Pressemeldung

22.01.2021 | Technologieförderung

Freistaat investiert in Forschung zum sicheren autonomen Fahren

Weigert: "Sichern Technologieführerschaft unserer Hersteller und Zulieferer beim Zukunftsthema autonomes Fahren"

MÜNCHEN/INGOLSTADT   Vernetztes und autonomes Fahren ist eine der Schlüsseltechnologien für die Mobilität der Zukunft. Am CARISSMA, dem Forschungs- und Testzentrum für Fahrzeugsicherheit der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI), wird insbesondere an der Verkehrssicherheit selbststeuernder Fahrzeuge geforscht. Der Freistaat Bayern unterstützt das Forschungsfeld durch eine Technologieförderung, die jetzt auf das neue Projekt VorSAFe-Plus (Vorausschauende Sicherheitssysteme für das automatisierte Fahren) ausgeweitet wird. In dem mit 2,3 Millionen Euro geförderten Forschungsvorhaben des CARISSMA Institute of Safety in Future Mobility (C-ISAFE) soll ein Sicherheitssystem zur vorausschauenden Unfallerkennung und Unfallfolgenminderung für hochautomatisierte Fahrzeuge entwickelt werden.

 

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert betonte anlässlich der Übergabe des Förderbescheids: „Die Automobilbranche ist Rückgrat und Innovationsmotor der Wirtschaft im Freistaat. Wir wollen die Technologieführerschaft unserer Hersteller und Zulieferer auch beim Zukunftsthema autonomes Fahren langfristig sichern. Dafür stellen wir eine Forschungsförderung von über 20 Millionen Euro bereit.“ Die Mittel fließen in die vier Regionalverbünde für autonomes Fahren, die in Ingolstadt, Dingolfing, Kempten und Aschaffenburg entstanden sind.

 

Weigert: „Der Regionalverbund und die Spitzenforschung an der Technischen Hochschule machen Ingolstadt zu einer Leitregion für die smarte digitale Mobilität der Zukunft. Neben VorSAFe-Plus fördert das Wirtschaftsministerium drei weitere Teilprojekte auf dem Gebiet des sicheren automatisierten Fahrens an der THI im Umfang von insgesamt fünf Millionen Euro. Damit investieren wir nicht nur in die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Automobilbranche, sondern stärken auch den Wissenschaftsstandort Ingolstadt.“  

 

VorSAFe-PLUS gehört zu einem groß angelegten Forschungsvorhaben, das sich aus vier Teilprojekten zusammensetzt. Im Mittelpunkt steht die Erforschung des sicheren automatisierten Fahrens. Die Forscherinnen und Forscher der THI konnten hierfür ein Projektvolumen von über elf Millionen Euro für die Region Ingolstadt gewinnen. Alle Teilprojekte werden vom Bayerischen Wirtschaftsministerium im Rahmen der Technologieförderung unterstützt.

 

VorSAFe-PLUS ist als Kooperationsvorhaben zwischen Wissenschaft und Wirtschaft konzipiert und auf drei Jahre angelegt. Zu den Projektpartnern zählen u.a. BMW und Continental, aber auch AKKA DSO und ANavS, ein Münchner Startup mit der Spezialisierung auf hochgenaue Lokalisierungssysteme. Die Projektleitung übernehmen Prof. Christian Birkner (Experte für Fahrzeugsysteme und deren Regelung), Prof. Thomas Brandmeier (Leiter C-ISAFE und Gründer von CARISSMA) sowie Prof. Lothar Wech (CARISSMA-Sprecher und Spezialist für Testmethoden in der Fahrzeugsicherheit). Im Rahmen von VorSAFe-Plus werden Umfeld-Sensorsysteme angelernt, selbst bis kurz vor einer Kollision exakte Daten über andere Verkehrsteilnehmer zu liefern und sicher eine Unfallsituation zu erkennen. Durch aktive Lenk- und Bremseingriffe und intelligente Airbag-Systeme, die bereits wenige Augenblicke vor der Kollision auslösen, werden Unfälle vermieden oder die Folgen minimiert. Umfangreiche Tests in der Indoor-Regen- und Nebelanlage des C-ISAFE gewährleisten die Zuverlässigkeit der technischen Lösungen auch bei schlechter Witterung.

 

Mit den speziell ausgestatteten Testfahrzeugen aus VorSAFe-Plus erweitert die THI die bestehenden Versuchsanlagen des Forschungs- und Testzentrums CARISSMA. Dabei bilden die neuen Fahrzeuge die technische Basis eines mobilen Innovationslabors für das automatisierte Fahren. Mit den so gewonnenen Daten über unterschiedlichste Fahrszenarien kreiert das Vorhaben zusätzliche Synergien, die die Technische Hochschule Ingolstadt als KI-Mobilitätsknoten in Bayern weiter stärken.

 

Ansprechpartner:

Thomas Assenbrunner

stv. Pressesprecher


Pressemitteilung-Nr. 21/21