Mitglied im Stadtrat in Rottenburg an der Laaber und Kreistagsmitglied in Landshut. Seit 12. November 2018 ist Hubert Aiwanger stellvertretender Ministerpräsident und Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

    Franz Josef Pschierer

    Franz Josef Pschierer

    Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie
    vom 21. März 2018 bis 12. November 2018

    Franz Josef Pschierer wurde am 1. Juli 1956 in Haunstetten geboren. Nach dem Studium der Politik- und Sozialwissenschaften an der Universität Augsburg war er von 1984 bis 1986 in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Handwerkskammer für Schwaben in Augsburg tätig. Danach arbeitete er als Redakteur bei der Deutschen Handwerks Zeitung, ehe er 1989 zum stellvertretenden Chefredakteur ernannt wurde. 1994 startete Franz Josef Pschierer seine politische Karriere und zog in den Bayerischen Landtag ein. Von 2003 bis 2008 war er Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Seit 1996 ist Franz Josef Pschierer Kreisrat im Landkreis Unterallgäu. Von Juni 2013 bis Oktober 2021 war er Kreisvorsitzender des CSU-Kreisverbandes Unterallgäu. Von 2008 bis 2013 war er Staatssekretär im Staatsministerium der Finanzen und ab 2009 IT-Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung. Anschließend war er bis 2018 als Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie tätig. Vom 21. März 2018 bis 12. November 2018 war Franz Josef Pschierer Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie.

  • Ilse Aigner

    Ilse Aigner

    Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie
    und stellvertretende Ministerpräsidentin
    vom 10. Oktober 2013 bis 21. März 2018

    Ilse Aigner wurde am 07. Dezember 1964 in Feldkirchen-Westerham geboren und wuchs in Bad Aibling auf. Ihre berufliche Laufbahn startete sie 1985 mit einer Ausbildung zur Radio- und Fernsehtechnikerin, anschließend war sie im elterlichen Betrieb beschäftigt. Zwischen 1988 und 1990 besuchte Ilse Aigner eine Technikerschule und war anschließend als staatlich geprüfte Elektrotechnikerin in der Entwicklung von Systemelektrik für Hubschrauber tätig. Ebenfalls im Jahr 1990 startete Ilse Aigner ihre politische Karriere für die CSU in der Kommunalpolitik. 1994 zog sie in den Bayerischen Landtag ein. Hier war sie im Ausschuss für Bildung, Jugend, Sport, im Ausschuss für Eingaben und Beschwerden sowie im Landessportbeirat tätig. 1998 wurde sie Mitglied des Deutschen Bundestags. Hier wirkte sie unter anderem als Sprecherin der CDU/CSU in der Enquete-Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“, war Mitglied im Haushaltsausschuss sowie Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung. Von 2008 bis 2013 war sie Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Am 15. September 2013 wurde Ilse Aigner erneut in den Bayerischen Landtag gewählt und war vom 10. Oktober 2013 bis zum 21. März 2018 Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

  • Martin Zeil

    Martin Zeil

    Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
    und stellvertretender Ministerpräsident
    vom 30. Oktober 2008 bis 10. Oktober 2013

    Martin Zeil wurde am 28. April 1956 in München geboren und ist in Gauting aufgewachsen. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften trat er 1984 in die Rechtsabteilung einer Privatbank in München ein. Ein Jahr später erhielt er eine Zulassung als selbständiger Rechtsanwalt am Amtsgericht Starnberg. Als FDP-Politiker war Martin Zeil von 2001 bis 2005 Kreisvorsitzender im Landkreis Starnberg. Von 2007 bis 2009 war er Generalsekretär der FDP Bayern. In den Jahren 2000 bis 2013 war Martin Zeil Mitglied im Landesvorstand der FDP und ab Februar 2009 stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Bayern. Er war von 2002 bis 2005 2. Bürgermeister der Gemeinde Gauting. Von 2005 bis 2008 gehörte Martin Zeil als Abgeordneter dem Deutschen Bundestag an und war dort ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie. Von 2008 bis 2013 gehörte er dem Bayerischen Landtag an und war Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie sowie stellvertretender Ministerpräsident des Freistaats Bayern.

