Aktuelle Informationen

Neue EU-Schwellenwerte für EU-weite Vergaben ab 1. Januar 2020

Die EU-Kommission hat die Schwellenwerte für EU-weite Vergabeverfahren neu festgesetzt.    

Ab 1. Januar 2020 gelten damit folgende EU-Schwellenwerte:

AuftragsartSchwellenwerteEU-Richtlinie
Liefer- und Dienstleistungsaufträge für oberste, obere Bundesbehörden und vergleichbare Bundeseinrichtungen139.000 Euro(EU) 2017/2365
zu 2014/24/EU
Liefer- und Dienstleistungsaufträge sonstiger öffentlicher Auftraggeber214.000 Euro(EU) 2017/2365
zu 2014/24/EU
Liefer- und Dienstleistungsaufträge von Sektorenauftraggebern428.000 Euro(EU) 2017/2364
zu 2014/25/EU
Bauaufträge5.350.000 Euro(EU) 2017/2365
zu 2014/24/EU
Konzessionen5.350.000 Euro(EU) 2017/2366
zu 2014/23/EU
Verteidigungs- und sicherheitsrelevante Liefer- und Dienstleistungsaufträge428.000 Euro(EU) 2017/2367
zu 2009/81/EG
Soziale und andere besondere Dienstleistungsaufträge

750.000 Euro

2014/24/EU


Aufgrund der inzwischen im deutschen Recht bestehenden dynamischen Verweisungen gelten diese Schwellenwerte ab dem 1. Januar 2020 in Deutschland unmittelbar. Eine gesonderte Umsetzung ist nicht erforderlich.

Inkrafttreten der neuen Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) ab dem 1. Januar 2018 für die staatlichen Vergabestellen

Mit Bekanntmachung vom 14. November 2017 hat die Bayerische Staatsregierung eine neue Verwaltungsvorschrift zum öffentlichen Auftragswesen (VVöA) zum 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt.

Danach haben die staatlichen Vergabestellen für Aufträge, deren geschätzter Auftragswert ohne Umsatzsteuer die Schwellenwerte gemäß §106 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) unterschreitet, die Verfahrensordnung für die Vergabe öffentlicher Liefer- und Dienstleistungsaufträge unterhalb der EU-Schwellenwerte (Unterschwellenvergabeordnung – UVgO) (PDF auf externem Server) ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden.