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Aiwanger: "Bayern ist führender Standort für Start-ups und Scale-ups"

MÜNCHEN  Bayern führt deutschlandweit im Bereich Start-ups. Das ist das Ergebnis des "Startup & Scaleup Monitor Bayern 2026", den der Startup Verband und die Industrie- und Handelskammern in Bayern heute mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium veröffentlicht haben. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: "Bayern hat bundesweit am meisten Start-ups und ist bei den Gründungen pro Kopf das stärkste Flächenland in Deutschland. Die Zahlen belegen den Erfolg unserer Förderung: Rund 4.400 aktive Start-ups gibt es in Bayern, davon gut 2.400 in und um München. Ausgehend von München trägt sich der Gründergeist in die Fläche, Bayern hat ein starkes Ökosystem: Das zeigt auch die Stärke der Standorte Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Würzburg."

 

Im vergangenen Jahr wurden 785 Start-ups in Bayern gegründet, gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs an Neugründungen von 46 Prozent (bundesweit 29 Prozent). München ist deutschlandweit die Stadt mit höchsten Start-up-Aktivität, nämlich 114,3 pro 100.000 Einwohner, gefolgt von Berlin mit 114,2 und Potsdam mit 84,4.

 

Aiwanger: "Das breite bayerische Ökosystem im ganzen Freistaat, sowie die enge Verzahnung aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kapital macht Bayern zu einem führenden Standort für Start-ups und Scale-ups, insbesondere im Bereich KI, DeepTech und Defence.“ München ist Hotspot für Defence Tech, mehr als eine Milliarde Euro flossen 2025 in diesem Sektor nach Bayern. Nach der Landeshauptstadt ist die Region Nürnberg das zweitgrößte Ökosystem, dort ist der Anteil an Hardware-Start-ups besonders hoch. Augsburg folgt auf Platz drei.

 

Während München in seinem Ökosystem Start-up-Expertise, Consulting-Kompetenz und Konzernerfahrung vereint, liegt der Schwerpunkt im Rest Bayerns stärker auf Erfahrung in der mittelständischen Wirtschaft. Und genau mit diesen Kooperationsmöglichkeiten zwischen etablierten Unternehmen und Start-ups, von der beide Seiten entscheidend profitieren, punktet Bayern im Bundesvergleich. Aiwanger: „Mit den Kooperationen von Start-ups und etablierten Unternehmen bündeln wir Innovationsgeist und Erfahrung und sichern so die Zukunft unserer Wirtschaft.“

 

Ein weiterer entscheidender Faktor für den Erfolg sind auch die bayerischen Hochschulen:  55 Prozent der Start-ups wurden von ihnen unterstützt. Beim Anteil der Gründerinnen besteht noch Potenzial: Er liegt bei rund 17 Prozent und damit unter dem Bundesdurchschnitt von 20 Prozent. Der Anteil der im Ausland geborenen Start-up-Gründer beträgt in Bayern 16 Prozent (Deutschland: 13 Prozent).

 

Im Jahr 2025 warben bayerische Start-ups mit 3,3 Milliarden Euro Wagniskapital ein und damit mehr als ihre Mitbewerber aus den anderen Bundesländern. Zudem hat München Berlin bei der Finanzierung überholt. Wurde in den 2010er-Jahren in Berlin pro Einwohner deutlich mehr in Start-ups investiert als in München, hat sich das Verhältnis seit 2023 umgekehrt. Im vergangenen Jahr wurde in München 1.143 Euro pro Kopf investiert, in Berlin waren es 632 Euro. Dennoch sind diese Zahlen im internationalen Vergleich niedrig: Während in der US-kalifornischen Bay Area in den Jahren 2021-2025 rund 7,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Start-ups investiert wurden, waren es in München 1,3 Prozent.

 

Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat mit seiner Initiative „Gründerland Bayern“ das Unterstützungsangebot an Start-ups in den vergangenen Jahren ausgebaut. Gründerinnen und Gründern stehen heute umfassende Informations- und Coachingleistungen, bayernweit starke lokale Netzwerke, Infrastrukturen und öffentliches Risikokapital zur Verfügung.

 

 

Ansprechpartnerin:

Tanja Gabler

Stv. Pressesprecherin

 


Pressemitteilung-Nr. 100/26
Ansprechpartner
Prinzregentenstraße 28, 80538 München