Pressetermin

02.03.2020 | Standortförderung

Hallstadt untersucht Weiternutzung des Michelin-Kraftwerks

Aiwanger: "Günstige Versorgung mit Wärme, Dampf und Strom fördert Neuansiedlung von Betrieben"

MÜNCHEN/HALLSTADT Mit einem Energienutzungsplan (ENP) bereitet die Stadt Hallstadt die Weiternutzung des Kraftwerkes mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf dem Gelände der Michelin-Gruppe vor. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie fördert den ENP mit 77.800 Euro. „Das KWK-Kraftwerk kann in Zukunft Betriebe, die sich dort ansiedeln, günstig mit Wärme und Prozessdampf versorgen und wird so zu einem Standortvorteil“, erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Er würdigte das hohe Engagement aller Beteiligten und dankte Bürgermeister Thomas Söder bei der Übergabe des Förderbescheids in München. „Nach zahlreichen Gesprächen mit Michelin und politischen Entscheidungsträgern hat dieser erste Förderbescheid eine wichtige Signalwirkung für unsere Stadt. Wir werden weiterhin den engen Kontakt zum bayerischen Wirtschaftsministerium halten und dieses bei möglichen Neuansiedlungen mit einbinden“, zeigt sich Bürgermeister Thomas Söder sehr zufrieden.

Seit das Unternehmen Michelin bekannt gegeben hat, sein Reifenwerk mit 850 Beschäftigten voraussichtlich 2021 zu schließen, arbeiten Bürgermeister Söder und Landrat Johann Kalb zusammen mit der Task-Force Transformation des bayerischen Wirtschaftsministeriums intensiv daran, den wirtschaftlichen Umbau und die Weiterentwicklung der Region zu unterstützen. In einem ersten Schritt wird untersucht, wie das vorhandene Gasturbinen-Dampfkraftwerk im KWK-Betrieb sowohl technisch als auch wirtschaftlich sinnvoll weiter betrieben werden kann: Neben der Versorgung mit Prozessdampf kann die Abwärme in Fernwärmenetzen und der Strom vermarktet werden. Ein möglicher Betrieb des Kraftwerkes mit vor Ort erzeugtem, grünem Wasserstoff gehört ebenfalls zu der Studie, die das Institut für Energietechnik der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (OTH) erstellt.

Ein Energienutzungsplan ist ein übergreifendes Gesamtkonzept, das darstellt, wie sich eine Region energetisch entwickelt. Er zeigt auf, wie Energie eingespart, Effizienz gesteigert und die Umstellung auf regenerative Energiequellen gelingen kann. Das bayerische Wirtschaftswirtschaftsministerium hat bereits rund 600 Energienutzungspläne in ganz Bayern gefördert.

 

Katrin Nikolaus, stv. Pressesprecherin

089 / 2162-2689

katrin.nikolaus@stmwi.bayern.de

 


Pressemitteilung-Nr. 50/20