Digitalisierungsstrategie

Förderaufruf: "Hightech Agenda Plus" - Digitalisierung

Mit der Hightech Agenda Plus stellt die Bayerische Staatsregierung weitere 900 Millionen Euro zur Verstärkung der Technologieoffensive in den Jahren 2021 und 2022 zur Verfügung. Ziel ist es, noch effektiver die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Unternehmen zu stärken und neue Projekte in Technologiefeldern wie KI, Additive Fertigung, LifeScience, Mikroelektronik, 6G, Luft- und Raumfahrt oder Cleantech anzustoßen.

Am 22. Oktober 2020 hat das Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Rahmen der Hightech Agenda Plus sechs neue Förderaufrufe in den Technologiefeldern Robotik, Smart Innovations, 5G, IT-Sicherheit, KI – Big Data und KI – Autonome Mobilität gestartet. Details und Förderkonditionen finden Sie hier:

Digitalisierung strategisch gestalten

Die Digitalisierung ist ein Megatrend und Schlüssel zur Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft. Die Bayerische Staatsregierung unterstützt bayerische Unternehmen dabei, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Ziel ist es, Arbeitsplätze und nachhaltigen Wohlstand für den Freistaat zu sichern und Bayern zur Leitregion des digitalen Aufbruchs zu machen.

Im Rahmen des großen Maßnahmenpakets BAYERN DIGITAL werden von 2015 bis 2022 6 Milliarden Euro in die Digitalisierung Bayerns investiert.

Im Oktober 2019 wurde zudem die Hightech Agenda Bayern gestartet, die bis 2024 Digitalisierung und Spitzentechnologien in Bayern mit weiteren 2 Milliarden Euro vorantreiben wird. Die Hightech Agenda (HTA) setzt Schwerpunkte im Bereich Künstliche Intelligenz, Quanten­technologie, Luft- und Raumfahrt, Clean Tech, 5G-Mobilfunk, Additive Fertigung und 3D-Druck und unterstützt den Mittelstand mit einem Digitalfonds, einem Start-up-Fonds und einem Automobilfonds. Im September 2020 wurde bei der Technologieoffensive mit der Hightech Agenda Plus im Umfang von rund 900 Mio. Euro zusätzlich in den Jahren 2021 und 2020 nachgelegt. Mit der HTA Plus werden die Umsetzung der HTA beschleunigt und neue zusätzliche Projekte im Bereich KI, Additive Fertigung, LifeScience, Mikroelektronik, 6G, Infektionsforschung, Luft- und Raumfahrt, Cleantech etc. gestartet. Die Digitalisierungsstrategie des Bayerischen Wirtschaftsministeriums baut insbesondere auf folgende Elemente:

Ausrichtung auf wichtige Zukunftsfelder

Bayern investiert in die Zukunft und stellt die Themen

in den Fokus seiner Wirtschaftspolitik.

Innovation durch Kooperation

Mit der Förderung von Verbundforschungsprojekten und dem Aufbau von Anwender- und Kompetenzzentren (z.B. KI-Kompetenz­aufbau bei fortiss, Fraunhofer-ADA-Center oder Fraunhofer-5G Anwender- und Kompetenzzentrum), forschungs­nahen Test­umgebungen und Platt­formen sowie diversen weiteren Maßnahmen werden Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt, die Forschung und Entwicklung gestärkt und der Technologietransfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft vorangetrieben.

Mobilfunkausbau

Mit dem Förderprogramm Mobilfunk Plus werden die Lücken in der Mobilfunkabdeckung geschlossen und die grundlegenden infrastrukturellen Voraussetzungen für die Digitalisierung von Unternehmen geschaffen. In den kommenden Jahren sollen mit 130 Millionen Euro Haushaltsmitteln Hunderte neue Sendestandorte entstehen. Mit den drei Netzbetreibern wurde zudem vereinbart, dass bis 2020 1.000 weitere Sendestandorte ohne Förderung gebaut werden.

Fokus Mittelstand

Das Förderprogramm Digitalbonus hilft kleinen und mittleren Unternehmen, ihre Produkte, Prozesse und Dienstleistungen digital zu transformieren und gleichzeitig ihre IT-Sicherheit zu verbessern. Mit 60 Millionen Euro pro Jahr leistet es einen wichtigen Beitrag zur deutlichen Intensivierung der Digitalisierung im Mittelstand.

Sektorale Reichweite

Mit einem Bündel von Maßnahmen werden von Maschinenbau und Automotive über Gesundheit, Energie, Medien und Tourismus bis zu Handel und Handwerk sämtliche Wirtschaftsbereiche unterstützt. Das Förderprogramm Handwerk Innovativ fördert die Zusammen­arbeit von Handwerks­organisationen mit Forschungs­einrichtungen, um neue digitale Leistungen und Verfahren zu entwickeln und zur Marktfähigkeit zu bringen; im Bereich Tourismus wiederum wird die Digitalisierung von öffentlichen Infrastruktureinrichtungen sowie der Aufbau einer digitalen Plattform (Bayern Cloud Tourismus) unterstützt.

Digitale Produktion

Im Besonderen kleine und mittlere Unternehmen stehen vor der Herausforderung, aber auch Chance, ihre Produktion zu vernetzen, Lieferketten umzustellen und auf digitale Kommunikation zu setzen, dadurch Fertigungsprozesse effizienter zu gestalten und individuelle Kundenwünsche optimal zu erfüllen. Im Rahmen der Themen­plattform „Digital Production & Engineering“ des ZD.B werden bayerische Unternehmen u. a. zu Themen der Industrie 4.0 informiert, sie werden vernetzt und es werden gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte initiiert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Informationsveranstaltungen und Netzwerktätigkeiten der bayerischen Cluster sowie Projekte an Universitäten und Fraunhofer-Instituten zum Themenbereich.

Digitale Weiterbildung

Neben der Förderung von Projekten und Einrichtungen sowie Informations-, Vernetzungs- und Infrastruktur wird vor allem Wert auf die Qualifikation in der bayerischen Wirtschaft gelegt. Um die dort vorhandenen Potenziale voll auszuschöpfen, wird auch hier auf die Digitalisierung gesetzt und neuartige Weiterbildungsformen wie Digital Business Labs und Smart Factorys genutzt.