Mechatronik

Die Mechatronik, das heißt die interdisziplinäre Verknüpfung von Mechanik, Elektro­technik und Informatik, prägt den modernen Maschinen­bau und nahestehende Industriegruppen nachhaltig. Alleine die von der Mechatronik besonders betroffenen Industriegruppen Maschinen­bau, Automobilindustrie sowie Elektro- und Elektronik­industrie beschäftigen im Freistaat über 550.000 Mitarbeiter und erwirtschaften Umsätze von jährlich rund 190 Milliarden Euro. Das sind etwa 50% der Beschäftigten und über 55% des Umsatzes des verarbeitenden Gewerbes in Bayern. Darüber hinaus erstreckt sich der Einfluss der Mechatronik generell auf produzierende Unternehmen.

Damit sind die Mechatronik und der moderne Maschinenbau von strate­gischer Bedeutung für den Innovations- und Produktions­standort Bayern und Deutschland. Hohe Kompetenz in der Mechatronik bedeutet nicht nur internationale Technologieführerschaft, sondern insbesondere auch die Chance auf schwer imitierbare Wettbewerbsvorteile

  • sowohl durch innovative Produkte mit verbesserten oder neuen Funktionalitäten,
  • als auch durch effiziente Produktionsprozesse und deren Kenngrößen Zeit, Kosten, Qualität und zunehmend auch Flexibilität.

Der Freistaat verfügt über hervorragende Kompetenzen in Forschung und Entwicklung, von der Produktionstechnik, über die Robotik/ Automation und die Fahrzeugtechnik bis etwa zur Medizintechnik. Führende For­schungs­einrichtungen wie DLR, Fraunhofer-Institute und das Anwender­zentrum des Instituts für Werkzeugmaschinen und Betriebs­wissen­schaf­ten in Augsburg sowie zahlreiche spezialisierte Hochschullehrstühle bilden mit ihrer wissenschaftlichen Expertise die Basis für die industrielle Anwendung der Mechatronik. Auf die Innovations­kraft mechatronischer Lösungen setzen eine Vielzahl von Firmen, neben großen Technologie­konzernen insbesondere auch zahl­reiche mittelständische Unternehmen aus spezifischen Industrie­zweigen und der Zulieferindustrie.