Soziale Marktwirtschaft

„Die Soziale Marktwirtschaft beruht auf den Grundsätzen der Freiheit und der Ordnung, die, soll Harmonie herrschen, in meiner Sicht ein untrennbares Ganzes bilden; denn wo Freiheit ohne eine fest gefügte Ordnung obwaltet, droht sie ins Chaotische zu entarten, und wo Ordnung ohne Freiheit bestehen soll, führt sie nur allzu leicht zu brutalem Zwang.“

Erhard, Gedanken aus fünf Jahrzehnten, S. 549

Wohlstand für alle: Wirtschaftliche Dynamik und sozialer Ausgleich

Der Kompass des Bayerischen Wirtschaftsministeriums ist die Soziale Marktwirtschaft. Leitbild ist eine Wirtschaftsordnung mit einem Höchstmaß an Freiheit im sozialen Leben. Ohne private Initiative gibt es keine wirtschaftliche Dynamik, ohne verlässlichen ordnungspolitischen Rahmen wird aus Hochkonjunktur ein ökonomisches Strohfeuer. Soziale Gerechtigkeit und fairer Wettbewerb verbinden sich mit marktorientiertem und nachhaltigem Wirtschaften zum Wohle aller. Diese Kombination hat sich als verlässliche Basis für zukunftssichere Arbeitsplätze und Wohlstand für alle in unserem Land bewährt.

Ludwig Erhard - Vater der Sozialen Marktwirtschaft

Ludwig Erhard steht für den Aufschwung auch der bayerischen Wirtschaft seit den fünfziger Jahren. Er hat die ordnungspolitischen Grundlagen für das deutsche Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit gelegt, die Währungsreform verantwortet und die Zwangswirtschaft beendet. Erhard hielt das Versprechen vom wirtschaftlichen Aufstieg, er steht für sozialen Ausgleich und politische Stabilität. Er war Wirtschaftsminister für alle, nicht Interessenvertreter für wenige. Die Entwicklung gibt ihm bis heute recht.

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    Ludwig Erhards Karriere hat ihren Anfang im Bayerischen Wirtschafts­ministerium genommen. Daher findet nicht nur in verschiedenen Pub­lika­tionen, bei Rede­anlässen oder in der Außen­darstellung, sondern auch im Gebäude des Bayerischen Wirtschafts­­ministeriums die Bedeutung Ludwig Erhards ein deutliches Zeichen: Am 5. Mai 2007 wurde der 1983 renovierte Festsaal in Ludwig-Erhard-Festsaal umbenannt. Die Enthüllung der Gedenktafel fand im Beisein des damaligen Wirtschafts­ministers Erwin Huber und des Bundesfinanzministers a.D. Dr. Theo Waigel statt.

    Ludwig-Erhard-Festsaal im Bayerischen Wirtschaftsministerium
    Ludwig-Erhard-Festsaal im Bayerischen Wirtschaftsministerium. © StMWi