  • Emilia Müller

    Emilia Müller

    Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
    vom 16. Oktober 2007 bis 30. Oktober 2008

    Emilia Müller wurde am 28. September 1951 in Schwandorf geboren. Als staatlich geprüfte Chemotechnikerin war sie zunächst am Max-Planck-Institut für Zellchemie in München tätig und arbeitete an der Universität Regensburg. Ihre politische Laufbahn in der CSU starte Emilia Müller auf kommunaler Ebene als Markträtin in Bruck i. d. Opf. und als Kreisrätin im Landkreis Schwandorf. Von 2008 bis 2015 war sie Bezirksvorsitzende der CSU Oberpfalz. Als Mitglied des Europäischen Parlaments vertrat sie von 1999 bis 2003 die Interessen der Oberpfalz in Brüssel. Der Bayerischen Staatsregierung gehört Emilia Müller seit 2003 an. Bis 2005 war sie Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Anschließend war sie Bayerische Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten. Von 2007 bis 2008 war Emilia Müller Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Von 2007 bis 2008 war Emilia Müller Staatsministerin für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, anschließend von 2008 bis 2013 Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten in der Bayerischen Staatskanzlei.

  • Erwin Huber

    Erwin Huber

    Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
    vom 29. November 2005 bis 16. Oktober 2007

    Erwin Huber wurde am 26. Juli 1946 in Reisbach, Niederbayern geboren. Seine berufliche Laufbahn begann er 1963 in der Bayerischen Finanzverwaltung. Neben dem Beruf besuchte er das Abendgymnasium und studierte anschließend Volkswirtschaftslehre an der Universität München. Er war Bezirksvorsitzender der CSU Niederbayern von 1993 bis 2008. Von 1978 bis 2018 war er Mitglied des Bayerischen Landtags. Von 1987 bis 1988 war Erwin Huber stellvertretender Generalsekretär der CSU, von 1988 bis 1994 Generalsekretär der Partei. Von September 2007 bis Oktober 2008 war er Parteivorsitzender der CSU. In unterschiedlichen Funktionen war er von 1994 bis Oktober 2008 Mitglied der Bayerischen Staatsregierung. 1994 wurde Erwin Huber zum Staatsminister und Leiter der Bayerischen Staatskanzlei berufen. Von 1995 bis 1998 war er Bayerischer Staatsminister der Finanzen, von 1998 bis 2003 Staatsminister und Leiter der Bayerischen Staatskanzlei. 2003 wurde er Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Verwaltungsreform. Von 2005 bis 2007 war Erwin Huber Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, von Oktober 2007 bis Oktober 2008 erneut Bayerischer Staatsminister der Finanzen.

  • Dr. Otto Wiesheu

    Dr. Otto Wiesheu

    Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
    vom 17. Juni 1993 bis 29. November 2005

    Dr. Otto Wiesheu wurde am 31. Oktober 1944 in Zolling, Landkreis Freising geboren. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität München promovierte er an der Universität Würzburg und war als selbständiger Rechtsanwalt tätig. 1972 wurde er erstmals in den Kreistag Freising gewählt, dem er bis 2005 angehörte, seit 1979 als Kreisvorsitzender. Dem Parteipräsidium, dem Landesvorstand der CSU und dem Bezirksvorstand der CSU Oberbayern gehörte Dr. Otto Wiesheu von 1975 bis 2005 an. Zum Mitglied des Bayerischen Landtags wurde er 1974. In der Bayerischen Staatsregierung war er von 1990 bis 1993 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst. Nach seiner langjährigen Tätigkeit als Bayerischer Wirtschaftsminister von 1993 bis 2005 wechselte Dr. Otto Wiesheu in den Vorstand der Deutschen Bahn AG. 2009 beendete er dort seine Tätigkeit und wurde anschließend zum Präsidenten des Wirtschaftsbeirats Bayern gewählt.

  • Gerold Tandler

    Gerold Tandler

    Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr
    vom 14. Juni 1988 bis 19. Oktober 1988

    Gerold Tandler wurde am 12. August 1936 in Reichenberg/Sudetenland geboren. Der gelernte Bankkaufmann war bei der Bayerischen Vereinsbank als stellvertretender Filialdirektor tätig. Als CSU-Politiker war er Kreisvorsitzender der Jungen Union in Altötting, Bezirksvorsitzender der Jungen Union Oberbayern, Ortsvorsitzender in Neuötting, Kreisrat im Landkreis Altötting, Stadtrat in Neuötting und von 1983 bis 1988 Generalsekretär der CSU. Von 1970 bis 1991 war Gerold Tandler Mitglied des Bayerischen Landtags. Nachdem er von November 1978 bis Oktober 1982 Bayerischer Staatsminister des Innern war, übernahm er von Oktober 1982 bis Juni 1988 das Amt des Vorsitzenden der CSU-Landtagsfraktion. Nach seiner anschließenden 4-monatigen Tätigkeit als Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr war er von Oktober 1988 bis Oktober 1990 Bayerischer Staatsminister der Finanzen. Nach seinem Ausscheiden aus dem Landtag wechselte Gerold Tandler in den Vorstand der Linde AG und blieb in dieser Funktion bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2001.

