Handel

Der Handel gehört in Bayern mit rund 110.0001 Unter­nehmen, 302 Mill­iar­den Euro Umsatz und rund 711.0002 Beschäftigten zu den größten und dy­na­mischs­ten Branchen. Neben den Groß­un­ter­neh­men, ins­be­son­dere des Lebens­mittel­einzel­handels, sind es vor allem mit­tel­stän­di­sche Be­triebe, die hier ihre viel­fältigen Mög­lich­keiten nutzen.

Welche Branchen gehören zum Handel?

Die nach Mitarbeiter- und Unternehmensanzahl größte Teilbranche ist der Einzelhandel mit rund 381.000 Beschäftigten in 62.600 Un­ter­neh­men, die einen Umsatz von 101 Milliarden Euro generieren. Den mit Abstand größten Umsatz hat der Großhandel mit 158,5 Milliarden Euro und über 220.400 Beschäftigten in 26.889 Unter­neh­men. Schließlich folgt der Kfz-Handel mit rund 109.600 Be­schäf­tig­ten in 19.956 Un­ter­neh­men und einem Umsatz von 42,2 Milliarden Euro.

Wie entwickelt sich die Branche?

Besonders kennzeichnend für die Branche in Bayern ist, dass es nach wie vor zahlreiche mittelständische Unternehmen gibt, die sich gegen die Branchenriesen behaupten und erfolgreich Nischen besetzen. Insbesondere durch e-commerce und die damit zusammenhängenden technologischen Umwälzungen findet derzeit ein starker Strukturwandel statt, der den ohnehin oftmals harten Wettbewerb in der Branche weiter intensiviert.

Wie unterstützen wir den Handel?

Ziel bayerischer Wirtschaftspolitik ist es, den mittelständischen Handel in diesem Strukturwandel mit marktwirtschaftlich konformen Mitteln zu unterstützen und zu fördern. Der mittelständische Handel gehört beispielsweise zu den Hauptempfängern des bayerischen Mittelstandskreditprogramms. Daneben können insbesondere Investitionen des Großhandels auch aus Mitteln der Regional­förderung unterstützt werden.

Eine wichtige weitere Maßnahme ist die Förderung der Aus- und Weiterbildung in Handelsberufen bei der Akademie Handel, einem Tochterunternehmen der bayerischen Handelsverbände.

Über Wettbewerbe werden in Zusammenarbeit mit der Rid-Stiftung für den bayerischen Einzelhandel, den bayerischen Industrie- und Handelskammern und dem bayerischen Handelsverband innovative Handelsunternehmen prämiert. In Zusammenarbeit insbesondere mit dem bayerischen Handels­verband werden innovative Stadtmarketingkonzepte ausgezeichnet und bekannt gemacht.

Modellprojekt Digitale Einkaufsstadt Bayern - Ein Überblick

Kriterien zur Auswahl der drei Modellkommunen

  • Stadtgröße zwischen 10.000 und maximal 50.000 Einwohner (keine Landkreise)
  • Gemeinsame Bewerbung von Verwaltung, Politik, Händlergemeinschaft
  • Mitwirkungsbereitschaft vor Ort, freiwillige Selbstverpflichtung
  • Unterstützung des Projekts durch öffentliche und/oder private Partner
  • Ressourcenstruktur, eingeplante Zeit- und Finanzbudgets
  • Ideen zu innovativen Finanzierungsmöglichkeiten
  • Grad und Qualität der bisherigen Online-Aktivitäten
  • Spezifischer Handlungsdruck

Inhalte des Coachingprogramms für die Modellkommunen Coburg, Günzburg und Pfaffenhofen an der Ilm

Jede Modellkommune erhält von Oktober 2015 bis Oktober 2017 entsprechend ihrer spezifischen Strukturen vor Ort eine maßgeschneiderte digitale Strategie und professionelle Begleitung durch Expertenteams, die auch im Laufe des Prozesses an aktuelle Entwicklungen und Erfordernisse angepasst werden kann.

  • Bedarfsanalyse vor Ort
  • Maßgeschneiderte Strategie „Digitale Einkaufsstadt Modellkommune XY“
  • Entsprechendes Umsetzungscoaching durch externe Berater
  • Projektbegleitende Evaluation und Erfolgskontrolle
  • Organisierter Austausch der Modellkommunen sowie erweiterter Erfahrungsaustausch

Zwischenberichte und Endbericht

Um mit dem Modellprojekt eine hohe Breitenwirkung zu erzielen und möglichst viele Kommunen über die Erfahrungen der Modellkommunen zu informieren, werden drei Zwischenberichte in ca. halbjährlichen Abständen erstellt. Dort wird über die jeweiligen Projektfortschritte der drei Modellkommunen Coburg, Günzburg sowie Pfaffenhofen an der Ilm berichtet. Zum Projektende im Februar 2018 wird ein Endbericht veröffentlicht. Diese werden auf unserer Seite zum Download zur Verfügung stehen.

