MÜNCHEN Die bayerische Arbeitslosenquote lag im Januar 2026 bei 4,4 Prozent. Sie stieg damit gegenüber Dezember 2025 (4,0 Prozent) saisonbedingt um 0,4 Prozentpunkte an. Trotz des winterlichen Anstiegs bleibt Bayern weiterhin das Bundesland mit der niedrigsten Arbeitslosenquote in Deutschland. Aber Konjunkturflaute und strukturelle Herausforderungen belasten den Arbeitsmarkt.
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betont: „Wir brauchen jetzt entschlossene Reformen statt endloser Diskussionen. Zu hohe Energiepreise, die CO2-Bepreisung, zu hohe Steuern und ideologische sowie bürokratische Vorgaben ruinieren die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Die Bundesregierung muss leistungs- und wirtschaftsfreundlicher werden. Die Erbschaftssteuer muss abgeschafft statt ausgeweitet werden, Unternehmenssteuern runter auf 25 Prozent. Wir brauchen weniger Bürokratie im Arbeitsrecht anstatt ein Tariftreuegesetz, mehr Flexibilität im Arbeitseinsatz, zum Beispiel durch eine Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes. Die starre tägliche Höchstarbeitszeit muss durch eine wöchentliche Höchstgrenze von 48 Stunden ersetzt werden. Mehr zu arbeiten, muss sich natürlich finanziell lohnen. Die Abgabenlast muss sinken. Zugleich soll die Produktivität des Einzelnen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz steigen. Das ist der richtige Weg, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Bundesregierung muss jetzt liefern.“
In den bayerischen Regierungsbezirken lagen die Arbeitslosenquoten im Januar zwischen 3,9 Prozent in Schwaben und 5,0 Prozent in Mittelfranken. Schwaben ist damit erneut Spitzenreiter im bayerischen Regierungsbezirkevergleich. In der Oberpfalz und in Unterfranken lag die Quote jeweils bei 4,3 Prozent und damit unter dem bayerischen Durchschnitt von 4,4 Prozent. In Oberbayern stieg die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent. In Niederbayern wurde im Januar eine Quote von 4,7 Prozent verzeichnet, ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Oberfranken lag mit 4,8 Prozent über dem bayerischen Durchschnitt. Insgesamt bleiben damit alle bayerischen Regierungsbezirke deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 6,6 Prozent.
Ansprechpartnerin:
Franziska Wachtveitl
Stellv. Pressesprecherin
Pressemitteilung-Nr. 27/26