    Dr. h.c. August Richard Lang

    Dr. h.c. August Richard Lang

    Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr
    vom 19. Oktober 1988 bis 17. Juni 1993

    Dr. h.c. August R. Lang wurde am 26. Februar 1929 in Eslarn/Opf. geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre war er zunächst als Rechtsanwalt tätig. Neben seiner Tätigkeit als Mitglied des Stadtrates in Weiden war er CSU-Bezirksvorsitzender der Oberpfalz und Mitglied des Landesvorstandes der CSU. Dem Bayerischen Landtag gehörte Dr. h.c. August R. Lang seit 1970 an. Von 1974 bis 1982 war er Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. Von 1982 bis 1986 war er Bayerischer Staatsminister der Justiz, von 1986 bis 1988 Bayerischer Staatsminister des Innern, danach Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr. Dr. h.c. August Richard Lang verstarb am 29. September 2004.

  • Anton Jaumann

    Anton Jaumann

    Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr
    vom 8. Dezember 1970 bis 14. Juni 1988

    Anton Jaumann wurde am 5. Dezember 1927 in Belzheim im Ries geboren. Nach dem Studium der Theologie, Volkswirtschaft und Rechtswissenschaft führte er von 1957 bis 1966 eine eigene Anwaltskanzlei in München. Von 1958 bis 1963 war er zugleich Geschäftsführer des Landesverbandes des Bayerischen Groß- und Außenhandels. Von 1958 bis 1990 war Anton Jaumann Mitglied des Bayerischen Landtags. 1963 bis 1967 nahm er auch das Amt des Generalsekretärs der CSU wahr. Vom 5. Dezember 1966 bis 8. Dezember 1970 war er Staatssekretär im Staatsministerium der Finanzen, danach Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr. Anton Jaumann verstarb am 23. Januar 1994.

  • Dr. Otto Schedl

    Dr. Otto Schedl

    Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr
    vom 16. Oktober 1957 bis 8. Dezember 1970

    Dr. Otto Schedl wurde am 10. Dezember 1912 in Sinzing bei Regensburg geboren. Nach dem Besuch der Oberrealschule studierte er Philosophie, Literatur und Kunstgeschichte. 1941 promovierte er zum Dr. phil.. Nach der Kriegsdienstzeit und seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft war er von 1948 bis 1957 Landrat des Landkreises Neumarkt/Opf. Er beteiligte sich am Aufbau der CSU und war einer ihrer ersten Generalsekretäre. Mitglied des Bayerischen Landtags war Dr. Otto Schedl von 1950 bis 1974. Nach über 13jähriger Tätigkeit als Ressortminister für Wirtschaft und Verkehr war Dr. Otto Schedl vom 8. Dezember 1970 bis zum Ausscheiden aus dem Kabinett am 22. Februar 1972 Bayerischer Staatsminister der Finanzen. In der Zeit vom 11. März 1969 bis 22. Februar 1972 war er zugleich Vertreter des Bayerischen Ministerpräsidenten. Dr. Otto Schedl ist am 8. Juni 1995 verstorben.

  • Otto Bezold

    Otto Bezold

    Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr
    vom 14. Dezember 1954 bis 16. Oktober 1957

    Otto Bezold wurde am 27. Mai 1899 in Würzburg geboren. Seinem Studium der Kunstgeschichte, Literatur und Geschichte folgten juristisch-nationalökonomische Studien. Im Jahre 1930 begann er seine berufliche Laufbahn als Staatsanwalt. Verschiedene Stationen im Justizbereich führten schließlich 1954 zu seiner Ernennung zum Senatspräsidenten beim Oberlandesgericht München. Dem Bayerischen Landtag gehörte Otto Bezold von 1946 bis 1966 und von 1970 bis 1974 an. Er war Vorsitzender der FDP-Fraktion und in den Jahren 1962 bis 1966 II. Vizepräsident des Landtages. In der Zeit vom 14. Dezember 1954 bis 16. Dezember 1957 war Otto Bezold Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr. Anschließend bekleidete er bis 9. Dezember 1958 das Amt des Staatsministers des Innern. Am 14. November 1984 ist er verstorben.

