MÜNCHEN. Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger begrüßt die starke Nachfrage nach dem Bundesförderprogramm für Wasserstofftankstellen und Nutzfahrzeuge. Der Förderaufruf des Bundesverkehrsministeriums ist mit beantragten 455 Millionen Euro bei einem Fördervolumen von 220 Millionen Euro mehr als doppelt überzeichnet. Insgesamt wurden 71 Anträge für Wasserstofftankstellen sowie 455 Anträge für Fahrzeuge und Fahrzeugflotten eingereicht.
Aiwanger: „Die enorme Nachfrage zeigt, dass die Bundesförderung genau zum richtigen Zeitpunkt kommt. Sie gibt dem Wasserstoffhochlauf in Deutschland einen wichtigen Impuls und bestätigt, dass die Technologie im Markt angekommen ist. Gerade für Regionen ohne eigene Förderkulisse war dieser Aufruf ein wichtiger Schritt.“
Der Minister verweist darauf, dass Bayern den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft nun mit einem eigenen Förderprogramm für Wasserstoff-Nutzfahrzeuge weiter beschleunigen wird. „Mit unserem bayerischen Förderaufruf, der in diesem Monat geplant ist, setzen wir den nächsten Impuls. Dafür stehen insgesamt 35 Millionen Euro bereit. Damit schaffen wir zusätzliche Investitionsanreize für Unternehmen und stärken zugleich den Wirtschaftsstandort Bayern.“
Aiwanger sieht darin auch erhebliche Chancen für die heimische Industrie: „Bayern verfügt entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette über innovative Unternehmen – vom Anlagenbau über die Fahrzeugtechnik bis hin zur Infrastruktur. Die wachsende Nachfrage eröffnet unserer Wirtschaft hervorragende Marktchancen und stärkt die technologische Spitzenposition Bayerns.“
Das neue Förderprogramm ergänzt die bereits bestehenden bayerischen Programme für Elektrolyseure und Wasserstofftankstellen. Aiwanger: „Mit unseren Förderprogrammen für Elektrolyseure, Tankstellen und künftig auch Wasserstoff-Nutzfahrzeuge decken wir die gesamte Wertschöpfungskette im Verkehrsbereich ab. Bayern verfügt damit über eine der umfassendsten Wasserstoff-Förderkulissen in Deutschland.“
Der Freistaat stellt für diese Programme insgesamt rund 255 Millionen Euro bereit.
- Im Förderprogramm BayH2T werden derzeit 29 Wasserstofftankstellen unterstützt, davon sind bereits neun in Betrieb.
- Über das Elektrolyseur-Förderprogramm BayFELI wurden bislang 24 Zuwendungsbescheide erteilt; die ersten Anlagen sollen 2026 und 2027 in Betrieb gehen.
Aiwanger betont zudem, dass sich zahlreiche Unternehmen aus Bayern erfolgreich am Bundesförderaufruf beteiligt haben. „Die hohe Nachfrage ist ein starkes Signal für die gesamte Wasserstoffwirtschaft. Sie bestätigt unseren bayerischen Kurs. Gleichzeitig verbessern die Anhebung der THG-Minderungsquote und die Einführung einer Wasserstoff-Unterquote bereits heute die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und erhöhen die Attraktivität von Wasserstoff als Kraftstoff. Das stärkt die Marktchancen der bayerischen Wasserstoffwirtschaft zusätzlich.“
Ansprechpartner:
Jürgen Marks
Leiter Pressereferat
Pressemitteilung-Nr. 307/26

