Aiwanger: "Angesichts der hohen Energie- und Materialkosten braucht das Gebäudereiniger-Gewerk dringend eine steuerliche Entlastung."

MÜNCHEN Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hielt bei der ersten Verleihung des Unternehmenspreises der Gebäudedienstleister die Laudatio. Er zeichnete die Nürnberger Fürst Gruppe aus, die die Jury vor allem mit ihren kreativen Ideen hinsichtlich der Nachwuchsgewinnung überzeugte und somit aktiv dem Azubimangel entgegenwirkt. „Das Gebäudereiniger-Handwerk packt an und nutzt ihre Hände sinnvoll anstatt sie irgendwo anzukleben, um Sachen zu beschädigen. Die Fachkräfte in den Handwerksbetrieben sind Macher im Interesse der Allgemeinheit“, sagt Aiwanger.

In seiner Rede führt der Staatsminister weiter aus: „Die geehrte fränkische Firma ist ein Vorzeigebetrieb mit punktgenauen, individuellen Reinigungskonzepten und nachahmenswerten Konzepten bei der Fachkräftegewinnung. Welch unverzichtbare Bedeutung das Gebäudereiniger-Handwerk hat, wissen die Menschen seit der Pandemie mehr zu schätzen denn je. Es war die Reinigungsbranche, die während der Hochphase der Pandemie maßgeblich dafür gesorgt hat, dass Hygienestandards in Krankenhäusern, Arztpraxen, Büros, Schulen oder öffentlichen Verkehrsmitteln eingehalten werden konnten. Das Gebäudereiniger-Handwerk sorgt für Sauberkeit und gibt vielen fleißigen Menschen als zuverlässiger Arbeitgeber eine Perspektive, die keinen Berufsabschluss haben. Die hohen Energie- und Materialkosten sind aber ein großes Problem für die Branche. Gewerke brauchen jetzt eine Bundesregierung, die die Sorgen erkennt und ein Unterstützungspaket schnürt. Und zwar schnell und nicht erst in ein paar Monaten. Viele Firmen haben nicht die Liquidität politische Fehler der Bundesregierung auszugleichen. Die Mitarbeiter brauchen eine dringend nötige steuerliche Entlastung, da die Löhne in der Branche nicht so hoch sind. Auch haben die Firmen gar keine Möglichkeit ihren Beschäftigten den vom Bund angeregten steuerfreien Zuschuss von 3.000 Euro auszuzahlen.“

 

Insgesamt bewarben sich über 30 Betriebe um den neuen Unternehmenspreis der Gebäudedienstleister, der alle zwei Jahre ausgelobt wird. Die Siegerehrung fand im Rahmen des Fachkongresses „Zukunftsforum Gebäudedienste“ statt. Das Preisgeld wird an eine karitative Einrichtung gespendet, die der Gewinner auswählt.

 

Dr. Patrik Hof

Stv. Pressesprecher


Pressemitteilung-Nr. 531/22
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