DORFEN Beim Spatenstich für das neue YEXIO-Edge-Rechenzentrum in Dorfen hat Bayerns Wirtschaftsminister die Bedeutung leistungsfähiger Rechenzentren für die Zukunftsfähigkeit des Freistaats betont: „Leistungsfähige Rechenzentren sind das Rückgrat für die Digitalisierung von Wirtschaft, Gesellschaft und öffentlicher Daseinsvorsorge. Ohne sie gibt es keine Cloud, keine Künstliche Intelligenz und keine Industrie 4.0. Sie sind die Infrastruktur der Zukunft. Was früher die Bahnhöfe, die Brücken und Straßen waren, ist heute die digitale Infrastruktur."
„Mit dem YEXIO-Rechenzentrum in Dorfen setzen wir ein starkes Signal: Diese Infrastruktur der Zukunft gehört nicht nur in Metropolen, sondern auch in den ländlichen Raum. Hier sitzen die Wärmeabnehmer – und hier kann die entstehende Abwärme sinnvoll zum Heizen von Häusern genutzt werden. Das Projekt stärkt unsere Unternehmen vor Ort, erhöht die digitale Souveränität und sichert Wettbewerbsfähigkeit sowie Wertschöpfung in Bayern“, so Aiwanger weiter.
Das Rechenzentrum entsteht unter der Projektgesellschaft YEXIO der HOCHTIEF Data Center Partner GmbH, einem Spin-off der HOCHTIEF PPP Solutions GmbH. In Dorfen entsteht ein modularer Holzbau (ca. 30 × 40 Meter, 12 Meter hoch) mit zunächst rund 2 Megawatt IT-Leistung, bei steigendem Bedarf erweiterbar auf 4 Megawatt. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2027 geplant. Das Rechenzentrum ist besonders energieeffizient: Nur rund 10 Prozent der eingesetzten Energie sollen für Kühlung und Gebäudetechnik benötigt werden. Die bei der Flüssigkeitskühlung entstehende Abwärme wird in Kooperation mit den Stadtwerken Dorfen in das örtliche Fernwärmenetz eingespeist.
Bernd Holtwick, Geschäftsleitung HOCHTIEF PPP Solutions: „Digitale Souveränität entsteht dort, wo leistungsfähige Infrastruktur regional verfügbar ist. Mit dem YEXIO-Rechenzentrum in Dorfen schaffen wir einen dezentralen Knotenpunkt, der Unternehmen und der öffentlichen Hand sichere und skalierbare Rechenleistung bietet – nah an den Nutzern und unabhängig von zentralen Großstandorten.“
Bayern ist mit rund 420 Megawatt installierter IT-Leistung derzeit der zweitgrößte Rechenzentrumsstandort in Deutschland. Mit dem Bayerischen Aktionsplan für Rechenzentren unterstützt das Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie den weiteren Ausbau – unter anderem mit der „Kontaktstelle Datacenter Bayern“ bei Invest in Bavaria sowie staatlichen Koordinierungsstellen für Netzanschlüsse zur Beschleunigung von Verfahren.
Ansprechpartnerin:
Nicole Engelhart
Stellv. Pressesprecherin
Pressemitteilung-Nr. 82/26



