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Aiwanger: "Unsere Chemie-Unternehmen sind Grundvoraussetzung unseres modernen Lebensstils. Bund und EU müssen endlich für Entlastung sorgen"

MÜNCHEN   Die Chemieindustrie in Deutschland blickt pessimistisch in die Zukunft. Die vom ifo-Institut monatlich abgefragten Geschäftserwartungen sind im Mai auf den tiefsten Wert seit Oktober 2022 abgerutscht. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wertet das als „besorgniserregendes Alarmsignal“ und bekräftigt seine Unterstützung für diese Schlüsselbranche. Auch der Bund und die EU müssten die heimische Chemieindustrie unterstützen statt behindern.

 

Aiwanger: „Unsere Chemieindustrie braucht endlich wieder verlässliche Rahmenbedingungen statt immer neuer Belastungen. Hohe Energiepreise, ideologische Vorgaben, internationale Wettbewerbsverzerrungen und eine schwache Industriekonjunktur setzen unsere Unternehmen massiv unter Druck. Ohne Chemieindustrie haben wir keine Werkstoffe, keine Medizinprodukte, keine Wohnungseinrichtung, keinen Treibstoff, kein Handy. Erst die Chemieindustrie ermöglicht unser heutiges Leben. Deshalb müssen wir heimische Chemie- und Industriestandorte unterstützen, anstatt sie ins Ausland zu vertreiben, wodurch wir abhängig werden. Bayern steht hinter der Chemieindustrie, wir unterstützen und fördern wo wir können. Auch die Startup-Szene entdeckt zunehmend die Chemieindustrie. Die Chemieindustrie ist nicht die alte langweilige Tante von gestern, sondern Chemie ist hochspannend und innovativ. So wollen wir die Zukunft auch unseres Wohlstands sichern!“

 

Das Bayerische Wirtschaftsministerium setzt sich maßgeblich für die Stärkung der bayerischen Chemieindustrie ein, etwa mit dem bundesweit ersten Eckpunktepapier für einen Industriestrompreis als Vorstoß an die Bundesregierung. Bayern fordert außerdem gegenüber der EU eine Chemikalienregulierung mit Augenmaß und hat sich mehrfach zum PFAS-Beschränkungsverfahren an Bund und EU gewandt.

 

Auf Initiative von Wirtschaftsminister Aiwanger haben sich im Januar 2026 das Bayerische Wirtschaftsministerium, die Bayerischen Chemieverbände (VCI Bayern) und die IG BCE in einer gemeinsamen Resolution zu sieben Sofortmaßnahmen für den Chemiestandort zusammengeschlossen. Die Forderungen dieser Resolution müssen nun im Zuge der Chemieagenda 2045 schnellstmöglich umgesetzt werden. 

 

Ansprechpartner: 

Korbinian Huber 

Stv. Pressesprecher 


Pressemitteilung-Nr. 242/26
Ansprechpartner
Prinzregentenstraße 28, 80538 München