MÜNCHEN Die bayerische Arbeitslosenquote lag im Mai 2026 bei 4,0 Prozent. Sie sank damit gegenüber April 2026 (4,1 Prozent) saisonbedingt um 0,1 Prozentpunkte.
„Die aktuellen Zahlen zeigen zwar eine saisonale Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt. Die Belebung fällt aber schwach aus, von einer echten Entspannung kann aber keine Rede sein. Wirtschaft und Bürger brauchen weitere Entlastung. Die Spritsteuersenkung muss über Juni hinaus verlängert werden, sonst haben wir im Sommer wahrscheinlich wieder Dieselpreise über 2 Euro, was wirtschaftlich Gift wäre. Bayerns Unternehmen leiden weiterhin unter hohen Energiepreisen, steigenden Kosten, zu viel Bürokratie und einer schwachen Nachfrage. Das belastet Investitionen und Beschäftigung“, so Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Gleichzeitig gehen die gemeldeten offenen Stellen im Vorjahresvergleich deutlich zurück. Viele Betriebe sind bei Neueinstellungen derzeit zurückhaltend.
Aiwanger verweist zugleich auf die strukturellen Herausforderungen am Arbeitsmarkt: „Bayern steht im Bundesvergleich weiterhin gut da. Gleichzeitig sehen wir aber deutlich, dass der Fachkräftemangel trotz höherer Arbeitslosigkeit bestehen bleibt.“ Besonders groß bleibe der Bedarf in sozialen und technischen Berufen sowie im Handwerk und in der Pflege. „Der Arbeitsmarkt steht weiterhin vor einem strukturellen Problem: Auf der einen Seite steigende Arbeitslosigkeit, auf der anderen Seite zahlreiche unbesetzte Stellen. Deshalb müssen wir die berufliche Bildung weiter stärken und junge Menschen frühzeitig für chancenreiche Ausbildungen und Praxiswege gewinnen“, erklärt der Minister.
Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung ergänzt Aiwanger: „Viele Bürger halten sich wegen hoher Preise und wachsender Unsicherheit beim Konsum zurück. Deshalb brauchen wir jetzt eine Wirtschaftspolitik, die den Mittelstand stärkt, Investitionen erleichtert und wieder Vertrauen schafft. Berlin muss jetzt endlich liefern, ständige Debatten um Steuererhöhungen sind kontraproduktiv!“
In den bayerischen Regierungsbezirken lagen die Arbeitslosenquoten im Mai zwischen 3,6 Prozent in Schwaben und 4,6 Prozent in Mittelfranken – und damit überall deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 6,3 Prozent.
Ansprechpartnerin:
Nicole Engelhart
Stellv. Pressesprecherin
Pressemitteilung-Nr. 239/26

