Staatspreis für bayerische Kreativorte

Kreativität braucht inspirierende Orte zum Arbeiten, zur Kommunikation und Interaktion. Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat daher den Staatspreis für bayerische Kreativorte ausgelobt, um Orte zu prämieren, in denen sich Kultur- und Kreativschaffende treffen, schöpferisch tätig sind, (wirtschaftlich) zusammenarbeiten, Veranstaltungen für die Branche durchführen oder Räumlichkeiten hierfür zur Verfügung stellen.

Die Auswahl der prämierten Orte soll verdeutlichen, dass die bayerische Kultur- und Kreativwirtschaft sowohl in Metropolregionen als auch in Kleinstädten und im ländlichen Raum von großer Bedeutung ist – schließlich leisten Kreativorte einen wichtigen Beitrag zur (Wieder-) Belebung der Ortszentren, zur Aufwertung der Quartiere und zur Stärkung des ländlichen Raums.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine sehr heterogene Branche und setzt sich aus elf Teilmärkten zusammen, wie z. B. der Designwirtschaft, dem Architektur-, Musik-, und Kunstmarkt oder dem Markt für Darstellende Künste.

Für den Staatspreis können sich beispielsweise Galerien, Veranstaltungs- und Musikagenturen, kreative Coworking Spaces, aber auch Gastronomen, die in ihrem Lokal ein kuratiertes Veranstaltungsprogramm anbieten, bewerben.

Interessierte können sich auf der Website des Staatspreis für bayerische Kreativorte bis zum 31. März 2022 online bewerben.

Drei Preise mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 30.000 Euro sind zu vergeben.

Im Juni 2022 werden die Preisträger des 1. Staatspreises für bayerische Kreativorte vorgestellt und im Rahmen einer feierlichen Verleihung ausgezeichnet.

Folgende Voraussetzungen sollte ein „Kreativort“ erfüllen:

  • Der Ort befindet sich in Bayern.
  • Der Ort bietet eine Infrastruktur, die als Basis kultur- und kreativwirtschaftlichen Schaffens dienen kann.
  • Der Ort ist Impulsgeber für die Unternehmen der lokalen Kultur- und Kreativwirtschaft.
  • Der Ort leistet einen Beitrag zur (Wieder-)Belebung der Ortszentren, zur Aufwertung der Quartiere und/oder zur Stärkung des ländlichen Raums.
  • Der Ort ist grundsätzlich öffentlich zugänglich. (Es ist zulässig, wenn die Notwendigkeit einer Mitgliedschaft besteht, wenn diese jedem offensteht, der relevante Kriterien erfüllt (z. B. Zugehörigkeit zur Kultur- und Kreativwirtschaft). Firmeninterne Orte sind jedoch ausgeschlossen.)
  • Der Ort kann sowohl feststehend als auch flüchtig (temporär/mobil) sein, sofern das Flüchtige erkennbar Teil eines strukturierten Konzepts ist.
  • Vorschlagsberechtigt sind ebenfalls Drittbewerbende, wenn die Bewerbung nachträglich von den Kreativortbetreibenden bestätigt wird. Ausgezeichnet wird immer der Kreativort selbst.

Der Staatspreis für bayerische Kreativorte wird von bayern kreativ – Das Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft (BZKK) im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums betreut.