Smart City Analytics Waldkirchen
Smart City Analytics Waldkirchen ist ein Pilotprojekt zur datengestützten Analyse von Besucherströmen in der Innenstadt. Mithilfe datenschutzkonformer Sensortechnologie und KI-gestützter Auswertungen wurden Frequenzen, Aufenthaltsdauer und Bewegungsmuster erfasst. Die Ergebnisse liefern fundierte Erkenntnisse zu Einzelhandel, Veranstaltungen und Standortqualitäten und zeigen konkrete Maßnahmen für die Innenstadtentwicklung auf.
Daten für eine lebendige Innenstadt

Der Handel ist eine tragende Säule der bayerischen Wirtschaft und prägt das Gesicht unserer Innenstädte. Doch Fachkräftemangel, Online-Konkurrenz und zunehmende Leerstände stellen viele Kommunen vor große Herausforderungen.
Um diesen Trends effektiv zu begegnen, sind verlässliche Daten über Besucherströme, Aufenthaltsmuster und Kundenverhalten innerhalb der Stadt unverzichtbar. Klassische Planungsinstrumente allein reichen oft nicht mehr aus.
Smart City Analytics Waldkirchen ist ein vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, dem Handelsverband Bayern sowie der Günther Rid Stiftung gefördertes Pilotprojekt, das genau hier ansetzt.
Von Januar 2024 bis Oktober 2025 wurden in Waldkirchen moderne, datenschutzkonforme Technologien eingesetzt, um Besucherströme in der Innenstadt systematisch zu analysieren. Mit dieser einzigartigen Methode konnte untersucht werden, wo Besucher innerhalb der Stadt starten, welche Wege sie nehmen, wo sie verweilen und welche Orte miteinander verbunden sind.
Wie wurde das Projekt umgesetzt?
In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Waldkirchen, der CIMA Beratung + Management GmbH (Projektleitung) sowie der Ariadne Maps GmbH (Technologiepartner) wurde ein Messsystem installiert, das anonym Frequenzen, Aufenthaltsdauer und Bewegungsströme erfasst. Die eingesetzte Sensortechnologie in Kombination mit KI-gestützten Analysen ermöglichte erstmals ein datenschutzkonformes Gesamtbild der innerstädtischen Besucherströme: Erfasst wurde nicht nur die Anzahl der Besucher, sondern auch ihre Wege, Aufenthaltsorte und Verknüpfungen zwischen Haupt- und Nebenlagen, Schulen, Freizeiteinrichtungen, Veranstaltungen und Einzelhandel.
Die im Dashboard gebündelten Auswertungen lieferten fundierte Lage- und Zeitreihenanalysen und machen Aufenthaltsdauer, Kopplungseffekte sowie Veranstaltungswirkungen präzise messbar.
Ableitung praxisorientierter Maßnahmen
Auf Basis der Daten wird unter anderem empfohlen:
- Gezielte Ansiedlungsinitiativen für Einzelhandel und Gastronomie in Leerständen.
- Die Belebung besucherschwacher Zeiten (z. B. Samstagnachmittag) durch flexible Öffnungszeiten und innovative Formate wie Late-Night-Shopping.
- Eine strategische Weiterentwicklung des Veranstaltungsmanagements, bei der Großveranstaltungen gezielt durch kleinere Formate in Nebenlagen ergänzt werden.
- Verbesserte Anbindung touristischer Anziehungspunkte an die Innenstadt.
Alle Ergebnisse, Analysen und Handlungsempfehlungen können Sie in der Projektdokumentation „Smart City Analytics Waldkirchen – Abschlussdokumentation“ nachlesen.
Smart City Analytics Waldkirchen: Abschlussdokumentation
Fragen & Antworten zum Pilotprojekt "Smart City Analytics Waldkirchen"
Innenstädte stehen vor großen Veränderungen: verändertes Konsumverhalten, zunehmender Online-Handel und Leerstände stellen Handel, Gastronomie und Stadtmarketing vor neue Herausforderungen.
