Aiwanger äußert sich besorgt zum Russland-Ukraine-Konflikt: "Beide Staaten sind wichtige Handelspartner Bayerns"

MÜNCHEN  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich besorgt zu den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts auf die Handelsbeziehungen mit Bayern geäußert. Aiwanger: "Russland und die Ukraine sind wichtige Handelspartner, die in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen werden. Denn wir haben vor, mit beiden Ländern Wasserstoff-Allianzen zu schmieden, um grünen Wasserstoff aus Russland und der Ukraine zu importieren. Auch deshalb  ist es besorgniserregend, wenn im Donbass auf Waffen statt auf Diplomaten gesetzt wird."

 

Russland und Bayern haben ein Handelsvolumen von etwa neun Milliarden Euro. Bayerische Firmen importieren Rohstoffe, Metall und Holzwaren. Die wichtigsten Exportwaren des Freistaats sind Fahrzeuge, Maschinen und Elektrotechnik. Russland nimmt den 14. Rang aller Länder im bayerischen Außenhandels-Ranking ein.

 

Die Ukraine und Bayern haben ein Handelsvolumen von knapp einer Milliarde Euro. Aus der Ukraine werden Elektrotechnik, Holzwaren, und Ernährungsprodukte importiert. Die wichtigsten bayerischen Exportwaren sind Maschinen, Fahrzeuge und chemische Erzeugnisse. Die Ukraine nimmt den 43. Rang aller Länder im bayerischen Außenhandel ein.

 

Aiwanger: "Mehr als 1200 bayerische Firmen sind in Russland engagiert, nahezu 500 Unternehmen haben Geschäftsbeziehungen in der Ukraine. Diese Zahlen belegen die Bedeutung dieser Staaten für die bayerische Wirtschaft. Ich hoffe daher sehr, dass beide Seiten schnell an den Verhandlungstisch zurückkehren."

 

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Pressemitteilung-Nr. 79/22
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