Pressemeldung

10.03.2021 | Technologiepolitik

SGL Carbon in Meitingen erhält 42,9 Millionen Euro Förderung für ein Batterieprojekt

Aiwanger: "Aufbau einer eigenen Batteriefertigung ist für das Autoland Bayern enorm wichtig"

MÜNCHEN/MEITINGEN  Die Bundesregierung und der Freistaat Bayern fördern ein Batterie-Projekt des bayerischen Spezialisten für Graphit und Faserverbundwerkstoffe SGL Carbon in Meitingen (Landkreis Augsburg) in Höhe von insgesamt 42,9 Mio. Euro bis 2029. Dieser Betrag beinhaltet eine gemeinsame Förderung von 24,86 Millionen Euro für Projekte am SGL-Standort in Meitingen. Die Bundesregierung fördert mit weiteren 18 Millionen Euro eine enge Zusammenarbeit der SGL Carbon-Standorte in Meitingen und Polen zur weiteren Entwicklung der Batteriematerialien. 

 

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger übergab gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin des Bundeswirtschaftsministeriums, Elisabeth Winkelmeier-Becker, den Förderbescheid an das Unternehmen.

 

Aiwanger: "Gerade für das Autoland Bayern ist der Aufbau einer eigenen Batteriefertigung enorm wichtig. SGL Carbon belegt in Meitingen, dass Bayern ein hervorragender Standort für diese Technologie ist. Durch das geförderte Projekt wird unsere Führungsrolle weiter ausgebaut. Denn die Elektromobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung. Wir müssen die hierfür benötigten Batteriezellen möglichst in Bayern produzieren, um wirtschaftlich an dieser Technologie teilzuhaben und unabhängiger von Lieferanten aus Drittländern zu werden. Wir wollen die Wertschöpfung in Bayern.“

 

Gefördert wird SGL Carbon im Rahmen einer Fördermaßnahme des Bundes als "Important Project of Common European Interest" (IPCEI). Bund und Länder investieren insgesamt drei Milliarden Euro in den Aufbau der Batteriefertigung in Deutschland. Damit soll die technologische Kompetenz zur Fertigung von Batteriezellen am Standort Deutschland gestärkt werden. Bayern übrnimmt für die Projekte im Freistaat eine Kofinanzierung in Höhe von 30% der jeweiligen Fördersummen. Neben SGL Carbon werden im Freistaat auch Projekte bei BMW, Varta in Nördlingen und Alumina Systems in Redwitz gefördert.

 

Das IPCEI-Projekt von SGL Carbon in Meitingen zielt darauf ab, in enger Zusammenarbeit mit SGL Graphite Solutions in Polen verbesserte und neue Herstellungs- und Veredlungsprozesse für aktuelle und künftige Anodenmaterialien zu entwickeln und zu skalieren. Dabei liegt der Fokus auf dem Pilot- und Vorserienmaßstab in Form von energie- und emissionsreduzierten Verfahren.

 

„Die Förderung sichert die Wertschöpfung in einem zentralen Hightech-Segment mit großem Zukunftspotenzial, das ideal zum Wirtschaftsstandort Bayern passt. In Meitingen werden im Zuge des Projekts 25 Arbeitsplätze gesichert beziehungsweise neu geschaffen", freute sich Aiwanger. SGL Carbon sei ein bedeutsames Unternehmen für die gesamte Region und ein wichtiger Arbeitgeber.

 

Die Parlamentarische Staatssekretärin Elisabeth Winkelmeier-Becker sagt zum Thema Batterie: „Um in Zukunft wettbewerbsfähige, leistungsstarke und besonders umweltschonende Batterien herzustellen, brauchen wir Innovationen. Die Unternehmen aus den IPCEIs gründen ihre in den Projekten verfolgten Batteriematerialien, -zellen und -systeme auf eigene Forschung – in Kooperation mit ihren Partnern. Damit stellen wir sicher, dass wir mit dem in Deutschland und Europa entstehenden Batterie-Ökosystem auch technisch an der Weltspitze mitspielen.“

 

Jürgen Marks

Leiter Pressereferat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Pressemitteilung-Nr. 90/21