MÜNCHEN Die transnationale Zusammenarbeit ist ein zentraler Baustein für eine starke Regionalentwicklung und die erfolgreiche Bewältigung der Energiewende. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt traf sich mit wichtigen Projektpartnern aus Bayern. Gemeinsam mit den Partnern blickte er auf die Ergebnisse der sechsten Förderphase der Interreg-B-Programme zurück und besprachen, wie das gewonnene Wissen auch in Zukunft sinnvoll genutzt werden kann.
Gotthardt unterstrich die Relevanz der Projekte für den Freistaat: „Bayern profitiert in vielerlei Hinsicht von europäischen Programmen wie Interreg B und der engen Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. Gerade bei Themen wie Energiewende, Digitalisierung oder innovativen Speicherlösungen entstehen durch den Austausch mit unseren europäischen Partnern ganz konkrete Antworten auf gemeinsame Herausforderungen. Entscheidend ist jetzt, dass diese Erfolge nicht einfach in der Schublade verschwinden, sondern langfristig in Wirtschaft und Verwaltung in Bayern verankert werden."
Im Fokus der Veranstaltungsreihe standen Projekte zur Energieversorgung:
Praxisnahe Energiespeicherlösungen: StoreMore in Fuchstal
Ein Beispiel für den praktischen Nutzen der Interreg-B-Förderung ist das Projekt StoreMore, das seit Anfang 2024 bis Mitte 2026 mit einem Gesamtbudget von knapp einer halben Million Euro läuft. In der Gemeinde Fuchstal wurden innovative Energiespeicherlösungen für kommunale Wärme- und Stromnetze entwickelt und erprobt. Fuchstal erzeugt damit inzwischen jährlich mehr Ökostrom, als es verbraucht, und gewinnt beispielsweise aus der Wärmerückgewinnung der Milchkühlung Energie für das Nahwärmenetz.
Wasserstoff als Baustein der Energiewende: HyEfRe und Danube Indeet
Die Projekte HyEfRe (Juni 2024 bis November 2026, 1,8 Millionen Euro Förderung) und Danube Indeet (Januar 2024 bis Juni 2026, 2,1 Millionen Euro Förderung) zeigen, welche Rolle Wasserstoff und E-Fahrzeuge als mobile Speicher künftig für die Energieversorgung in Bayern spielen können. Dabei vernetzen sich die bayerischen Forschungseinrichtungen Technologie-Zentrum Energie der Hochschule Landshut und die Technische Hochschule Deggendorf mit Unternehmen und öffentlichen Akteuren, wie der HyFuture GmbH und der Gemeinde Ruhstorf an der Rott, sowie mit Partnern aus europäischen Nachbarländern. Damit leisten sie einen Beitrag, Bayern im Bereich Wasserstofftechnologien im europäischen Wettbewerb zu positionieren und Investitionen in nachhaltige Energieträger zu unterstützen.
Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften als Schlüssel für die dezentrale Energiewende: NRGCOM
NRGCOM erarbeitet praxistaugliche Modelle, wie Bürger, Kommunen und kleine Unternehmen gemeinsam in erneuerbare Energien investieren, Strom lokal nutzen und Wertschöpfung in der Region halten können. Das Projekt läuft unter Beteiligung der Technischen Hochschule Deggendorf, der Bürgerenergie Bayern e.V. und des Landratsamtes Passau von Januar 2024 bis Juni 2026 und wird mit 2 Millionen Euro gefördert. Die im Projekt entwickelten Werkzeuge und Erfahrungen sollen künftig weiteren bayerischen Kommunen zur Verfügung gestellt werden – etwa in Form von Leitfäden, Beratungsangeboten oder digitalen Planungstools.
Interreg B ist Teil der Kohäsionspolitik der Europäischen Union und fördert die Zusammenarbeit zwischen nationalen, regionalen und lokalen Akteuren in großen transnationalen Räumen wie Mitteleuropa, dem Donauraum oder Nordwesteuropa, um den Zusammenhalt der Regionen zu stärken. Das Bayerische Wirtschaftsministerium begleitet diese Projekte aktiv, um die Innovationskraft der bayerischen Akteure im europäischen Wettbewerb zu stärken und nachhaltige regionale Wertschöpfung zu unterstützen.
Ansprechpartnerin:
Nicole Engelhart
Stellv. Pressesprecherin
Pressemitteilung-Nr. 105/26

