GSTADT/CHIEMSEE – Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat die Bedeutung der bayerischen Erdgasspeicher für eine sichere Versorgung mit Erdgas und perspektivisch auch mit Wasserstoff unterstrichen. Bei einem Besuch des Speicherstandorts in Breitbrunn am Chiemsee forderte der Staatsminister, die Erdgasspeicher zu erhalten.
Aiwanger erklärte: „Ohne die bayerischen Gasspeicher gibt es keine sichere Energieversorgung. Daher lehnen wir die Stilllegung der Anlage in Breitbrunn, wie sie von Betreiber Uniper bei der Bundesnetzagentur beantragt wurde, ab. Der Bund muss Rahmenbedingungen schaffen, die einen wirtschaftlich rentablen Betrieb der Speicher ermöglichen. Überlegungen zu Stilllegungen wären dann weitgehend überflüssig. Wir brauchen hier zügig Klarheit, auch um kurzfristig eine ausreichende Befüllung der bayerischen Speicher für den kommenden Winter sicherstellen zu können.“
Eine Stilllegung von Gasspeichern sei jedoch nicht nur aus energiepolitischer, sondern auch aus bergpolitischen Gründen abzulehnen. Denn mit einer Stilllegung könnte die Ausförderung des sogenannten Kissengases einhergehen, wodurch der Speicherstandort beschädigt werden könnte. „Das werden wir bei bayerischen Lagerstätten, insbesondere in der aktuellen Situation, keinesfalls akzeptieren“, betonte Aiwanger.
Hintergrund:
Die bayerischen Erdgasspeicher befinden sich in Bierwang, Breitbrunn/Eggstätt, Wolfersberg, Schmidhausen und Inzenham-West und haben insgesamt eine Speicherkapazität von über 30 Terawattstunden (TWh). Auch die österreichischen Speicher Haidach und 7Fields sind direkt an das bayerische Gasnetz angeschlossen und tragen so zur Versorgung in Bayern bei.
Ansprechpartner:
Jürgen Marks
Leiter Pressereferat
Pressemitteilung-Nr. 197/26


