MÜNCHEN Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zum neuen FastFlight-Verfahren bei der Genehmigung von zivilen Drohnenanwendungen: "Zivile Drohnen sind eine Schlüsseltechnologie mit großem Potenzial für Logistik, Landwirtschaft etc.. Leider dauern Genehmigungen durch das Luftfahrt-Bundesamt bisher zu lange. Ich habe deshalb bei Bundesverkehrsminister Schnieder auf schnellere Verfahren gedrängt und begrüße, dass die Genehmigungsverfahren jetzt deutlich beschleunigt werden können. Das ist wichtig, um das technische und wirtschaftliche Potenzial der Drohnen ausspielen zu können. Wir haben in Bayern viele Start-ups, Hersteller und Anwender, die auf schnelle Genehmigungen angewiesen sind, um ihre Spitzenstellung zu verteidigen. Bei verschiedenen Veranstaltungen des Wirtschaftsministeriums und des zuständigen Clusters wurde Kritik an der bisherigen schleppenden Genehmigung des Luftfahrtbundesamtes laut. Ich hoffe, dass sich das jetzt in die richtige Richtung bewegt und danke dem Bundesminister für seine neue Weichenstellung.“
Lange Genehmigungszeiten haben bislang viele innovative Drohnenanwendungen ausgebremst. Mit dem neuen Verfahren FastFlight können Betriebsgenehmigungen bereits innerhalb weniger Wochen statt vieler Monate erteilt werden. Aiwanger: "Ich ermutige Anwender, frühzeitig zu prüfen, ob ihre Vorhaben dafür geeignet sind." FastFlight vereinfacht und standardisiert die Bearbeitung von Genehmigungsanträgen, in der speziellen Kategorie für Vorhaben mit geringem Risiko. Das Verfahren wurde vom Luftfahrt-Bundesamt im Dezember 2025 eingeführt.
Dass sich das neue Verfahren bereits in der Praxis bewährt, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Mittelfranken: Für ein landwirtschaftliches Forschungsprojekt der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf unter der Leitung von Prof. Dr. Patrick Noack wurde die erforderliche Betriebsgenehmigung, die rund ein Jahr in Bearbeitung war, nach Umstellung auf FastFlight innerhalb von nur vier Wochen erteilt. Der erste Flug konnte bereits am 27. Januar 2026 stattfinden. Zusätzlich genehmigte das Luftamt Nordbayern kurzfristig auch den Abwurf von Gegenständen wie Dünger.
Damit ist die Grundlage für das beantragte Forschungsprojekt „AirborneAg“ gelegt, das den weitgehend drohnengestützten Pflanzenbau untersucht, insbesondere für Aussaat, Düngung und Pflanzenschutz. Die Betriebsgenehmigung ist zugleich zentral für angewandte Lehre und Forschung. Fragestellungen zur Ausbringungsgenauigkeit wurden bislang kaum untersucht und können nun nach mehr als einem Jahr Verzögerung gemeinsam mit den Studenten bearbeitet werden.
Bayern unterstützt Drohnenprojekte ganz zentral. "Mit der Bayerischen Koordinierungsstelle Drohnen (BayKD) bieten wir in Bayern eine klare Orientierung und zentrale Anlaufstelle. Ziel ist es, aktiven Austausch zu fördern, Geschäftsideen anzustoßen und über Erleichterungen im Genehmigungsprozess zu informieren. Die BayKD hilft bei Antragserstellung, vermittelt Ansprechpartner und prüft Unterlagen vorab auf Vollständigkeit und notwendige Detailtiefe, um Qualität sicherzustellen. So bringen wir gute Ideen schneller in die Anwendung und stärken den Drohneneinsatz in Bayern", erklärt der Minister. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Durchführung von Anwenderforen, die Betreiber aus Schlüsselbranchen zusammenbringen. Die BayKD wurde 2025 auf Initiative des Bayerischen Staatsministers Hubert Aiwanger eingerichtet und ist beim bavAIRia e. V. angesiedelt.
Ansprechpartnerin:
Dr. Aneta Ufert
Stellv. Pressesprecherin
Pressemitteilung-Nr. 23/26


