
Fachkräftestrategie
Strategie zur Fachkräfteversorgung in Bayern
In Bayern gilt die Fachkräftesicherung als Gemeinschaftsaufgabe, für die Politik, Wirtschaftsorganisationen und Unternehmen, in enger Zusammenarbeit agieren.
Die Bayerische Staatsregierung setzt auf folgende Vorgehensweise:
- das heimische Potenzial entwickeln und ausschöpfen,
- die Beschäftigungsfähigkeit und Produktivität vorhandener Fachkräfte im strukturellen und technologischen Wandel sichern und steigern,
- den globalen Arbeitsmarkt durch Öffnung für gezielte Zuwanderung und verstärkte Integration von Einwanderern stärker nutzen.
Aktuelle Pressemeldungen
Aktuelle Pressemeldungen des Bayerischen Wirtschaftsministeriums zum Thema Fachkräfte in Bayern.
- Fachkräfte
LANDSHUT Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sieht in Wirtschaftsschulen neben Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien ein wichtiges…
- Fachkräfte
MÜNCHEN/DUSCHANBE Vom 29. April bis 2. Mai 2026 reist eine bayerische Delegation unter Leitung von Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt nach…
- Fachkräfte
MÜNCHEN Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fordert klare Nachbesserungen zum Schutz der wohnortnahen Arzneimittelversorgung im…
Taskforce Fachkräftesicherung FKS+
Die Taskforce Fachkräftesicherung FKS+ steht bayerischen Unternehmen kostenfrei bei allen Fragen zur Arbeitskräfte- und Fachkräftesicherung zur Verfügung. Sie verfolgt den Ansatz „informieren, unterstützen, vernetzen und vermitteln“. Eng verzahnt mit den Agenturen für Arbeit, Behörden des Freistaates und Netzwerkpartnern schafft die Taskforce FKS+ ein ganzheitliches Serviceangebot aus einer Hand.
Das Projekt wird finanziert durch die vbw und das Bayerische Wirtschaftsministerium. Es ist Teil der Initiative „Fachkräftesicherung+“, die die vbw gemeinsam mit der bayerischen Staatsregierung aufgesetzt hat. Im Vordergrund steht dabei das noch nicht ausgeschöpfte heimische Potential (ältere Arbeitnehmer, Frauen in Teilzeit, Landzeitarbeitslose, Jugendliche ohne Berufsausbildung und Menschen mit Behinderung) zu heben. Daneben wird auf die gezielte Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland gesetzt.
In welchen Bereichen ist die Taskforce FKS+ aktiv?
Die Taskforce FKS+ unterstützt Unternehmen u.a. in den folgenden Bereichen:
- Individuelle Bedarfsanalyse: Ermittlung des Personal-, Qualifizierungs- und Unterstützungsbedarf mit den Unternehmen und Entwicklung individueller Lösungswege
- Beratung zu Qualifizierungsmöglichkeiten von Beschäftigten
- Information zu Förderinstrumenten
- Personalgewinnung aus dem Inland
- Fachkräfte aus dem Ausland
- Integration von Geflüchteten
- Digitalisierung und Arbeiten 4.0
- Webinare zu aktuellen Themen
Aktuelle Förderprojekte aus dem Bereich Fachkräfte
IBiZA

Mit dem Informations-, Beratungs- und Innovationszentrum zu Alternativen für Studienzweifler/-innen (IBiZA) unterstützen die bayerische IHKs Studierende bei einem Wechsel in die berufliche Bildung.
Online-Plattform "Talente in Rente"

Die Online-Plattform “Talente in Rente” ist ein Projekt im Rahmen der Initiative “Fachkräftesicherung FKS+” mit dem Ziel, Unternehmen mit Personalbedarf mit Menschen im Ruhestand zusammenbringen, die gerne einer Beschäftigung nachgehen möchten.
Make it in Bavaria – Chancen für Fachkräfte und Arbeitgeber
Die Internetplattform “Make it in Bavaria” soll dazu beitragen, die Herausforderungen des Fachkräftemangels aktiv anzugehen und die vielfältigen Chancen, die der bayerische Arbeitsmarkt und das Leben im Freistaat bieten, aufzuzeigen.
