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Nachhaltiges Wirtschaften und Transformation

Die Bayerische Staatsregierung setzt auf umwelt- und ressourcenschonende Technologien, Produkte und Dienstleistungen als Schlüssel zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Gemeinsam mit Unternehmen und Wissenschaft wird die Dekarbonisierung vorangetrieben und innovative Ansätze wie Carbon Capture Usage und Storage entwickelt, um eine klimaneutrale Zukunft zu gestalten.

Dekarbonisierung und Carbon Management

Viele Unternehmen im Freistaat stellen derzeit ihre Produktionsverfahren, z.B. durch die Elektrifizierung von Prozessen oder die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger, um. In einigen Sektoren der Industrie (z.B. Kalk- oder Zementindustrie, Abfallverbrennung) werden allerdings prozessbedingte und damit schwer bzw. nicht vermeidbare CO2-Emissionen bestehen bleiben. Hier setzt das Bayerische Wirtschaftsministerium mit seinem Aktionsplan CCU/CCS zum Carbon Management in Bayern an.

In enger Zusammenarbeit mit den Akteuren der bayerischen Wirtschaft und Wissenschaft soll die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft im Freistaat angesichts neuer technologischer Trends und transformativer Herausforderungen sowie unter Erfüllung der Vorgaben zur Klimaneutralität langfristig sichergestellt und ausgebaut werden.

Was bedeutet Carbon Management?

Carbon Management bezeichnet die systematische Steuerung des Kohlenstoffkreislaufs, durch Maßnahmen zur Erfassung, Nutzung und Speicherung von Kohlendioxid-Emissionen. Ziel ist eine klimaneutrale Transformation durch technologische und organisatorische Maßnahmen. Dazu zählen die Stärkung natürlicher Kohlenstoffsenken, technologische, organisatorische und strategische Ansätze zur Prozessoptimierung und zudem technische Verfahren des Carbon Managements. Bausteine des Carbon Managements sind:

  • Abscheidung (Capture) von CO₂ aus Fabriken oder Müllverbrennungsanlagen
  • Entnahme (von CO₂ aus der Luft, beispielsweise durch Aufforstung und die Herstellung von Pflanzenkohle CDR).
  • Nutzung  von CO₂, z. B. in Beton oder für die Herstellung von Chemikalien (CCU).
  • Speicherung  von CO2 (CCS).

Carbon Management ist besonders für Sektoren mit schwer vermeidbaren Emissionen essenziell für den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft und verbindet technologische Innovationen mit Klimaschutzstrategien. 

Warum Carbon Management in Bayern?

Die effektive Reduktion der CO₂-Emissionen ist das Hauptziel der bayerischen Klimapolitik. Um dieses Ziel zu erreichen, muss ein möglichst vollständiger Umstieg auf erneuerbare und CO₂-neutrale Energieträger erfolgen. Dennoch bleiben in bestimmten Industriezweigen auch langfristig prozessbedingte und damit schwer beziehungsweise nicht vermeidbare Emissionen bestehen. Gleichzeitig müssen daher natürliche Kohlenstoffsenken gestärkt werden. Mögliche Maßnahmen sind beispielsweise die Renaturierung von Mooren, gezielter Humusaufbau in der Landwirtschaft und die langlebige Verwendung nachwachsender Rohstoffe, z. B. die Nutzung von Holz für Gebäude und Möbel. Die Kapazitäten von natürlichen Senken reichen zur vollständigen Kompensation voraussichtlich nicht aus. Daher sind zusätzlich technische Maßnahmen der Kohlendioxidabscheidung zur Nutzung und Speicherung sowie die gezielte Entnahme von CO₂ aus der Atmosphäre erforderlich. 

Der Aktionsplan CCU/CCS zum Carbon Management in Bayern schafft hierfür einen strategischen Rahmen und zielt darauf ab, Planungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation zu verbinden. 

Als zentrale Anlaufstelle für Vernetzung und Wissenstransfer in Bayern wurde die Koordinierungsstelle Carbon Managementbei Bayern Innovativ ins Leben gerufen.

Aktionsplan CCU/CCS zum Carbon Management in Bayern

Der Aktionsplan CCU/CCS ist ein Paket aus 20 konkreten Maßnahmen, die die Grundlage für erste Anwendungen und Demonstrationen von CCU/CCS-Technologien…

Stand: Juli 2025

Übersicht zu Förderprogrammen des Landes, des Bundes und der EU betreffend die Dekarbonisierung der Industrie

Das Dokument gibt einen Überblick über verschiedene Förderprogramme des Bundes, des Landes und der EU zur Dekarbonisierung der Industrie

Stand: März 2026

Umweltwirtschaft in Bayern

Mit einem Beschäftigungsanteil von fast 5 Prozent der Gesamtwirtschaft und Umsätzen von über 50 Milliarden Euro hat die Umweltwirtschaft einen hohen ökonomischen Stellenwert im Freistaat Bayern. Die bayerische Umweltwirtschaft umfasst fast 34.000 Unternehmen und ist insgesamt von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt. Sie sind bundesweit führend und liegen auch im internationalen Wettbewerb mit an der Spitze.

Die Querschnittsbranche Umweltwirtschaft untergliedert sich in die sechs Leitmärkte

  1. Wasserwirtschaft,
  2. Schutztechnologien,
  3. umweltfreundliche Energieerzeugung und -speicherung,
  4. Kreislaufwirtschaft,
  5. Rohstoff- und Materialeffizienz sowie
  6. Energieeffizienz.

Sie umfasst Unternehmen aus dem Bereich der technischen und planerischen Dienstleistungen, dem Baugewerbe, der Elektroindustrie und dem Maschinenbau sowie aus der Energiewirtschaft und den Entsorgungsdienstleistungen.

Akteure der Umweltwirtschaft in Bayern

Umweltwirtschaft in Bayern - Studie

Die Umweltwirtschaft durchdringt bereits heute in vielfältigen Ausprägungen die Ökonomie des Freistaats Bayern. Die vorliegende Studie beleuchtet die…

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