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Gotthardt: "Wenn wir Arbeitsplätze sichern wollen, müssen alle an einem Strang ziehen: Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Politik und auch die Banken"

MÜNCHEN Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt hat sich mit Rico Irmischer, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Regensburg, über die wirtschaftliche Lage in Bayern und insbesondere in der Oberpfalz ausgetauscht. Das Gespräch fand in offener und vertrauensvoller Atmosphäre statt.

 

Für Gotthardt steht fest: "Die Oberpfalz hat eine starke industrielle Basis und damit gute Voraussetzungen für die Zukunft. Unsere Unternehmen in der Oberpfalz sind leistungsstark und innovativ. Die industrielle Substanz ist hier deutlich stärker als in vielen anderen Regionen Deutschlands. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sichern sie Arbeitsplätze für zehntausende Menschen.“

 

Die Zahlen unterstreichen diese Stärke: 2024 arbeiteten in 836 Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes 145.229 Beschäftigte. Sie erwirtschafteten einen Jahresumsatz von 50,3 Milliarden Euro bei einer Exportquote von 54,2 Prozent. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent im Februar liegt die Oberpfalz nahe an der Vollbeschäftigung. Auch langfristig zeigt sich die wirtschaftliche Dynamik der Region: Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von 2013 bis 2023 um 52,0 Prozent – stärker als in Bayern insgesamt (+48,8 Prozent) und deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt (+46,6 Prozent).

 

Gleichzeitig verschärft sich der Druck auf viele Betriebe. „Unsere Unternehmen kämpfen mit steigenden Kosten, harter internationaler Konkurrenz und zu viel Bürokratie“, betonte Gotthardt. „Gerade jetzt gilt: Wir lassen unsere Industrie nicht allein. Bayern setzt sein gesamtes Instrumentarium der Wirtschaftsförderung ein.“ Dazu zählen die Hightech Agenda Bayern, der Transformationsfonds sowie die Regionalförderung. Ergänzt werden diese Programme durch eine Qualifizierungsoffensive und Finanzierungshilfen der LfA Förderbank Bayern.

 

Für Gotthardt ist klar: „Wenn wir Arbeitsplätze sichern wollen, müssen alle an einem Strang ziehen: Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Politik und auch die Banken.“ Der Staatssekretär dankte Irmischer für den konstruktiven Austausch und die verantwortungsvolle Rolle der Gewerkschaft. Ziel müsse es sein, Standortschließungen oder Verlagerungen zu verhindern und gemeinsam Perspektiven für Industriearbeitsplätze zu schaffen.

 

Weitere Themen des Gesprächs waren der Fachkräftemangel, das Tariftreuegesetz, Chancen in der Robotikbranche sowie der Ausbau von Azubi-Wohnheimen. Beide Seiten vereinbarten, den Dialog fortzusetzen.

 

Ansprechpartnerin:

Dr. Aneta Ufert

Stellv. Pressesprecherin


Pressemitteilung-Nr. 98/26
Ansprechpartner
Prinzregentenstraße 28, 80538 München