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Aiwanger: "Wir brauchen mehr Arbeitsanreize, mehr Flexibilität und müssen bei Automatisierung und Robotik deutlich schneller werden"

MÜNCHEN  Die Arbeitslosenquote in Bayern lag im Juni 2026 bei 4,0 Prozent und blieb damit gegenüber dem Mai unverändert. Bayern liegt damit weiterhin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 6,2 Prozent. Die Beschäftigungslage bleibt insgesamt stabil, zugleich steht der Arbeitsmarkt vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen.
 
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betont: „Wir müssen jetzt die Weichen richtig stellen. Unsere Unternehmen brauchen einen flexibleren Arbeitsmarkt, damit sie schneller auf Veränderungen reagieren können. Gleichzeitig müssen wir alle vorhandenen Potenziale nutzen, damit unsere Wirtschaft auch künftig wachsen kann.“
 
Der Wirtschaftsminister verweist darauf, dass viele Unternehmen bereits heute Schwierigkeiten haben, offene Stellen zu besetzen. Gleichzeitig werde sich die Situation durch den demografischen Wandel weiter verschärfen. Nach einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) könnten bis 2036 bundesweit rund 4,3 Millionen Arbeitskräfte fehlen, weil die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen und deutlich weniger junge Erwerbspersonen nachrücken.
 
Aiwanger fordert deshalb: „Arbeit muss sich wieder mehr lohnen. Das neue Bürgergeld muss Anreize setzen, eine freie Stelle anzunehmen, und nicht das Gegenteil bewirken. Wer mehr arbeitet oder Verantwortung übernimmt, muss am Ende auch mehr im Geldbeutel haben. Gleichzeitig dürfen wir den Minijob nicht kaputtmachen. Er ist ein bewährtes und flexibles Beschäftigungsmodell, das vielen Menschen die Möglichkeit gibt, unkompliziert etwas dazuzuverdienen. Und für viele Betriebe ist er ein wichtiger Baustein, um Personalengpässe aufzufangen.“
 
Neben einer stärkeren Aktivierung des Arbeitskräftepotenzials sieht Aiwanger vor allem in neuen Technologien einen entscheidenden Hebel: „Wir müssen überall dort, wo es möglich ist, auf Automatisierung, Robotik und Künstliche Intelligenz setzen. Damit wird Arbeit erledigt für die es oftmals kein Personal mehr gibt, entlastet von schwerer Arbeit und hilft unseren Betrieben, trotz Personalmangels wettbewerbsfähig zu bleiben. Wer hier zu langsam ist, verliert im internationalen Wettbewerb.“
 
In den bayerischen Regierungsbezirken lagen die Arbeitslosenquoten im Juni zwischen 3,6 Prozent in Schwaben und 4,6 Prozent in Mittelfranken.

 

 

Ansprechpartnerin:

Franziska Wachtveitl

Stellv. Pressesprecherin


Pressemitteilung-Nr. 297/26
Ansprechpartner
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Wirtschaftspolitik

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