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Jagdzeiten in Bayern

Mit den Jagdzeiten wird festgelegt, ob und wann auf Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen, die Jagd ausgeübt werden darf. Außerhalb der Jagdzeiten ist eine Bejagung nicht erlaubt (Schonzeiten).

Jagdzeiten in Bayern

Welche Tierarten in Bayern dem Jagdrecht unterliegen und wann diese hier bejagt werden dürfen, richtet sich allein nach dem bayerischen Landesrecht. § 18 der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Jagdgesetz (AVBayJG) bestimmt die Wildarten und § 19 AVBayJG regelt für diese die Jagdzeiten in Bayern

In den folgenden Abschnitten finden Sie die aktuellen Jagdzeiten für Schalenwild, Haarwild und Federwild übersichtlich nach Wildarten und Monaten aufgeschlüsselt.

Jagdzeiten nach Wildart

Jagdzeiten nach Monaten

  • Im April darf bejagt werden:

    Schwarzwild mit Frischling am Waldrand während Jagdzeiten in Bayern

    Schalenwild:
    Rehwild (ab 16. April): Schmalrehe und Böcke, Schwarzwild

    übriges Haarwild:
    Wildkaninchen, Füchse, juvenile Dachse (ab 16. April), Waschbären, Marderhunde, Sumpfbiber (Nutrias), Minke

    Federwild:
    Wildtruthähne, Ringeltauben1, Nilgänse, juvenile Rostgänse

    1 Nur zur Schadensabwehr: Jungtauben, die in Trupps von mindestens drei Tieren auf Ackerland oder auf Neueinsaaten von Grünland oder Baumschulkulturen einfallen

  • Im Mai darf bejagt werden:

    Rehbock im Sprung auf Wiese mit kleinem Geweih symbolisch für Jagdzeiten in Bayern

    Schalenwild:
    Rehwild: Schmalrehe und Böcke, Schwarzwild

    übriges Haarwild:
    Wildkaninchen, Füchse, juvenile Dachse, Waschbären, Marderhunde, Sumpfbiber (Nutrias), Minke

    Federwild:
    Wildtruthähne (bis 15. Mai), Ringeltauben1, Nilgänse, juvenile Rostgänse

    1Nur zur Schadensabwehr: Jungtauben, die in Trupps von mindestens drei Tieren auf Ackerland oder auf Neueinsaaten von Grünland oder Baumschulkulturen einfallen.

  • Im Juni darf bejagt werden:

    Fuchs auf grüner Wiese blickt über die Schulter symbolisch für Jagdzeiten in Bayern

    Schalenwild:
    Rotwild: Schmaltiere und Schmalspießer, Rehwild: Schmalrehe und Böcke, Schwarzwild

    übriges Haarwild:
    Wildkaninchen, Füchse, juvenile Steinmarder, juvenile Dachse, Waschbären, Marderhunde, Sumpfbiber (Nutrias), Minke

    Federwild:
    Ringeltauben1, Nilgänse, juvenile Rostgänse

    1Nur zur Schadensabwehr: Jungtauben, die in Trupps von mindestens drei Tieren auf Ackerland oder auf Neueinsaaten von Grünland oder Baumschulkulturen einfallen

  • Im Juli darf bejagt werden:

    Nilgans stehend am sandigen Ufer unter klarem Himmel symbolisch für Jagdzeiten in Bayern

    Schalenwild:
    Rotwild: Schmaltiere und Schmalspießer, Dam- und Sikawild: Schmaltiere und Schmalspießer, Rehwild: Schmalrehe und Böcke, Schwarzwild

    übriges Haarwild:
    Wildkaninchen, Füchse, juvenile Steinmarder, juvenile Dachse, Waschbären, Marderhunde, Sumpfbiber (Nutrias), Minke

    Federwild:
    Ringeltauben1; sitzende, juvenile Grau- und Kanadagänse; Nilgänse, juvenile Rostgänse

    Ab 16. Juli: Eichelhäher, Elstern, Raben- und Nebelkrähen

    1Nur zur Schadensabwehr: Jungtauben, die in Trupps von mindestens drei Tieren auf Ackerland oder auf Neueinsaaten von Grünland oder Baumschulkulturen einfallen

  • Im August darf bejagt werden:

    Gams auf felsigem Bergrücken in den Alpen während Jagdzeiten in Bayern

    Schalenwild:
    Rotwild, Dam- und Sikawild: Schmaltiere und Schmalspießer, Rehwild: Schmalrehe und Böcke, Gamswild, Schwarzwild, Muffelwild