“Make it in Bavaria“ richtet sich sowohl an internationale Fachkräfte, die in Bayern leben und arbeiten möchten, als auch an bayerische Unternehmen, die auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern sind. Die Internetplattform ergänzt das umfassende Angebot von “Make it in Germany“, dem Informationsportal der Bundesregierung für Fachkräfte aus dem Ausland, mit:
- Informationen über den bayerischen Arbeitsmarkt, Lebensqualität und Integrationsangebote,
- Erfolgsgeschichten von Arbeitgebern und Fachkräften, die bereits in Bayern Fuß gefasst haben und
- Hilfestellungen und Kontakten, um internationale Fachkräfte zu gewinnen und zu integrieren.

Häufig gestellte Fragen
Gibt es trotz wirtschaftlicher Schwäche weiterhin Fachkräfteengpässe?
Fachkräfteengpässe bleiben ein zentrales Problem, weil strukturelle Faktoren – wie ein Missverhältnis von Qualifikationen, demografischer Wandel, Digitalisierung und Dekarbonisierung – die Nachfrage nach gut ausgebildeten Arbeitskräften erhöhen, während das Angebot nicht im gleichen Tempo wächst. Die Zahl der potenziellen Fachkräfte wird in den kommenden Jahren vor allem in den Ausbildungsberufen weiter sinken, weil immer weniger junge Menschen in den Arbeitsmarkt eintreten. Besonders stark betroffen sind Dienstleistungsbranchen (Gesundheitsberufe, Handwerk, Transport, Hotel /Gaststätten).
Wie können die bestehenden Fachkräfteengpässe gemindert werden?
Gezielte Weiterbildung schließt Qualifikationslücken und reduziert den Fehlstellen-Mismatch, wodurch Unternehmen produktiver und wettbewerbsfähiger werden. Die aktive Nutzung ungenutzter Potenziale – etwa von Frauen und älteren Beschäftigten – erweitert den Talentpool. Der Ausbau attraktiver Ausbildungsplätze stärkt die Nachwuchsförderung und wirkt dem demografischen Rückgang entgegen. Vereinfachte und beschleunigte Fachkräftezuwanderungsverfahren und die Schaffung von Integrationsangeboten erleichtern den Zugang und die Integration von Fachkräften aus dem Ausland.
Wo erhalten Unternehmen Unterstützung bei der Sicherung ihres Arbeits- und Fachkräftebedarfs?
Die Taskforce Fachkräftesicherung FKS+ steht bayerischen Unternehmen kostenfrei bei allen Fragen zur Arbeitskräfte- und Fachkräftesicherung zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Unternehmen analysieren sie den Personal-, Qualifizierungs- und Unterstützungsbedarf und entwickeln zusammen individuelle Lösungswege.
Die Taskforce FKS+ verfolgt den Ansatz „informieren, unterstützen, vernetzen und vermitteln“. Eng verzahnt mit den Agenturen für Arbeit, Behörden des Freistaates und Netzwerkpartnern schafft die Taskforce FKS+ ein ganzheitliches Serviceangebot aus einer Hand.
Daneben gibt es zahlreiche weitere Unterstützungs- und Beratungsangebote (u.a. Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Arbeitgeber-Services (AG-S) der Agenturen für Arbeit). Die Datenbank von "Make it in Germany" hilft, die passende Anlaufstelle zu finden.
Wo finde ich Unterstützung für die berufliche Weiterbildung?
Neue Technologien und veränderte Prozesse führen dazu, dass viele Tätigkeiten andere Kompetenzen erfordern als noch vor wenigen Jahren. Weiterbildung wird damit vom „Kann“ zum „Muss“.
Bayernweit beraten Weiterbildungsinitiatoren (WBI) sowohl Beschäftigte als auch Unternehmen zur beruflichen Weiterbildung. Die Weiterbildungsinitiatoren sind Teil des „Pakts für berufliche Weiterbildung“, einer Initiative der Bayerischen Staatsregierung, die darauf abzielt, die Weiterbildungsbereitschaft in Bayern zu erhöhen und Unternehmen sowie Beschäftigte für die Chancen beruflicher Qualifizierung zu sensibilisieren.