  • Dr. Hans Ehard

    Dr. Hans Ehard

    Bayerischer Staatsminister für Verkehr
    vom 9. Januar 1951 bis 1. Oktober 1952

    Dr. Hans Ehard wurde am 10. November 1887 in Bamberg geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft trat er als Staatsanwalt in den Bayerischen Justizdienst ein. 1933 wurde er Senatspräsident am Oberlandesgericht München. In den Jahren 1945/46 war er der erste Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Justiz nach dem 2. Weltkrieg. 1946 war er auch Mitglied der Bayerischen Verfassunggebenden Landesversammlung. Vom 21. Dezember 1946 bis 14. Dezember 1954 und vom 26. Januar 1960 bis 11. Dezember 1962 war Dr. Hans Ehard Bayerischer Ministerpräsident. In dieser Zeit war er vom 8. September 1950 bis 7. September 1951 und vom 27. Oktober 1961 bis 26. Oktober 1962 auch Präsident des Bundesrates. Vom 14. Dezember 1954 bis 26. Januar 1960 übte er das Amt des Präsidenten des Bayerischen Landtages aus. Als Bayerischer Ministerpräsident hat Dr. Hans Ehard in der Zeit vom 9. Januar 1951 bis 1. Oktober 1952 auch das Verkehrsressort geführt. Der CSU-Politiker gehörte dem Bayerischen Landtag von 1946 bis zum 5. Dezember 1966 an. Während seiner letzten Wahlperiode war er vom 11. Dezember 1962 bis 5. Dezember 1966 Bayerischer Staatsminister der Justiz. Von 1949 bis 1955 war er ferner Landesvorsitzender der CSU. Am 18. Oktober 1980 ist Dr. Hans Ehard, der auch mehrere Jahre Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes war, verstorben.

  • Otto Frommknecht

    Otto Frommknecht

    Bayerischer Staatsminister für Verkehr
    vom 10.Januar 1947 bis 18. Dezember 1950

    Otto Frommknecht wurde am 17. November 1881 in Grünenbach/Allgäu geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er an der Technischen Hochschule in München. Ab 1909 war er bei den Bayerischen Staatseisenbahnen (später Deutsche Reichsbahn) als Tiefbaufachmann tätig. 1919 bis 1933 gehörte er der Bayerischen Volkspartei an. Nach einer einjährigen Haft aus politischen Gründen war er bis Kriegsende in der freien Wirtschaft tätig. Im Jahre 1945 wurde Otto Frommknecht als Abteilungsleiter in die Eisenbahndirektion München berufen, wo er zuletzt das Amt eines Abteilungspräsidenten bekleidete. Bayerischer Staatsminister für Verkehr war der der CSU angehörende Otto Frommknecht vom 10. Januar 1947 bis 18.Dezember 1950. Er ist am 16. August 1969 verstorben.

    Dr. Hanns Seidel

    Dr. Hanns Seidel

    Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft
    vom 20. September 1947 bis 1. Oktober 1952
    Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr
    vom 1. Oktober 1952 bis 14. Dezember 1954

    Dr. Hanns Seidel wurde am 12. Oktober 1901 in Schweinheim geboren. Nach dem Studium der Germanistik, der Rechtswissenschaft und der Volkswirtschaftslehre war er zunächst als Rechtsanwalt in Aschaffenburg tätig. Vom 12. Oktober 1945 bis 20. September 1947 war er Landrat in Aschaffenburg. Nachdem er bereits Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung war, gehörte der CSU-Politiker, der auch zeitweise deren erster Landesvorsitzender war, dem Bayerischen Landtag ab der 1. Wahlperiode im Jahre 1946 bis zu seinem Tode am 5. August 1961 an. Die Geschicke des Freistaats Bayern während der ersten Aufbauphase in der Nachkriegszeit hat er von entscheidender Stelle aus mitbestimmt: ab 1947 als Staatsminister für Wirtschaft und ab 1. Oktober 1952 auch als der für den Verkehr zuständige Ressortminister sowie als Bayerischer Ministerpräsident vom 16. Oktober 1957 bis 26. Januar 1960.