    übriges Haarwild:
    Wildkaninchen, Füchse, Steinmarder, Iltisse, Hermeline, Mauswiesel, Dachse, Waschbären, Marderhunde, Sumpfbiber (Nutrias), Minke

    Federwild:
    Ringeltauben1, Grau- und Kanadagänse, Nilgänse, juvenile Rostgänse, Eichelhäher, Elstern, Raben- und Nebelkrähen

    1 Nur zur Schadensabwehr: Ringeltauben (Alttauben ab 20. August sowie Jungtauben), die in Trupps von mindestens drei Tieren auf Ackerland oder auf Neueinsaaten von Grünland oder Baumschulkulturen einfallen

  • Im September darf bejagt werden:

    Hirsch im Morgenlicht als Symbol für Jagdzeiten in Bayern

    Schalenwild:
    Rotwild, Dam- und Sikawild, Rehwild, Gamswild, Schwarzwild, Muffelwild

    übriges Haarwild:
    Wildkaninchen, Füchse, Steinmarder, Iltisse, Hermeline, Mauswiesel, Dachse, Waschbären, Marderhunde, Sumpfbiber (Nutrias), Minke

    Federwild:
    Rebhühner, Ringeltauben1, Grau- und Kanadagänse, Nilgänse, Rostgänse, Stockenten, Blässhühner (ab 11. September), Eichelhäher, Elstern, Raben- und Nebelkrähen, Graureiher2 (ab 16. September)

    1Nur zur Schadensabwehr: Ringeltauben, die in Trupps von mindestens drei Tieren auf Ackerland oder auf Neueinsaaten von Grünland oder Baumschulkulturen einfallen

    2In einem Umkreis von 200 m um geschlossene Gewässer im Sinn des Art. 2 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 des Fischereigesetzes für Bayern

  • Im Oktober darf bejagt werden:

    Dachs auf moosigem Baumstumpf im Wald symbolisch für Jagdzeiten in Bayern

    Schalenwild:
    Rotwild, Dam- und Sikawild, Rehwild (Böcke bis 15. Oktober), Gamswild, Schwarzwild, Muffelwild

    übriges Haarwild:
    Feldhasen (ab 16. Oktober), Wildkaninchen, Füchse, Steinmarder, Baummarder (ab 16. Oktober), Iltisse, Hermeline, Mauswiesel, Dachse, Waschbären, Marderhunde, Sumpfbiber (Nutrias), Minke

    Außerdem:

    Fasan stehend im Feld mit buntem Gefieder symbolisch für Jagdzeiten in Bayern

    Federwild:
    Rebhühner, Fasanen, Wildtruthähne, Wildtruthennen, Ringeltauben1; Grau-, Kanada-, Nil- und Rostgänse; Stock-, Pfeif-, Krick-, Spieß-, Berg-, Reiher-, Tafel-, Samt- und Trauerenten; Waldschnepfen (ab 16. Oktober), Blässhühner; Lach-, Sturm-, Silber-, Mantel- und Heringsmöwen; Eichelhäher, Elstern, Raben- und Nebelkrähen, Graureiher2

    1Nur zur Schadensabwehr: Ringeltauben, die in Trupps von mindestens drei Tieren auf Ackerland oder auf Neueinsaaten von Grünland oder Baumschulkulturen einfallen

    2In einem Umkreis von 200 m um geschlossene Gewässer im Sinn des Art. 2 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 des Fischereigesetzes für Bayern

  • Im November darf bejagt werden:

    Stockente im Flug über offener Wiese symbolisch für Jagdzeiten in Bayern

    Schalenwild:
    Rotwild, Dam- und Sikawild, Rehwild: Kitze, Schmalrehe und Geißen, Gamswild, Schwarzwild, Muffelwild

    übriges Haarwild:
    Feldhasen, Wildkaninchen, Füchse, Steinmarder, Baummarder, Iltisse, Hermeline, Mauswiesel, Dachse, Waschbären, Marderhunde, Sumpfbiber (Nutrias), Minke

    Federwild:
    Fasanen, Wildtruthähne, Wildtruthennen, Ringel- und Türkentauben, Höckerschwäne; Grau-, Kanada-, Nil-, Rost-, Bläss-, Saat- und Ringelgänse; Stock-, Pfeif-, Krick-, Spieß-, Berg-, Reiher-, Tafel-, Samt- und Trauerenten; Waldschnepfen, Blässhühner; Lach-, Sturm-, Silber-, Mantel- und Heringsmöwen; Eichelhäher, Elstern, Raben- und Nebelkrähen

