MÜNCHEN Heute wechselt der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten (BaySF), Martin Neumeyer, in den Ruhestand. Er stand mehr als elf Jahre lang an der Spitze des größten Forstbetriebs Deutschlands. Neuer Vorstandsvorsitzender der BaySF wird zum 1. Juli Olaf Hermes, zuletzt Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Bonn. Bayerns Wirtschaftsminister und Vorsitzender des Aufsichtsrats der BaySF, Hubert Aiwanger, nutzt die Stabsübergabe, um sich bei Martin Neumeyer für dessen Einsatz zu bedanken. Aiwanger: „Martin Neumeyer hat großen Anteil daran, dass die Staatsforsten in allen Bereichen sehr gut dastehen. Die wirtschaftliche Entwicklung der BaySF in den letzten Jahren ist erfreulich. Dank des Weitblicks von Herrn Neumeyer wurden wichtige Zukunftsthemen wie die erneuerbaren Energien erfolgreich in das Geschäftsmodell der BaySF integriert. Mit Olaf Hermes tritt ein erfahrener Energieexperte die Nachfolge von Martin Neumeyer an, der weitere Impulse ins Unternehmen bringt.“
Die Staatswälder stehen in weiten Teilen des Freistaats dank der engagierten BaySF-Forstleute stabil da und sind auf großen Flächen aufgrund des gelungenen Waldumbaus gut für die Zukunft gerüstet. Dieser Erfolg ist umso höher einzuwerten, als es in der Amtszeit von Martin Neumeyer auch schwierige Zeiten zu meistern galt: Gleich in seinen ersten Arbeitstagen verursachte der Sturm Niklas 2015 überregional erhebliche Schadholzmengen, 2017 folgte Sturm Kolle. Das Jahr 2018 war durch extreme Trockenheit gekennzeichnet, in deren Folge massive Borkenkäferschäden – vor allem im Frankenwald – zu bewältigen waren. Aiwanger: „Martin Neumeyer hat hier mit der gesamten BaySF-Belegschaft große Herausforderungen gemeistert und zum Erhalt unseres bayerischen Staatswaldes beigetragen. Ganz besonders freut mich, dass es Martin Neumeyer gelungen ist, eine breite gesellschaftliche Akzeptanz für die wichtige Arbeit der Staatsforsten zu gewinnen.“
Mit Olaf Hermes übernimmt nun eine erfahrene Führungspersönlichkeit den Vorsitz des Vorstands der Bayerischen Staatsforsten. Aiwanger: „Mit Herrn Hermes holen wir uns eine erfahrene Führungspersönlichkeit an die Spitze der BaySF, die große Organisationen führen kann. Ich bin überzeugt, dass er mit seinem Blick von außen neue Impulse einbringt und die Bayerischen Staatsforsten weiter gut für die Zukunft aufstellt. Dabei geht es darum, unsere Wälder verantwortungsvoll zu bewirtschaften, Natur und Wald zu erhalten und gleichzeitig das Geschäftsmodell der BaySF weiterzuentwickeln. Mit der Nachfolge von Herrn Neumeyer tritt Herr Hermes in große Verantwortung. Ich freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.“
Der Diplomökonom Olaf Hermes war nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften viele Jahre für die RWE Group in Essen im Vertriebs- und Marketingbereich tätig. Anschließend sammelte er Erfahrungen in der Unternehmensberatung und wechselte 2009 zu den Stadtwerken Leipzig als Prokurist für Vertrieb, Marketing und Energiedienstleistungen. Es folgten Stationen als Vorstandsvorsitzender der Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG, als kaufmännischer Vorstand der Stadtwerke Bremen und Bremerhaven sowie zuletzt seit 2022 als Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Bonn. Besondere Erfahrungen bringt Hermes unter anderem aus Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien mit.
Martin Neumeyer leitete die BaySF seit dem 1. April 2015. Zuvor war der Jurist unter anderem Sprecher der Bayerischen Staatsregierung und des Bayerischen Ministerpräsidenten, Amtschef für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Die Bayerischen Staatsforsten sind eine Anstalt des öffentlichen Rechts im Eigentum des Freistaats Bayern. Sie bewirtschaften mit rund 2.800 Beschäftigten eine Fläche von rund 756.000 Hektar Staatswald nach dem Prinzip der nachhaltigen, naturnahen und integrativen Forstwirtschaft. Insgesamt sind die Bayerischen Staatsforsten für jeden neunten Quadratmeter in Bayern zuständig.
Ansprechpartner:
Bastian Brummer
Stellv. Pressesprecher
Pressemitteilung-Nr. 301/26



