Aiwanger: "Mit dem Förderprogramm BioMeth Bayern erschließen wir neue Märkte im Biogasbereich - Bund muss Ausschreibungsvolumen erhöhen!"

 

STRAUBING  Auf der Veranstaltung "Zukunftsoptionen Biomethan und Bündelung von Biogasanlagen" tauschte sich Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger mit Experten und Praktikern über die Zukunft der Biogasbranche aus. Dabei kritisierte der Minister auch das Pingpong-Spiel der Bundesregierung, das es den Biogaserzeugern zunehmend erschwert, ihre Anlagen wirtschaftlich zu betreiben. Insbesondere bemängelte er die ideologiegetriebene Diskussion über die Nutzung von Biomasse: "Der Bund muss dringend umsteuern und das Potenzial der Bioenergie erkennen. Mit Biomassse haben wir einen heimischen, umweltfreundlichen und speicherbaren Rohstoff - ein flexibler Enegieträger für die Energiewende vor Ort." Als konkrete Maßnahme forderte der Minister, das Ausschreibungsvolumen für Biogas auf Bundesebene zu erhöhen: „Viele Biogasanlagen kommen jetzt ans Ende ihrer 20jährigen EEG-Förderung und würden dicht gemacht, wenn sie nicht zeitnah eine Anschlussförderung bekommen. Das trifft vielfach auch Anlagen, die mit ihrer Abwärme Nahwärmenetze von Siedlungen betreiben. Wenn die ihren Strom nicht mehr vernünftig einspeisen können und aufhören, bekommen die Hausbesitzer keine Wärmeversorgung mehr. Deshalb muss der Bund jedem Biogaserzeuger eine Perspektive geben.“

 

Aiwanger: "Bayern steht zur heimischen Bioenergie! Statt der Biogasbranche Steine in den Weg zu legen, unterstützen wir die Betreiber von Biogasanlagen. Mit BioMeth Bayern fördern wir die Errichtung von Anlagen zur Aufbereitung von Biogas zu Biomethan. Das aufbereitete Biomethan kann direkt in bereits bestehende Gasleitungen geleitet und weiter transportiert werden. Das ist nicht nur kosteneffizient, sondern besonders ressourcenschonend. Mit BioMeth Bayern erschließen wir neue Märkte für Betreiber von Biogasanlagen und schaffen eine bessere Zukunftsperspektive für die gesamte Biogasbranche." Das Programm umfasst auch die Förderung von Biogasleitungen mit Übergabestationen. Die Förderquoten richten sich nach der Größe der Anlagen. Kleine Betriebe erhalten eine 40-prozentige Förderung. Für mittlere und große Betriebe sind Förderungen von 35 und 30 Prozent vorgesehen.

 

Aiwanger: "Mit 2.751 Anlagen sind wir bundesweit Spitzenreiter bei Biogas. Mit BioMeth Bayern bauen wir unsere Position weiter aus. In einem ersten Schritt nehmen wir dafür zehn Millionen Euro in die Hand." Das Potenzial für Biomethan sieht der Minister nicht nur als Biokraftstoff im Straßen- und Schiffsverkehr. Auch im Bereich Heizen und Prozesswärme ist Biomethan eine nachhaltige Alternative zur Wärmepumpe bei Bestandsgebäuden.

 

Aiwanger kündigte zudem an, mittels Bundesratsinitiativen das Potenzial von Biogas zu unterstützen anstatt am Ende dringend benötigte Biogasanlagen aufgrund schlechter bundespolitischer teils ideologischer Rahmenbedingungen stillzulegen.

 

Informieren Sie sich auch auf unserer Förderungsseite "BioMeth Bayern"!

 

Ansprechpartnerin:

Dr. Aneta Ufert

Stellv. Pressesprecherin


Pressemitteilung-Nr. 61/24

 

Bayerns Energieminister Aiwanger stellt Förderprogramm BioMeth Bayern vor
Bild: StMWi/F. Meinl
Bayerns Energieminister Aiwanger stellt Förderprogramm BioMeth Bayern vor Bild: StMWi/F. Meinl
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