  • Im Dezember darf bejagt werden:

    Feldhase im tiefen Schnee während Jagdzeiten in Bayern

    Schalenwild: 
    Rotwild, Dam- und Sikawild, Rehwild: Kitze, Schmalrehe und Geißen, Gamswild (bis 15. Dezember), Schwarzwild, Muffelwild

    übriges Haarwild: 
    Feldhasen, Wildkaninchen, Füchse, Steinmarder, Baummarder, Iltisse, Hermeline, Mauswiesel, Dachse, Waschbären, Marderhunde, Sumpfbiber (Nutrias), Minke

    Federwild:
    Fasanen, Wildtruthähne, Wildtruthennen, Ringel- und Türkentauben, Höckerschwäne; Grau-, Kanada-, Nil-, Rost-, Bläss-, Saat- und Ringelgänse; Stock-, Pfeif-, Krick-, Spieß-, Berg-, Reiher-, Tafel-, Samt- und Trauerenten; Waldschnepfen, Blässhühner; Lach-, Sturm-, Silber-, Mantel- und Heringsmöwen; Eichelhäher, Elstern, Raben- und Nebelkrähen

  • Im Januar darf bejagt werden:

    Damhirsch im verschneiten Wald mit Geweih symbolisch für Jagdzeiten in Bayern

    Schalenwild: 
    Rotwild, Dam- und Sikawild, Rehwild (bis 15. Januar): Kitze, Schmalrehe und Geißen, Schwarzwild, Muffelwild

    übriges Haarwild: 
    Wildkaninchen, Füchse, Steinmarder, Baummarder, Iltisse, Hermeline, Mauswiesel, Dachse, Waschbären, Marderhunde, Sumpfbiber (Nutrias), Minke

    Federwild: 
    Ringel- und Türkentauben, Höckerschwäne; Grau-, Kanada-, Nil-, Rostgänse; Blässhühner; Lach-, Sturm-, Silber-, Mantel- und Heringsmöwen; Eichelhäher, Elstern, Raben- und Nebelkrähen

    Bis 15. Januar: Wildtruthähne, Wildtruthennen; Bläss-, Saat- und Ringelgänse; Stock-, Pfeif-, Krick-, Spieß-, Berg-, Reiher-, Tafel-, Samt- und Trauerenten; Waldschnepfen

  • Im Februar darf bejagt werden:

    Waschbär an Baumstamm festhaltend während Jagdzeiten in Bayern

    Schalenwild:
    Schwarzwild

    übriges Haarwild:
    Wildkaninchen, Füchse, Waschbären, Marderhunde, Sumpfbiber (Nutrias), Minke

    Bis 28. Februar: Steinmarder, Baummarder, Iltisse, Hermeline, Mauswiesel

    Außerdem:

    Graugans am Boden im winterlichen Feld während Jagdzeiten in Bayern

    Federwild:
    Nilgänse, juvenile Rostgänse, Eichelhäher, Elstern, Raben- und Nebelkrähen

    Bis 10. Februar: Lach-, Sturm-, Silber-, Mantel- und Heringsmöwen

    Bis 20. Februar: Ringel-1 und Türkentauben, Höckerschwäne, Blässhühner

    Bis 28. Februar: Grau- und Kanadagänse, adulte Rostgänse

    1 Zusätzlich ab 21. Februar nur zur Schadensabwehr: Ringeltauben, die in Trupps von mindestens drei Tieren auf Ackerland oder auf Neueinsaaten von Grünland oder Baumschulkulturen einfallen.

  • Im März darf bejagt werden:

    Wildschwein frontal im dichten Unterholz mit markanten Borsten symbolisch für Jagdzeiten in Bayern

    Schalenwild:
    Schwarzwild

    übriges Haarwild:
    Wildkaninchen, Füchse, Waschbären, Marderhunde, Sumpfbiber (Nutrias), Minke

    Federwild:
    Nilgänse, juvenile Rostgänse, Ringeltauben1

    Bis 14. März: Eichelhäher, Elstern, Raben- und Nebelkrähen

    Ab 15. März: Wildtruthähne

    1 Nur zur Schadensabwehr: Ringeltauben, die in Trupps von mindestens drei Tieren auf Ackerland oder auf Neueinsaaten von Grünland oder Baumschulkulturen einfallen.

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