Die Taskforce Fachkräftesicherung FKS+ unterstützt Unternehmen die bereits vorhandenen Arbeits- und Fachkräftepotenziale durch gezielte Qualifizierung auszuschöpfen. Sie berät individuell zu passgenauen Bildungsprodukten und Förderinstrumenten.
Warum brauchen wir in Bayern trotz derzeit steigender Arbeitslosigkeit Fachkräfte aus dem Ausland?
Bis 2036 schrumpft die erwerbsfähige Bevölkerung in Deutschland um rund 4,3 Millionen Arbeitskräfte, da der letzte Jahrgang der geburtenstarken Generationen (die sogenannten „Babyboomer”) das Rentenalter erreicht. Im Schnitt gehen pro Jahr rund 1,3 Millionen Menschen in Rente, jedoch treten jährlich nur rund 800.000 Menschen in den Arbeitsmarkt ein. Dem Arbeitsmarkt gehen somit jährlich rund eine halbe Million potenzieller Arbeitskräfte verloren.
Da sich der Fachkräfteengpass in einigen Branchen aufgrund der demografischen Entwicklung nicht allein mit inländischen Arbeitskräften beheben lässt, ist die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland notwendig.
An wen kann ich mich als Arbeitgeber mit Fragen zur Fachkräfteeinwanderung und zum beschleunigten Fachkräfteverfahren wenden?
Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) bietet umfassende Möglichkeiten für die Zuwanderung von Fachkräften aus Drittstaaten. Die Zentrale Stelle für die Einwanderung von Fachkräften (ZSEF) bei der Regierung von Mittelfranken ist als zentrale Ausländerbehörde bayernweit zuständig für die Durchführung des beschleunigten Fachkräfteverfahrens nach § 81 a Aufenthaltsgesetz.
Auch außerhalb des beschleunigten Fachkräfteverfahrens steht die ZSEF Arbeitgebern für alle Fragen rund um die Fachkräfteeinwanderung und die damit verbundenen Prozesse zur Verfügung. Die dort ebenfalls verortete Koordinierungs- und Beratungsstelle Berufsanerkennung (KuBB) berät rund um das Thema Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen.
Wie finde ich die für meinen ausländischen Berufsabschluss zuständige Anerkennungsstelle?
Anerkennungssuchende müssen sich zur Überprüfung der Gleichwertigkeit ihrer ausländischen Berufsqualifikation an die jeweils für ihren Beruf zuständige Stelle wenden. Das Online-Portal „Anerkennung in Deutschland“ mit dem Online-Tool „Anerkennungs-Finder" zeigt den Weg zur richtigen Anerkennungsstelle und bietet in vielen Sprachen alle wichtigen Informationen rund um die Anerkennungsverfahren.
Welche Standortvorteile bietet mir Bayern als ausländische Fachkraft?
- Bayern ist für seine Lebensqualität weltweit bekannt und beliebt.
- Bayern ist das Chancenland Nummer 1: Ein langfristig überdurchschnittliches Wachstum gepaart mit hochmoderner Technologie spricht für hochwertige, gut bezahlte Arbeitsplätze und hervorragende Zukunftsperspektiven.
- Bayerns traditionell sehr starker Mittelstand bietet interessante Arbeitsplätze und Karrierechancen im ganzen Freistaat.
- In Bayern sind Familien “gut aufgehoben”: Die bayerischen Schulen gehören zu den Spitzenreitern in Deutschland. Eine flächendeckend hervorragende Versorgung mit Hochschulen sorgt dafür, dass jeder aus seinen Talenten das Beste machen kann. Darüber hinaus profitieren gerade auch die Familien davon, dass Bayern zu den sichersten Ländern weltweit gehört.
Mehr Inhalte zu Ausbildung, Weiterbildung und Beruf in Bayern
Vertiefende Informationen, aktuelle Kampagnen und weitere Unterstützungsangebote des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.







