Energiepolitik

Oberstes Ziel der bayerischen Energiepolitik ist eine sichere, bezahlbare und umweltverträgliche Energieversorgung für Bayerns Bürger und Betriebe. Wesentliche Grundlage hierfür ist das Bayerische Energieprogramm vom 20. Oktober 2015, das das Bayerische Energie­konzept von 2011 fortschreibt.

Seit 2011 ist Bayern bei der Umsetzung der Energiewende entscheidend vorangekommen: der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung ist von 28,5 Prozent in 2011 auf 44,1 Prozent in 2017 gestiegen. Bayern ist in Deutschland führend bei der Nutzung der Wasserkraft, Solarenergie und Geothermie. Bei der Stromerzeugung aus Bioenergie erreicht Bayern Rang zwei unter den Ländern (Stand: 2016). Aber das hohe Tempo der Veränderung stellt unser Land vor immer größere Herausforderungen.

Daher legt das Bayerische Energieprogramm folgende Ziele fest:

Energieverbrauch

  • Senkung des Primärenergieverbrauchs bis 2025 um zehn Prozent gegenüber 2010

  • Reduzierung des Stromverbrauchsanstiegs auf ein Minimum

Energieeffizienz

  • Erhöhung der Primärenergieproduktivität bis 2025 um mindestens 25 Prozent gegenüber 2010

Erneuerbare Energien

  • Deckung von 20 Prozent des Endenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energien bis 2025

  • 70 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bis 2025

Energiebedingte CO2-Emissionen

  • Reduzierung der energiebedingten Kohlendioxid (CO2)-Emissionen auf 5,5 Tonnen pro Kopf bis 2025

Dabei setzt Bayern auf einen ausgewogenen Mix unterschiedlicher Maßnahmen und auf stabile und belastbare Strukturen eingebettet in der Drei-Säulen-Strategie: „Effiziente Verwendung von Energie“, „Nachhaltige Stromerzeugung“ und „Notwendiger Stromtransport“. Es ist der Anspruch Bayerns, dass sich jede dieser Säulen an den Kriterien von Sicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltverträglichkeit messen lässt. Hier erhalten Sie mehr Informationen zum Energieprogramm und zu den verschiedenen Maßnahmen. Um zu ausgewählten Themen direkt zu gelangen, können Sie auch auf die entsprechenden Hauptfelder in der nachfolgenden Übersicht klicken.

3 Säulen des Energieprogramms Effiziente Verwendung von Energie Effiziente Verwendung von Energie Versorgung mit Energie aus KWK Flexibilisierungspotenzial ausschöpfen Nachhaltige Stromerzeugung Deckung des Strombedarfes durch erneuerbare Energien Erhöhung der Integration erneuerbarer Energien durch Speicher Dezentrale Energieerzeugung und Energiewende vor Ort stärken Gesicherte Leistung durch konventionelle Erzeugung Notwendiger Stromtransport Bürgerfreundlicher und umweltverträglicher Netzausbau Verbesserung der Rahmenbedingungen area_13 Künftige Herausforderungen Strompreisbremse zur Gewährleistung bezahlbarer Strompreise Technologisch voranschreiten – Spitzenstellung halten Chancen der Digitalisierung nutzen Akzeptanz als Schlüssel für den Erfolg der Energiewende

 

Im Koalitionsvertrag für die Legislaturperiode 2018-2023 haben CSU und FW vereinbart, so viel Energie wie möglich in Bayern zu produzieren. Ziel ist eine möglichst dezentrale und nachhaltige Energie­versorgung, um neue Chancen für die Wertschöpfung vor Ort zu erschließen. Die Energie­versorgung muss dabei sicher und bezahlbar sein, weil Versorgungs­sicherheit und stabile Strompreise wesentliche Voraussetzungen für die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Bayern, für Wohlstand und für Arbeitsplätze in Bayern sind. Schlüssel zum Erfolg für die Energiewende in Bayern ist die Akzeptanz. Bürger, Unternehmen und Kommunen sollen daher aktiv eingebunden werden.