
C.A.R.M.E.N. e.V.
Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien
C.A.R.M.E.N. e.V., das Centrale Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk, wurde 1992 gegründet und fungiert als bayerische Koordinierungsstelle für Nachwachsende Rohstoffe, Erneuerbare Energien und nachhaltige Ressourcennutzung. Mit über 100 Mitgliedern verfolgt der Verein das Ziel, Informationen zu bündeln und neutrale, kostenfreie Beratung für Interessengruppen anzubieten.
Das Angebot von C.A.R.M.E.N. umfasst ein breites Spektrum an Dienstleistungen: Neben der Organisation von Informationsveranstaltungen, Workshops und Fachgesprächen engagiert sich der Verein in Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Beratung und Projektbegleitung sowie der Bewertung von Wirtschaftlichkeit und Effizienz.
Darüber hinaus bietet C.A.R.M.E.N. umfassende Informationsquellen, wie aktuelle Branchenverzeichnisse und Veranstaltungshinweise. Ergänzt wird dies durch Messebeteiligungen, Ausstellungen und Exkursionen, die praxisnahe Einblicke ermöglichen.
C.A.R.M.E.N. e.V. trägt aktiv zur Unterstützung der Umwelt-, Agrar- und Wirtschaftspolitik bei und arbeitet in relevanten Verbänden und Gremien auf Bundes- und EU-Ebene mit. Weiter erstellt die Organisation Gutachten für Behörden, Institutionen und Unternehmen und entwickelt Screenings zu den Einsatzmöglichkeiten von Erneuerbaren Energien für Kommunen. Die Aktivitäten von C.A.R.M.E.N. gehen dabei längst über Bayern hinaus und setzen Impulse auf nationaler und internationaler Ebene.


Warum Netzwerke wirken
„Die Transformation erfordert Veränderung in allen Bereichen und gerade die Nutzung erneuerbarer und nachwachsender Rohstoffe stellt für viele Unternehmen eine große Herausforderung dar. Oft sind neue, innovative Technologien von Nöten. Hier können die Cluster und C.A.R.M.E.N. als Partnernetzwerk sehr gut zusammenarbeiten. Denn die Nutzung nachwachsender Rohstoffe ist Teil unserer DNA. Zusammen mit anderen Clustern versuchen wir die Verfahren, die für die Nutzung nachwachsender Rohstoffe gebraucht werden, voranzutreiben und die hier notwendigen Technologien darzustellen.“
Nico Arbeck, Leitung Stoffliche Nutzung
Best Practice: Rückenwind für Windenergie
C.A.R.M.E.N. e. V. – ein Partnernetzwerk der bayerischen Cluster – unterstützt die Girnghuber GmbH dabei, in der Bevölkerung Akzeptanz für ein Windrad zu erhalten. Ein entscheidender Schritt zur langfristigen Sicherung des energieintensiven Unternehmensstandortes in Marklkofen.
Für mittelständische Betriebe ist verlässliche und bezahlbare Energie ein zentraler Wettbewerbsfaktor. Dabei stehen energieintensive Industrieunternehmen heutzutage vor der Aufgabe, ihre Energieversorgung klimafreundlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich akzeptiert zu gestalten.
Die bayerische Girnghuber GmbH (GIMA), ein traditionsreicher Ziegelhersteller aus Marklkofen in Niederbayern, hatte ihr Photovoltaik-Potenzial bereits ausgeschöpft. Ergänzend sollte deswegen eine Windkraftanlage einen Großteil des Strombedarfs decken. Widerstand in Teilen der Bevölkerung führte jedoch zu einer Bürgerinitiative und einem Bürgerentscheid, der das Projekt gefährdete.
Durch eine faktenbasierte, neutrale Informations-Arbeit vor Ort unterstützte C.A.R.M.E.N. e. V. – Koordinierungsstelle für nachhaltige Ressourcennutzung und ein wichtiger Partner der bayerischen Cluster im Bereich Nachhaltigkeit – den Akzeptanzprozess des Windkraftprojekts. Der Verein war bei allen vier Informationsveranstaltungen, die von GIMA und der Gemeinde organisiert wurden, eng eingebunden. Ziel war es, den Bürgerinnen und Bürgern eine sachliche und transparente Einordnung zur Windenergie zu ermöglichen. Ergänzend vermittelte C.A.R.M.E.N. e. V. qualifizierte Fachreferenten aus seinem Netzwerk für Vorträge und Diskussionsformate und trug so zu einer offenen, konstruktiven Debatte bei.
Der Einsatz hat sich ausgezahlt: Beim Bürgerentscheid am 13.10.2024 sprachen sich 75 % der Abstimmenden in der Gemeinde Marklkofen für den Bau der Windkraftanlage aus. Dadurch wird der Standort von GIMA mit über 330 Mitarbeitenden langfristig gesichert.
Auch die Kommune profitiert mehrfach: durch stabile Gewerbesteuereinnahmen sowie durch die Nutzung der Abwärme aus den Öfen des Unternehmens, die künftig in die kommunale Wärmeplanung eingebunden wird.
Das Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie zielgerichtete Netzwerkarbeit entscheidend zum Erfolg von Transformationsprojekten beitragen kann.
Den vollständigen Best-Practice-Case der Girnghuber GmbH können Sie hier herunterladen.

„Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung von C.A.R.M.E.N. e. V. bei Zukunftsenergie Marklkofen. Dank faktenbasierter, sachlicher Informationen und positiver Kommunikation konnte die Akzeptanz für unsere Windkraftanlage erheblich gesteigert werden. Zudem profitierten wir vom starken Netzwerk in Wissenschaft und Praxis.“

Weitere News und Veranstaltungen aus dem Netzwerk finden Sie hier.
Kontakt

Kontaktieren Sie uns!
Sie möchten von einer Zusammenarbeit im Netzwerk profitieren? Dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht – gerne auch direkt an die Netzwerkleitung.
Personen im Netzwerk






