Demografischer Wandel

Die demografische Entwicklung stellt eine der großen politischen Heraus­forderung dar. Geringere Geburtenzahlen und steigende Lebenserwartung erhöhen das Durchschnittsalter in den nächsten 20 Jahren deutlich. Ins­gesamt wird in Bayern dank der Zuwanderung die Bevölkerung zwar nicht schrumpfen. In einigen Regionen die schon heute unter Bevölkerungs­verlusten leiden, wird sich der Trend aber weiter verschärfen.

Diesen Regionen bietet die Bayerische Staatsregierung gezielt Flanken­schutz mit dem Aktionsplan demografischer Wandel PDF (753 KB). Insgesamt 1,3 Milliarden Euro stehen dafür bis 2016 zur Verfügung. Zum einen werden durch attraktive Rahmenbedingungen Investitionen, Inno­vationen und damit Arbeitsplätze zu den Menschen in den ländlichen Räumen gebracht. Denn ökonomisch erfolgreiche Regionen können ihre Einwohner halten und ziehen Zuwanderer an. Zum anderen will der Freistaat auch für Kommunen mit schrumpfender Bevölkerung ein ausreichendes Angebot, etwa im öffentlichen Nahverkehr, bei Kultur und Gesundheit, sicherstellen.

Mit dem Aktionsplan demografischer Wandel hat die Staatsregierung die Regionalförderung aufgestockt, fördert den Ausbau touristischer Infra­struktur in allen Landesteilen und stärkt gezielt das Innovations­potenzial in ganz Bayern. Das Bayerische Wirtschaftsministerium unterstützt die Regionen beim Ausbau und der Sicherung attraktiver Arbeitsplätze, um so allen Landesteilen trotz des demografischen Wandels eine positive Entwicklung zu ermöglichen.

Regionale Wirtschaftsförderung

Die Mittel für die regionale Wirtschaftsförderung wurden auf ein neues Rekordniveau von jährlich 140 Millionen Euro aufgestockt. Damit können die Höchstfördersätze in den demografischen Vorranggebieten besser ausgeschöpft und die Mindestinvestitionssumme kann von 250.000 Euro auf 200.000 Euro abgesenkt werden. 2012 konnten in den drei nord-ostbayerischen Regierungsbezirken Niederbayern, Oberpfalz und Oberfranken mit Zuwendungen in Höhe von über 167 Millionen Euro Investitionen in Höhe von 1,12 Milliarden Euro realisiert werden. Das sicherte mehr als 25.700 bestehende Arbeitsplätze und schaffte über 1.800 neue Stellen.

Investitionen in innovative Forschungseinrichtungen im ländlichen Raum

Für mehr Innovationskraft werden hohe Millionenbeträge in den Ausbau von außeruniversitären Forschungseinrichtungen gerade in ländlichen Räumen investiert, wie etwa das Fraunhoferzentrum Energiespeicherung CES in Straubing und Sulzbach-Rosenberg, die Fraunhofer-Anwendungszentren in Aschaffenburg, Deggendorf und Coburg, das Europäische Zentrum zum Dispergieren von (Kunststoff-) Werkstoffsystemen in Wunsiedel oder das Fraunhofer Tagungs- und Veranstaltungszentrum im Kloster Benedikt­beuern. Außerdem wurde das erfolgreiche Programm der Innovations­gutscheine für kleine und mittelständische Betriebe bis 2014 verlängert. Bis Ende 2012 wurden bereits für insgesamt 1.486 Gutscheine rund 12 Millionen Euro ausgegeben.