Pressemeldung

15.12.2020 | Energiepolitik

Über 50 Prozent der Stromerzeugung in Bayern aus erneuerbaren Energien im Jahr 2019

Aiwanger: "Höchster Anteil an erneuerbaren Energien seit den 1960er Jahren"

MÜNCHEN Im Jahr 2019 betrug die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien 38,7 TWh (Terawattstunden) und hatte damit einen Anteil von 51,6 Prozent an der bayerischen Stromerzeugung. Dies teilte das Bayerische Landesamt für Statistik mit. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Stromerzeugung aus Wasserkraft, Sonnen- und Windenergie nimmt weiter zu. Das zeigt, dass wir bei der dezentralen Energiewende auf dem richtigen Weg sind.“ Die bayerische Stromerzeugung erreichte 2019 einen Wert von 74,9 TWh, das waren 1,2 TWh bzw. 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anstieg lässt sich auf eine Zunahme der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um 2,1 TWh (+5,6 Prozent) zurückführen. Nach dem Dürrejahr 2018 erholte sich besonders die Stromerzeugung aus Wasserkraft mit einem Plus von 12,1 Prozent auf 11,9 TWh (ohne Stromerzeugung aus Pumpbetrieb). Die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern sank dagegen um 0,9 TWh (-2,4 Prozent) auf 36,3TWh. Stark rückläufig war dabei vor allem die Stromerzeugung aus Erdgas mit einem Minus von 0,6 TWh (-5,9 Prozent).

 

„Bayern ist bereits jetzt Sonnenland und wir werden die Photovoltaik weiter ausbauen. Dafür haben wir die Weichen gestellt, beispielsweise mit der Erhöhung der förderfähigen PV-Freiflächenanlagen auf 200“, erklärte der Staatsminister. Den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien leistete im aktuellen Berichtszeitraum – wie schon im Jahr zuvor – die Photovoltaik mit 12,1 TWh, gefolgt von der traditionell in Bayern starken Wasserkraft mit 11,9 TWh. Für die Zukunft ist zu erwarten, dass die Stromerzeugung aus Photovoltaik regelmäßig über der Stromerzeugung aus Wasserkraft liegen wird. An dritter Stelle steht die Stromerzeugung aus Biomasse, die sich mit 9,2 TWh auf Vorjahrsniveau bewegt. Die Stromerzeugung aus Windkraft betrug 2019 insgesamt 5,0 TWh und lag damit bei den erneuerbaren Energieträgern auf dem vierten Platz. „Hier wollen wir mit unserer Initiative AUFWIND mehr erreichen. Gerade haben die Windkümmerer ihre Arbeit begonnen und ich bin überzeugt, dass sie zusammen mit den Kommunen neue Windenergieanlagen auf den Weg bringen werden“, sagte Aiwanger.

 

Einen Überblick über die Stromerzeugungsanlagen in Bayern finden Sie hier: www.energieatlas.bayern.de/

 

Ansprechpartnerin:

Stellv. Pressesprecherin

Katrin Nikolaus

 


Pressemitteilung-Nr. 418/20