Wirtschaftsministerkonferenz Bayern 2023 2024

Wirtschaftsministerkonferenz

Bayern hat in den Jahren 2023 und 2024 den Vorsitz der Wirtschaftsministerkonferenz inne. Schwerpunktthema im Jahr 2023 ist die Stärkung der ökonomischen Widerstandsfähigkeit und Krisenfestigkeit der deutschen Wirtschaft.

Gemeinsames politisches Handeln auf der Wirtschaftsministerkonferenz

Die Wirtschaftsministerkonferenz (WMK) ist eine von mehreren Fachministerkonferenzen in Deutschland. Sie ist ein wichtiges Instrument der wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit der Länder untereinander. Neben dem gegenseitigen Informations- und Erfahrungsaustausch dient sie dem Zweck, gemeinsames politisches Handeln im eigenen Bereich oder gegenüber dem Bund in Beschlüssen festzuschreiben.

An der Konferenz nehmen die Wirtschaftsministerinnen und Wirtschaftsminister, Wirtschaftssenatorinnen und Wirtschaftssenatoren aller 16 Länder sowie der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz als Gast teil.

Ziel der WMK ist es, diejenigen wirtschaftspolitischen Themen zu erörtern und einer Lösung zuzuführen, die im Verhältnis der Länder untereinander und/oder im Verhältnis der Länder zum Bund besonders aktuell sind. Die Konferenz befasst sich nicht nur mit wirtschaftspolitischen Fragen, sondern behandelt auch Themen aus anderen Zuständigkeitsbereichen, sofern ein wichtiger wirtschaftspolitischer Bezug besteht.

„Dieser Austausch zwischen den Bundesländern ist enorm wichtig, um die politischen Interessen gegenüber dem Bund zu festigen. Wir brauchen eine solche starke Stimme in Berlin.“
Hubert Aiwanger
Hubert AiwangerBayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Schwerpunktthema der WMK 2023

Das Vorsitzland schlägt für das einzelne Kalenderjahr ein Schwerpunktthema zur Beschlussfassung vor, das die inhaltliche Arbeit der Wirtschaftsministerkonferenz prägt. Bayern hat für das Jahr 2023 folgendes Schwerpunktthema vorgeschlagen, das von der WMK am 9. Dezember 2022 beschlossen worden ist:

Stärkung der ökonomischen Widerstandsfähigkeit und Krisenfestigkeit der deutschen Wirtschaft – Resilienz.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der durch die Coronavirus-Krankheit-2019 ausgelösten Pandemie und des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben die Abhängigkeit Deutschlands von Importen bei Rohstoffen und Energieträgern verdeutlicht. Aber auch abseits dieser Krisen zeichnet sich bereits seit Jahren eine stetig steigende Nachfrage nach sogenannten Konfliktrohstoffen ab, beispielsweise nach Seltenen Erden für den Einsatz in vielen Zukunftstechnologien.

Die Stärkung der Widerstandsfähigkeit und Krisenfestigkeit der deutschen Wirtschaft ist vor diesem Hintergrund dringend angezeigt. Deutschland muss von einzelnen Lieferländern und globalen Störungen in den Lieferketten unabhängiger werden.

Eine effiziente Nutzung von Ressourcen, der Ausbau erneuerbarer Energien inklusive Wasserstoff und kürzere Lieferwege helfen nicht nur, die Resilienz des Wirtschaftsstandorts zu stärken, sondern tragen auch zu den ambitionierten Klimaschutzzielen Deutschlands bei. Weiterhin wird auch der Fach- und Arbeitskräftemangel ein Thema unter dem WMK-Vorsitzland Bayern sein.

Kontakt StMWi
Ansprechpartner zur Wirtschaftsministerkonferenz des Vorsitzlandes Bayern
Prinzregentenstraße 28, 80538 München