MÜNCHEN Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat in einer Regierungserklärung mit dem Titel „Firmengründer und -übernehmer sind der Motor unseres Wohlstands“ die erfolgreiche Mittelstands- und Existenzgründungs-Politik der Staatsregierung dargestellt.
Aiwanger: „Bayern ist Gründerland Nummer eins. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und unterstützen Gründer und Firmen-Übernehmer tatkräftig. Damit das so bleibt, muss der Bund die Rahmenbedingungen für Selbständige, Gründer und Unternehmensnachfolger deutlich verbessern. Wer ein Unternehmen starten oder übernehmen will, darf nicht zuerst an Formularen und Behörden scheitern. Weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und bessere Finanzierungsmöglichkeiten sind der Schlüssel für mehr Unternehmertum in Deutschland.“
Faktenblatt Mittelstand und Gründungen in Bayern 2025
Bayern verfügt über einen starken Mittelstand, eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Selbstständigen und die höchste Gründungsdynamik Deutschlands. Der Freistaat bietet hervorragende Rahmenbedingungen für Existenzgründer, unterstützt eine quirlige Start-up-Szene und stärkt die Innovationscluster in allen Landesteilen.
Bayerns Mittelstand auf einen Blick
Der Mittelstand bleibt das Rückgrat der bayerischen Wirtschaft. Die aktuellen Zahlen des Mittelstandsberichts 2025 unterstreichen die starke wirtschaftliche Basis des Freistaats.
- 586.267 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit einem Jahresumsatz bis 50 Millionen Euro sind in Bayern ansässig.
- Darunter befinden sich 213.600 Handwerksunternehmen.
- In Bayern gibt es 612.000 Selbstständige - davon sind 207.000 Frauen.
- Die Selbstständigenquote liegt bei 8,7 Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt von 8,4 Prozent.
Bayern ist Gründerland Nummer 1: Existenzgründungen auf Rekordkurs
Bayern bietet hervorragende Rahmenbedingungen für Gründer und bleibt Deutschlands führender Gründungsstandort.
- 54.252 neue Existenzgründungen im Jahr 2025.
- Damit verzeichnet Bayern das dritte Wachstumsjahr in Folge.
- Rund 38.000 Gründungen entfielen auf Gewerbebetriebe.
- Weitere rund 16.000 Gründungen erfolgten in den Freien Berufen.
- Jährlich entstehen zudem zwischen 500 und 800 neue Start-ups.
Bayern ist bundesweit bei Start-up-Neugründungen an der Spitze
Der Freistaat entwickelt sich zunehmend zum europäischen Spitzenstandort für technologieorientierte und sicherheitsrelevante Innovationen.
- 785 Start-up-Neugründungen im Jahr 2025.
- Bayern belegt damit bundesweit Platz 1.
- Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 46 Prozent.
- Der bundesweite Durchschnitt lag bei plus 29 Prozent.
Starke Position bei Zukunftstechnologien
- Mehr als 20 Prozent aller deutschen DeepTech-Start-ups stammen aus Bayern.
- Im Bereich DefenseTech flossen zwischen 2023 und 2025 von insgesamt 2,6 Milliarden Euro Investitionen in Europa allein 1,7 Milliarden Euro nach München.
Der Gründungs-Erfolg findet in ganz Bayern statt: Wachstum weit über München hinaus
Die Zahl der Start-up-Neugründungen außerhalb Münchens stieg 2025 von 335 auf 495.
- Das entspricht einem Wachstum von 48 Prozent.
Starke regionale Start-up-Ökosysteme
Innovative Unternehmensgründungen sind längst kein Münchner Phänomen mehr. Erfolgreiche Start-up-Ökosysteme entstehen in allen Regionen Bayerns.
- Nürnberg: 319 Start-ups
- Augsburg: 125 Start-ups
- Regensburg: 104 Start-ups
- Würzburg: 82 Start-ups
Beste Bedingungen für Unternehmensnachfolger
Bayern unterstützt Unternehmensnachfolger im Rahmen der Offensive Unternehmensnachfolge Bayern.
- Gemeinsame Initiative mit IHK und HWK und vielen weiteren Partner aus der Wirtschaft.
- Nachfolger steht die gesamte Palette der Gründerförderung zur Verfügung
- Zahl der Nachfolgen wird sich in den nächsten Jahren weiter erhöhen: Bis 2031 stehen 52.500 profitable Familienunternehmen mit 668.000 Beschäftigten zur Übergabe an.
Bayern unterstützt Gründer und Nachfolger gezielt
Bayern unterstützt Gründerinnen und Gründer entlang der gesamten Entwicklungskette – von der Geschäftsidee über die Finanzierung bis zum Wachstum. Mit der Initiative „Gründerland Bayern“ bündelt der Freistaat Beratung, Finanzierung, Coaching und Netzwerke für Gründerinnen und Gründer.
- Zwischen 2021 und 2025 sagte die LfA Förderbank Bayern 5.533 Gründungsdarlehen zu.
- Das Finanzierungsvolumen belief sich auf rund 1,4 Milliarden Euro.
- BayStartUP verfügt über Deutschlands größtes Investorennetzwerk mit mehr als 400 privaten Business Angels und 200 institutionellen Investoren.
- Gründerzentren in allen Regionen Bayerns schaffen optimale Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen.
Venture Capital als Lebensader innovativer Bayerischer Start-ups
Bayern stärkt gezielt den Zugang zu Wagniskapital und schafft damit die Grundlage für Wachstum, Innovation und internationale Wettbewerbsfähigkeit.
- Die LfA hat sich bereits mit 294 Millionen Euro an 86 Venture-Capital-Fonds beteiligt.
- Dadurch wird zusätzlich umfangreiches privates Kapital mobilisiert.
- Mit der Initiative „VC4Start-ups“ werden Fonds mit einem Gesamtvolumen von 750 Millionen Euro aufgebaut.
- Gemeinsam mit privaten Investoren sollen dadurch bis zu 5 Milliarden Euro an Investitionen in bayerische Start-ups und Scale-ups ausgelöst werden.
- Die Bayerische Beteiligungsgesellschaft (BayBG) investierte in den vergangenen 25 Jahren rund 200 Millionen Euro in mehr als 80 Start-ups.
Herausforderungen für den Gründerstandort Bayern
Um die Gründungsdynamik langfristig zu sichern, müssen die Rahmenbedingungen für Unternehmerinnen und Unternehmer konsequent verbessert werden.
- Die größte Herausforderung ist die sinkende Zahl potenzieller Gründerinnen und Gründer infolge des demografischen Wandels.
- Hinzu kommen wirtschaftliche Unsicherheiten, Investitionszurückhaltung, geopolitische Risiken und bürokratische Hürden.
Forderung an den Bund: Gründungen müssen einfacher, schneller digitaler werden
- Bayern hat gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen und Berlin dem Bund Eckpunkte für ein Gründungsbeschleunigungsgesetz vorgelegt.
- Ziel ist die vollständige Digitalisierung des Gründungsprozesses – von der Anmeldung bis zur Genehmigung.
Ansprechpartner:
Jürgen Marks
Leiter Pressereferat
Pressemitteilung-Nr. 281/26

