Pressemeldung

04.12.2020 | Regionale Wirtschaftspolitik

Über vier Millionen Euro für Projekte der Grenzregion Bayern-Tschechien

Aiwanger: "Zusammenarbeit über Grenzen auch in Zeiten der Pandemie"

MÜNCHEN  Neun Kooperationsprojekte des Freistaats Bayern und der Tschechischen Republik werden mit über 4 Millionen Euro gefördert. Das hat der Begleitausschuss des grenzübergreifenden INTERREG-Programms beschlossen, der über die Vergabe der Fördermittel entscheidet. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: "Gerade während der Pandemie ist die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn wichtig, um die Grenzregionen zu stärken. Das bayerisch-tschechische Programm leistet einen bedeutenden Beitrag, indem es grenzübergreifende Projekte in den Bereichen Forschung, Umweltschutz, Bildung sowie nachhaltige Netzwerke fördert." Neben eigenen Mitteln der Projektpartner stammen bis zu 85 Prozent der Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE).

 

Um die Zusammenarbeit im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu unterstützen und gleichzeitig Arbeitsmarktperspektiven beiderseits der Grenzen zu eröffnen, wird auch ein grenzübergreifendes Bildungsprojekt gefördert. Jugendliche und junge Erwachsene aus der Region Susice-Cham erhalten dadurch die Möglichkeit, auf der anderen Seite der Grenze Berufserfahrungen zu sammeln. Außerdem sollen dabei Maßnahmen zur Förderung von Nachhaltigkeit und Umweltschutz in Beruf, Schule und Gesellschaft erarbeitet werden. Aiwanger: "Projekte wie dieses machen INTERREG aus. Junge Menschen in der Grenzregion befassen sich gemeinsam mit unserer Umwelt und stärken somit die Zusammenarbeit in diesem wichtigen Bereich." 

 

Im Bereich Investitionen in Kompetenzen und Bildung wurden Förderungen für vier Projekte mit insgesamt rund 1,8 Millionen Euro Gesamtmitteln beschlossen. Des Weiteren hat der Begleitausschuss vier Projekte im Bereich Umweltschutz und Erhöhung der Ressourceneffizienz mit insgesamt rund 2,2 Millionen Euro Gesamtmitteln genehmigt. Im Rahmen dieser Projekte werden Habitate im Umfang von 505 Hektar geschützt. Damit wird einem Verlust von Biodiversität in der Region entgegengewirkt. Außerdem hat der Begleitausschuss sich dafür ausgesprochen, ein Projekt im Bereich nachhaltige Netzwerke und institutionelle Kooperation mit 330.000 Euro Gesamtmitteln zu unterstützen. Auf diesem Weg wird die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Institutionen und gemeinnützigen Organisationen im Bereich Umwelt und Schulen weiter gestärkt.

 

Die 11. Sitzung des Begleitausschusses fand Corona-bedingt erstmals komplett digital statt. Die Mitglieder der bayerischen und tschechischen Delegation trafen sich virtuell in einer zweitägigen simultangedolmetschten Videokonferenz. 

 

Das bayerisch-tschechische INTERREG-Programm fördert die Zusammenarbeit durch wirksame Projekte in grenznahen Regionen im bayrischen Nordosten und den angrenzenden Regionen in Tschechien. Weitere Informationen zu Förderschwerpunkten und der aktuellen Frist für die Einreichung von bayerisch-tschechischen Projektanträgen sind auf der Programmhomepage www.by-cz.de zu finden.

 

 

Ansprechpartnerin:

Tanja Gabler

Stv. Pressesprecherin


Pressemitteilung-Nr. 401/20