  • Dr. Rudolf Zorn

    Dr. Rudolf Zorn

    Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft
    vom 21. Dezember 1946 bis 20. September 1947

    Dr. Rudolf Zorn wurde am 24. Dezember 1893 in Kempten/Allgäu geboren. Nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften trat er in den bayerischen Verwaltungsdienst ein. In den Jahren 1926/27 war er Bezirksamtmann in Lichtenfels. Als Mitglied der SPD wurde er im Jahre 1927 zum Bürgermeister der Stadt Oppau/Pfalz (jetzt nach Ludwigshafen eingemeindet) gewählt. Nach seiner Amtsenthebung im Jahre 1933 arbeitete er bis Kriegsende in der freien Wirtschaft. Im Jahre 1946 war Dr. Rudolf Zorn zunächst Leiter des neugegründeten Landesamtes für Vermögensverwaltung und Wiedergutmachung. Seinem Amt als Wirtschaftsminister folgten verschiedene andere Tätigkeiten - unter anderem als Vorstandsmitglied der damaligen Bayerischen Gemeindebank - bis er schließlich vom 3. Januar 1951 bis 19. Juni 1951 dem Bayerischen Kabinett als Staatsminister der Finanzen angehörte. Er starb am 21. Januar 1966.

    Michael Helmerich

    Michael Helmerich

    Bayerischer Staatsminister für Verkehr
    vom 9. Februar 1946 bis 21. Dezember 1946

    Michael Helmerich wurde am 6. April 1885 in Amberg/Opf. geboren. Er erlernte das Buchdruckerhandwerk. Ab 1911 war er im Dienst der Bayerischen Staatsbahn tätig. Als Arbeitervertreter gehörte er dem Bayerischen Eisenbahnerverband an, dessen 1. Vorsitzender er von 1930 bis 1933 war. In derselben Zeit war er auch Mitglied des Deutschen Reichstages. Nach seiner politischen Verfolgung und Entlassung aus dem KZ war er bereits 1945 wieder Personalvertreter bei der Eisenbahndirektion München. Während seiner Zeit als Bayerischer Staatsminister für Verkehr war Michael Helmerich Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung. Der CSU-Politiker war von 1950 bis 1966 Mitglied des Bayerischen Landtages. Er starb am 8. Juni 1974.

  • Dr. Karl Arthur Lange

    Dr. Karl Arthur Lange

    Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft
    vom 6. Juni 1945 bis 28. September 1945

    Dr. Karl Arthur Lange wurde am 25. Februar 1881 in München geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums und seiner Militärdienstzeit studierte er Rechts- und Volkswissenschaft. Nach seiner Prüfung für den höheren Justiz- und Verwaltungsdienst folgte eine vorübergehende Tätigkeit bei der Regierung von Oberbayern. Von 1909 bis 1914 war er als Rechtsanwalt und Syndikus bei den Bayerischen und Münchener Brauereiverbänden tätig. Dieser Arbeit schloss sich eine vierjährige Kriegsdienstzeit während des 1. Weltkrieges an. Im Jahre 1918 trat er in den Vorstand der “Löwenbräu” München ein, dessen Vorsitzender er ab 1941 war. Dr. Karl Arthur Lange war der erste Wirtschaftsminister in Bayern nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Er gehörte der CSU an. Er verstarb im Jahre 1947.

    Professor Dr. Dr. h.c. Ludwig Erhard

    Professor Dr. Dr. h.c. Ludwig Erhard

    Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft
    vom 28. September 1945 bis 21. Dezember 1946

    Prof. Ludwig Erhard wurde am 4. Februar 1897 in Fürth/Bayern geboren. Er studierte Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaft und Soziologie. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent wurde er Mitglied der Geschäftsführung des Instituts für Wirtschaftsbeobachtung an der Handelshochschule Nürnberg und später Leiter des Instituts für Industrieforschung, aus dem das heutige ifo Institut hervorgegangen ist. Im Oktober 1945 wurde er von der amerikanischen Besatzungsmacht als Bayerischer Wirtschaftsminister eingesetzt. Dieses Amt hatte er bis Dezember 1946 inne. Anschließend war er Honorarprofessor an der Universität München, Vorsitzender der Sonderstelle Geld und Kredit sowie Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes. Dem Deutschen Bundestag gehörte Prof. Ludwig Erhard von 1949 bis 1977 an. Vom 20. September 1949 bis 15. Oktober 1963 war der als "Vater der sozialen Marktwirtschaft" geltende Politiker Bundesminister für Wirtschaft. Vom 16. Oktober 1963 bis 30. November 1966 war er Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. In den Jahren 1966 bis 1967 war er Parteivorsitzender der CDU. Prof. Ludwig Erhard verstarb am 5. Mai 1977.