Wirtschaft

Statistiken zum Bruttoinlandsprodukt und verfügbaren Einkommen

Bruttoinlandsprodukt

Datenstand: Juli 2021

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst die gesamte Produktion von Waren und Dienstleistungen im Inland nach Abzug der Vorleistungen und stellt demzufolge einen gesamtwirtschaftlichen Produktionsindikator dar, der die in einer bestimmten Periode erbrachte wirtschaftliche Gesamtleistung zum Ausdruck bringt. Die Bewertung erfolgt zu Marktpreisen (d.h. inklusive Produktions- und Importabgaben, exklusive Subventionen). Aufgrund nicht verfügbarer regionaler Preisindexwerte sind alle Beträge in jeweiligen Preisen angegeben.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden die Kreisergebnisse für die Berichtsjahre von 2015 bis 2018 überarbeitet, das Jahr 2019 wurde erstmals berechnet.

Das bayerische BIP lag 2019 insgesamt bei rund 636 Milliarden Euro und somit um 2,9 Prozent höher als im Vorjahr und 48,6 Prozent höher als im Jahr 2009. Im Verdichtungsraum war ein Anstieg von 3,3 Prozent (langfristig + 50,1 Prozent), im ländlichen Raum um 2,4 Prozent (langfristig + 46,6 Prozent) und im RmbH um 2,1 Prozent (langfristig + 43,0 Prozent) zu verzeichnen. Bei den Regionen hatte im Vergleich zum Jahr 2009 Ingolstadt mit 88,9 Prozent den stärksten Zuwachs, gefolgt von Donau-Iller (+ 50,7 Prozent) und München (+ 49,7 Prozent). Die geringsten Zuwächse verzeichneten die Regionen Bayerischer Untermain mit + 34,4 Prozent und Oberfranken-Ost mit + 36,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das BIP ebenfalls in der Region Ingolstadt mit 4,1 Prozent am stärksten, gefolgt von Oberland und München (jeweils + 3,9 Prozent). Ein leichter Rückgang des BIP gegenüber 2018 wurde für die Region Main-Rhön (- 0,5 Prozent) ermittelt.

Das BIP je Erwerbstätigen (Arbeitsproduktivität) lag 2019 in Bayern bei 82.321 Euro und somit um 1,9 Prozent höher als im Vorjahr. Im Verdichtungsraum war ein Anstieg von 2,2 Prozent, im Ländlichen Raum um 1,5 Prozent und im RmbH um 1,3 Prozent zu verzeichnen. Bei den Regionen hatte Ingolstadt mit 3,3 Prozent den stärksten Zuwachs, gefolgt von Oberland (+ 2,5 Prozent) und Würzburg (+ 2,4 Prozent). Einen Rückgang verzeichnete auch hier nur die Region Main-Rhön (- 0,9 Prozent).

Das BIP je Einwohner (Wirtschaftskraft) lag 2019 in Bayern bei 48.564 Euro und somit um 2,4 Prozent höher als im Vorjahr. Im Verdichtungsraum war ein Anstieg von 2,6 Prozent, im Ländlichen Raum um 2,0 Prozent und im RmbH um 1,9 Prozent zu verzeichnen.

Verfügbares Einkommen

Datenstand: Oktober 2021

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte wird aus dem Primäreinkommen ermittelt, im Wesentlichen abzüglich der Steuern und Sozialabgaben und zuzüglich der Sozialleistungen. Es handelt sich dabei um Nominalwerte und nicht um preisbereinigte Kaufkraftgrößen.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit fand im Jahr 2019 in Deutschland – wie in den meisten Mitgliedstaaten der Europäischen Union – eine umfassende Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) statt. Um Brüche in den Zeitreihen zu vermeiden und den Datennutzern weiterhin methodisch konsistente Zeitreihen zur Verfügung zu stellen, wurden die Ergebnisse bis 1991 zurück neu berechnet.

Das verfügbare Einkommen je Einwohner lag in Bayern 2019 bei 26.256 , um 2,4 Prozent höher als 2018 und um 52,3 Prozent höher als 2000.

Im Verdichtungsraum lag das verfügbare Einkommen je Einwohner 2019 bei 27.690  (+2,2 Prozent ggü. 2018), im ländlichen Raum bei 25.111  (+2,7 Prozent) und im RmbH bei 24.246  (+2,9 Prozent). Bei den Regionen lag 2019 München an der Spitze (30.734 , +2,0 Prozent ggü. 2018). Über dem Bayernwert lag außerdem nur die Region Oberland (28.887 , +2,2 Prozent).Unter einem Niveau von 90 Prozent des Bayernwertes lagen die Regionen Oberpfalz-Nord (23.397 , +3,2 Prozent) und Oberfranken-Ost (23.206 , +3,1 Prozent).

Es ist allerdings zu beachten, dass sich die realen Einkommensunterschiede aufgrund regionaler Preisunterschiede teilweise relativieren können.