MÜNCHEN – Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat sich mit Nachdruck gegen eine Stilllegung oder Gefährdung der Betriebssicherheit bayerischer Erdgasspeicher ausgesprochen.
Aiwanger: „Die Versorgung in diesem Winter ist gesichert. Dennoch müssen wir bereits jetzt mit Nachdruck daran arbeiten, uns auf den nächsten Winter vorzubereiten. Dafür brauchen wir gut gefüllte und funktionstüchtige Erdgasspeicher – im Norden wie im Süden Deutschlands. Eine Stilllegung des bayerischen Speichers Breitbrunn nahe des Chiemsees, wie sie Uniper bei der Bundesnetzagentur für 2027 beantragt hat, lehne ich entschieden ab.“
Der Energieminister sprach sich zudem gegen die beim Bergamt Südbayern beantragte Entnahme des sogenannten Kissengases in Breitbrunn aus. Dieses Restgas sorgt für den notwendigen Mindestdruck im Speicher und verhindert irreparable Schäden durch möglichen Wassereintritt. „Wir werden bergrechtlich verhindern, dass der Speicher durch eine vollständige Entleerung beschädigt oder zerstört wird. Eine sichere Versorgung für Wirtschaft und Bevölkerung ist nicht verhandelbar und von zentraler Bedeutung“, betonte Aiwanger.
Zugleich forderte Aiwanger vom Bund eine nationale Strategie für eine verlässliche Gasversorgung: „Ich bin überzeugt, dass wir eine nationale Gasreserve brauchen – vergleichbar mit der strategischen Mineralölreserve. Darüber hinaus benötigen wir marktwirtschaftliche Mechanismen, die es für Speicherbetreiber attraktiver machen, in den Sommermonaten Erdgas einzuspeichern und es im Winter – bis auf eine Reserve – wieder auszuspeichern.“
Ansprechpartner:
Jürgen Marks
Leiter Pressereferat
Pressemitteilung-Nr. 99/26

