Aiwanger: "Bayern und die USA planen Zusammenarbeit bei grünem Wasserstoff"

MÜNCHEN  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und der neue US-Generalkonsul Timothy Liston wollen die guten bayerisch-amerikanischen Beziehungen vertiefen. Beim Antrittsbesuch von Liston im Wirtschaftsministerium vereinbarten der Staatsminister und der US-Generalkonsul Kooperationen in den Bereichen grüner Wasserstoff und Halbleiterinitiative Bayern.

 

Aiwanger: „Grüner Wasserstoff ist eine zentrale Säule des Energiesystems der Zukunft und kann in vielen Bereichen fossile Energieträger ersetzen. Er wird zwar auch in Bayern und in Deutschland hergestellt. Die künftig notwendigen Mengen können aber nur über internationale Energiepartnerschaften mit Ländern, die über Solar- und Windenergie grünen Wasserstoff herstellen, beschafft werden. Neben vielen Regionen wie Skandinavien, Südeuropa, arabischen Ländern und Russland könnten daher auch die USA zu einem wichtigen, zukünftigen Lieferanten von grünem Wasserstoff werden.“

 

Aiwanger und Liston verabredeten beim Antrittsbesuch des Generalkonsuls, eine Zusammenarbeit beim grünen Wasserstoff anzugehen. Denkbar wäre etwa die Bildung eines Gesprächskreises mit Experten und hochrangigen Vertretern amerikanischer und bayerischer Unternehmen. Gemeinsam könnten so Zukunftsstrategien für die Wasserstoffwirtschaft in beiden Ländern erarbeitet werden.

 

Gesprächsthema waren auch der aktuelle Chipmangel und die Gründung des Bayerischen Halbleiterbündnisses. Durch dieses soll die heimische Wertschöpfungskette gestärkt werden, wodurch langfristige Technologiesouveränität angestrebt wird. Namhafte Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft unterstützen im Rahmen eines Strategieteams die Schaffung eines Ökosystems für Halbleiter in Bayern.

 

Aiwanger: „Sowohl die Wirtschaft, als auch die Politik müssen mit Blick auf die bestehenden Lieferengpässe in Zukunft vorausschauender planen. Wir nehmen den Wettstreit dort an, wo unsere besonderen Chancen sind, zum Beispiel im Bereich Chip-Design. Denn die bayerischen Stärken liegen in den Bereichen Forschung und Entwicklung.“ Eine Beteiligung amerikanischer Unternehmen an dem Halbleiter-Bündnis wäre nach den Worten Aiwangers sehr zu begrüßen.

 

Derzeit wird die Ansiedlung einer Chip-Fabrik von Intel in Deutschland diskutiert. Auch Bayern kommt als ein möglicher Standort in Betracht. Aiwanger und Liston sehen Chancen in einer weiteren Zusammenarbeit zwischen Bayern und den USA als Handelspartner, Technologiepartner und mit Blick auf Produktionsstandorte. Geplant ist auch eine Kooperation zu vorbezeichneten Themen im Rahmen der Transatlantic Innovation Week im April 2022 in München.

 

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