Um darauf reagieren zu können, brauchen Kommunen ein besseres Verständnis dafür, wie Menschen ihre Innenstadt tatsächlich nutzen. Die Analyse von Besucherströmen zeigt beispielsweise, welche Bereiche besonders stark frequentiert sind, welche Wege Besucher nehmen oder wo Aufenthaltsorte entstehen.
Diese Erkenntnisse helfen Kommunen, der Wirtschaftsförderung sowie dem Stadtmarketing dabei, Veranstaltungen gezielter zu planen, schwächere Lagen zu stärken oder Angebote besser miteinander zu verknüpfen.
Im Rahmen des Projekts wurden an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet Sensoren installiert, die anonym Bewegungsdaten im öffentlichen Raum erfassen. Aus diesen Daten lassen sich unter anderem Besucherfrequenzen, Aufenthaltsdauern und Bewegungsrichtungen ableiten.
Durch mehrere Messpunkte entsteht ein zusammenhängendes Bild der innerstädtischen Dynamik: Es wird sichtbar, wo Besucher ihre Wege beginnen, welche Routen sie nutzen und welche Orte miteinander verbunden sind.
Die Daten werden anschließend in einem Dashboard aufbereitet und ermöglichen zeitliche sowie räumliche Auswertungen, beispielsweise zu Veranstaltungen, Tageszeiten oder einzelnen Stadtbereichen.
Klassische Passantenzählungen erfassen in der Regel nur, wie viele Menschen einen bestimmten Punkt passieren. Sie liefern also eine Momentaufnahme an einzelnen Standorten.
Smart City Analytics geht einen entscheidenden Schritt weiter: Durch mehrere Messpunkte in der Stadt können zusammenhängende Besucherströme und Bewegungsmuster analysiert werden. Dadurch wird sichtbar, wo Besucher ihre Wege beginnen, welche Routen sie nehmen, wie lange sie bleiben und welche Orte miteinander verbunden sind.
So entsteht ein deutlich umfassenderes Bild der innerstädtischen Dynamik als mit einer reinen Zählung an einzelnen Punkten.
Die Datenerhebung erfolgt vollständig anonym und ohne Verarbeitung personenbezogener Informationen. Es werden keine Bilder oder individuelle Gerätekennungen gespeichert.
Erfasst werden ausschließlich statistische Bewegungsmuster im öffentlichen Raum. Diese erlauben Aussagen über Besucherfrequenzen oder Bewegungsrichtungen, lassen jedoch keine Rückschlüsse auf einzelne Personen zu.
Die Datenerhebung orientiert sich an den geltenden Datenschutzbestimmungen und wurde im Projekt entsprechend geprüft.
Smart City Analytics liefert erstmals ein zusammenhängendes Bild darüber, wie Menschen eine Stadt tatsächlich nutzen. Sichtbar werden nicht nur Besucherzahlen, sondern auch Bewegungsströme, Aufenthaltsdauer, Verbindungen zwischen verschiedenen Orten sowie zeitliche Muster im Tages-, Wochen- oder Jahresverlauf.
Diese Erkenntnisse helfen Kommunen, der Wirtschaftsförderung sowie dem Stadtmarketing dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen: etwa bei der Planung von Veranstaltungen, der Entwicklung von Innenstadtlagen, der Ansiedlung neuer Nutzungen oder der Verbesserung der Wegeführung zwischen wichtigen Standorten.
Die Daten können außerdem zeigen, welche Maßnahmen besonders gut funktionieren und wo noch Potenzial besteht, etwa zur Belebung von Nebenlagen oder zur besseren Verknüpfung von Freizeitangeboten, Einzelhandel und Tourismus.
Wirtschaftliche Lage der bayerischen Innenstädte
Lesen Sie hier die Ergebnisse der Umfrage aus dem Jahr 2025 zur wirtschaftlichen Lage der bayerischen Innenstädte.





