MÜNCHEN Bayern bleibt Vorreiter beim Ausbau der Solarenergie. Bei der Ausschreibung der Bundesnetzagentur für Photovoltaik-Freiflächenanlagen war der Freistaat mit Abstand am erfolgreichsten: 106 der insgesamt 268 Zuschläge gingen an Projekte in Bayern. Das entspricht rund 40 Prozent aller bezuschlagten Vorhaben und einer Leistung von 693 Megawatt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: "Diese starken Zahlen belegen: Bayern treibt die Erneuerbaren Energien konsequent voran. Jetzt muss der Speicherausbau Schritt halten, um Überschüsse nicht abregeln zu müssen. In den laufenden Gesetzgebungsverfahren gilt es, innovative Lösungen für die Synchronisierung des Ausbaus der erneuerbaren Energien mit dem Ausbau der Speicher und Stromnetze zu finden. Klar ist, die Stromerzeugung aus der Photovoltaik ist nicht nur nachhaltig, sondern auch besonders kostengünstig.“
Damit liegt Bayern weiterhin deutlich vor den anderen Bundesländern. Niedersachsen erhielt 33 Zuschläge mit 340 Megawatt, Baden-Württemberg 45 Zuschläge mit 333 Megawatt. Die durchschnittliche Vergütung liegt mit 4,94 ct/kWh weiterhin auf niedrigem Niveau, leicht unterhalb der Vorperiode
Die meisten Zuschläge wurden bundesweit an Photovoltaik-Projekte entlang von Autobahnen und Bahnstrecken vergeben. In diesem Segment wurden 123 Projekte mit einer Gesamtleistung von 1.026 Megawatt bezuschlagt. Weitere 73 Projekte mit 760 Megawatt entstehen in landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten, davon erhält Bayern 31 Zuschläge mit einer Gesamtleistung von 233 Megawatt.
Besondere Solaranlagen machten insgesamt knapp ein Fünftel des gesamten Zuschlagsvolumens aus. Hier wurden 59 Projekte mit insgesamt 439 Megawatt bezuschlagt – deutlich mehr als in der vorherigen Ausschreibungsrunde. Den größten Anteil daran hatten Agri-PV-Anlagen auf Ackerflächen mit 42 Projekten und 312 Megawatt. Hinzu kamen 13 Agri-PV-Anlagen auf Dauerkulturen mit 100 Megawatt sowie vier Agri-PV-Anlagen auf Grünland mit 27 Megawatt. Außerdem erhielten zwei schwimmende Photovoltaikanlagen mit zusammen 5 Megawatt einen Zuschlag.
Aiwanger: „Ob Zuckerrüben, Winterweizen oder Kleegras - mit der Agri-PV bleiben die Flächen bei den Landwirten. Dazu kommen die Stromerträge durch die Photovoltaik – eine echte Win-win-Situation. So geht Energiewende mit Landwirtschaft Hand in Hand.“ Dass nun auch zunehmend mehr Agri-PV-Anlagen in den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur bezuschlagt werden, sei erfreulich. „Der Bund ist nun gefordert, die Rahmenbedingungen für Agri-PV attraktiver auszugestalten. Die Maßnahmen des Solarpaket I sind in einem zukünftigen Rechtsrahmen zu berücksichtigen. Nur so kann der Hochlauf der Agri-PV langfristig sichergestellt werden.“
Gebotstermin für die Ausschreibung der Bundesnetzagentur war der 1. März 2026. Die Ausschreibung war mehr als zweifach überzeichnet. Die nächste Runde findet am 1. Juli 2026 statt.
Ansprechpartnerin:
Tanja Gabler
Stv. Pressesprecherin
Pressemitteilung-Nr. 266/26

