Erneuerbare Energien

Die Energiewende in Bayern kommt gut voran. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung hat 2017 über 44 Prozent erreicht und sich somit seit 2010 um mehr als 2/3 erhöht.

Mit der hohen Anzahl an Sonnenstunden pro Jahr und vielen Photovoltaik-Dachanlagen ist Bayern in Deutschland führend beim Einsatz der Photovoltaik. Auch bei der Nutzung der Wasserkraft und bei der Geothermie ist Bayern führend in Deutschland. Bei der Stromerzeugung aus Bioenergie erreicht Bayern Rang 2 unter den Ländern. Wir werden uns auf dem Erreichten nicht ausruhen, sondern den Ausbau der erneuerbaren Energien auf allen Ebenen weiter vorantreiben.

Bis 2025 wollen wir ihren Anteil an der Bruttostromerzeugung auf rund 70 Prozent steigern. Für den Anteil der erneuerbaren Energien am End­energieverbrauch wird ein Wert von 20 Prozent im Jahr 2025 angestrebt.

Dabei muss der weitere Ausbau bedarfsgerecht erfolgen. Dazu muss neben den quantitativen Zielen verstärkt die Qualität bei der Strom­­erzeugung in den Vordergrund rücken. Auch erneuerbare Energien müssen zunehmend Systemverantwortung übernehmen. Sie müssen dann zur Verfügung stehen, wenn sie gebraucht werden.

Zudem wird der Erfolg beim Ausbau der erneuerbaren Energien künftig stärker an einer besseren Markt- und Systemintegration gemessen werden. Mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahr 2014 wurde ein erster Schritt in diese Richtung unternommen. Seit Januar 2017 wird die Anlagenförderung zudem von Ausschreibungen bestimmt – wer am wenigsten Förderung benötigt, bekommt den Zuschlag. Dies führte bereits zu stark sinkenden Vergütungen. Auch bei der weiteren Aus­gestaltung des EEG wird sich Bayern aktiv beteiligen und hat in einem Gutachten der BET GmbH, Aachen PDF (881 KB), die Aus­gestaltungsmöglichkeiten der künftigen Förderung der Strom­erzeugung aus Erneuerbare-Energien-Anlagen analysieren und energiewirtschaftlich bewertet lassen.

Die bundespolitischen Rahmenbedingungen, die im Wesentlichen durch das EEG festgelegt werden, müssen faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den einzelnen Regionen sicherstellen. Um den Übertragungs­bedarf in den Süden nicht zusätzlich zu erhöhen und die Akzeptanz der Energiewende zu erhalten, ist eine regionale Steuerung unerlässlich. Bayern legt zudem größten Wert auf Anbietervielfalt durch eine Beteiligung von Kommunen und Bürgern.