Publikationen zum Thema

Deckblatt - Einfach Online
Neu

29.11.2017  | Mittelstand & Handwerk

Einfach Online

Mit dem vorliegenden Leitfaden "Einfach Online" wollen wir Ihnen als mittelständischem Einzelhändler Tipps geben, wie Sie mit überschaubarem Aufwand erste Schritte ins World Wide Web unternehmen können und dabei Fehler vermeiden.

Stand: November 2017

Deckblatt - Gemeinsam online?

18.09.2015  | Mittelstand & Handwerk

Gemeinsam online?

Der stationäre Handel, Werbe- und Standortgemeinschaften sowie Stadt­marketing­organisationen suchen nach zukunftsfähigen Online-Strategien. Diese Studie analysiert die aktuelle Lage bayerischer Städte und zeigt Handlungs­optionen auf.

Stand: September 2015

Deckblatt - E-Commerce-Strategien für den mittelständischen Einzelhandel - Ausblick

17.08.2015  | Mittelstand & Handwerk  | Digitalisierung & Medien

E-Commerce-Strategien für den mittelständischen Einzelhandel - Ausblick

Die vorliegende Studie ist eine Bestandsaufnahme des E-Commerce. Sie gibt Einzelhändlern Hilfestellung bei der Wahl einer E-Commerce-Strategie, die sich stimmig in die Gesamtstrategie des Unternehmens einpasst.

Stand: August 2015

Publikation - Standardcover

18.12.2013  | Mittelstand & Handwerk

Struktur- und Marktdaten im Einzelhandel 2013

Die Studie gibt einen Überblick über die Leistungs­kennziffern des deutschen Einzelhandels gegliedert nach Sortimenten. Diese Kennziffern sind Grundlage für die landesplanerische Beurteilung von Einzelhandels­groß­projekten gemäß dem bayerischen Landes­entwicklungs­plan (LEP).

Stand: Dezember 2013

Deckblatt - Strukturvergleich Werbegemeinschaften in Bayern

Strukturvergleich Werbegemeinschaften in Bayern

Unternehmen in bayerischen Städten und Gemeinden schließen sich oftmals zu Werbegemeinschaften zusammen, um den gemeinsamen Standort zu optimieren und besser zu vermarkten. Die vorliegende Studie untersucht Aufgaben, Struktur und Finanzierung der bayerischen Werbegemeinschaften und leitet hieraus praxisnahe Handlungsempfehlungen ab.

Stand: Februar 2014

Deckblatt - 5 Jahre Stadtmarketingpreis

25.02.2014  | Mittelstand & Handwerk

5 Jahre Stadtmarketingpreis

Der Bayerische Stadtmarketing­preis hat sich seit 2005 als Leistungswettbewerb der bayerischen Städte etabliert. Die Festschrift zur fünften Ver­gabe informiert über Geschichte, Erfolge und Gewinner.

Stand: Februar 2014

Deckblatt - Innerstädtischer Verkehr und Handel in bayerischen Klein- und Mittelstädten

25.02.2014  | Mittelstand & Handwerk

Innerstädtischer Verkehr und Handel in bayerischen Klein- und Mittelstädten

Die Studie zeigt anhand von Best-Practice-Beispielen wie der innerstädtische Verkehr optimal gemanagt werden kann. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Innovationen, wie E-Bikes und der Nutzung von Mobiltelefonen zum Parken (Handyparken), Bezahlen oder Informieren.

Stand: Februar 2014

Deckblatt - Nahversorgung in Bayern

25.02.2014  | Mittelstand & Handwerk

Nahversorgung in Bayern

Die Broschüre informiert Kommunen über Bedeutung, aktuelle Situation und Alternativen der Nahversorgung im ländlichen Raum auch im Hinblick auf den demographischen Wandel.

Stand: Februar 2014

Deckblatt - Praxistipps zur Standortbelebung

15.09.2006  | Mittelstand & Handwerk

Praxistipps zur Standortbelebung

Die übersichtliche Zusammenstellung aktueller, erfolgreicher Projekte sowie übertragbarer Aktionen bayerischer Städte und Gemeinden aus der Standortbelebung liefert Ideen für Einzelhandel, Gastronomie, Kooperation, Nahversorgung und Flächenmanagement.

Stand: September 2006

1Anzahl der Unternehmen sowie Umsatzzahlen stammen – auch für die Teilbereiche Einzelhandel, Großhandel und KFZ-Handel -  aus dem statistischen Bericht der Umsatzsteuerstatistik 2015 des Bayerischen Landesamtes für Statistik.Die Umsatzsteuerstatistik weist alle Unternehmen nach, die einen Jahresumsatz von über 17.500 Euro erzielen und monatlich oder vierteljährlich Umsatzsteuer-Voranmeldungen in Bayern abzugeben haben. Erhebungsgrundlage bilden die jährlichen von der bayerischen Finanzverwaltung übermittelten Daten aus den Voranmeldungen der Umsatzsteuerpflichtigen.

2Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte laut der Bundesagentur für Arbeit zum Stichtag 30.06.2015.