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Aiwanger: "Die Glasindustrie gehört zu Bayern. Wir wollen, dass die Industrie hier auch weiterhin wirtschaftlich produzieren kann"

ZWIESEL  Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat sich im Gespräch mit der Zwiesel Fortessa AG und der Riedel-Spiegelau-Nachtmann-Gruppe über die aktuelle Lage der Glasbranche informiert. Im Mittelpunkt des Austauschs standen steigende Energie- und Bürokratiekosten sowie der zunehmende internationale Wettbewerbsdruck. Aiwanger: „Die Glasindustrie gehört zu den traditionsreichsten Industriezweigen in Bayern. Die Produkte der beiden Weltmarktführer sind international bekannt und werden für ihre Qualität geschätzt. Allerdings brauchen gerade solche energieintensive Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen. Wenn Energie schon ein Fünftel des Produktpreises ausmacht und Bürokratie auf unsinnigste Weise zusätzlich teure Arbeit schafft, verlieren unsere Betriebe massiv an Wettbewerbsfähigkeit. Unser Ziel muss sein, dass Produktion, Wertschöpfung und Arbeitsplätze auch langfristig in Bayern bleiben. Dafür müssen sich auch manche Behörden einsetzen, anstatt Firmen ständig Sand ins Getriebe zu streuen."

Die Glasbranche zählt zu den energieintensiven Industrien und steht derzeit unter erheblichem Druck. Während Glasprodukte aus asiatischen Märkten zunehmend günstiger werden, steigen in Deutschland die Kosten für Energie, Arbeit und Regulierung. Hinzu kommen umfangreiche Berichtspflichten und immer neue gesetzliche Vorgaben etwa im Umwelt- und Lieferkettenbereich. Viele Unternehmen sehen dadurch Investitionen zunehmend erschwert.

„Die Glasindustrie steht voll hinter den nachhaltigen Entwicklungszielen. Wir sträuben uns auch nicht gegen Regulierung. Sie muss aber praktikabel bleiben, damit Unternehmen Planungssicherheit haben und wir weiterhin in unsere Standorte und neue Technologien investieren können“, sagte Prof. Dr. Andreas Buske, Eigentümer und Vorstand der Zwiesel Fortessa AG.

Aiwanger kündigte an, die Anliegen der Branche weiter in die politischen Diskussionen einzubringen. „Wir müssen den Unternehmen zunächst die Probleme ersparen, die vermeidbar sind. Es ärgert mich immer wieder wenn ich höre dass lokale Behörden den Firmen unnötig das Leben schwer machen. Überregional müssen wir Bürokratie abbauen, Berichtspflichten bündeln und Unternehmen mehr Planungssicherheit geben. Gerade energieintensive Industrien brauchen langfristig wettbewerbsfähige Energie- und Regulierungsbedingungen, damit sie auch künftig erfolgreich am Standort Deutschland investieren und produzieren können“, so der Minister. Zusätzlich unterstützt das Wirtschaftsministerium die Branche etwa mit dem bayernweiten Netzwerk Glas 2.0, dem Faszinosum Glas Zwiesel sowie einem im Sommer stattfindenden Glasgipfel.

Ansprechpartner:
Bastian Brummer
Stellv. Pressesprecher


Pressemitteilung-Nr. 97/26
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Prinzregentenstraße 28, 80538 München