Aiwanger: "Wir fördern deutsch-tschechische Ideen und Konzepte"

MÜNCHEN  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat dazu aufgerufen, sich mit weiteren Projektideen für das bayerisch-tschechische INTERREG-Förderprogramm zu bewerben. Aiwanger: „Wir wollen insgesamt fünf Projekte fördern und es sind noch einige Plätze unbesetzt. Im Fokus steht die Zusammenarbeit im bayerisch-tschechischen Raum. Grenzüberschreitende Ideen und Konzepte sind daher herzlich willkommen.“ 

 

Mit knapp 1,2 Millionen Euro fördert das bayerisch-tschechische INTERREG-Programm bis Ende 2022 den Ausbau der Zusammenarbeit. Gemeinsame Projekte in grenznahen Gebieten im bayerischen Nordosten und den angrenzenden Regionen in Tschechien können noch bis zum 9. Februar 2022 eingereicht werden.

 

Zwei der fünf geförderten Projekte sind beispielhaft für das Programm: So haben sich die Euregio Bayerischer Wald Böhmerwald Unterer Inn und die Euregio Šumava auf tschechischer Seite mit einem Netzwerk für Museen und Galerien im Grenzraum beworben. Dieses Austauschnetzwerk – gefördert mit 180.000 Euro – soll das grenzübergreifende Netzwerken erleichtern und einen zweisprachigen Audioguide für Museen und Galerien konzipieren, der von Kultureinrichtungen mit eigenen Inhalten individuell angepasst werden kann.

Ein weiteres Projekt widmet sich der deutsch-tschechischen Geschichte nach 1945. Der Oberpfälzer Verein Via Carolina – Goldene Straße e.V. und das tschechische Pendant MAS Zlatá cesta wollen an 26 Dörfer erinnern, die bei der Errichtung des „Eisernen Vorhangs“ nach 1951 verschwunden sind. Es werden Erinnerungstafeln aufgestellt und ein von deutsch-tschechischen Künstlern gemalter Comic soll Schülern in der Grenzregion die fast vergessene Geschichte näherbringen. Das Kultur- und Geschichtsprojekt wird mit 114.000 Euro gefördert. Aiwanger: „Solche grenzüberschreitenden Projekte sind Zeugnisse des Erinnerns ohne zu Vergessen. Sie machen das Fundament des Hauses Europa stabiler. Denn uns verbindet und eint eine gemeinsame Geschichte und Kultur. Die Vielfalt Europas ist dabei genauso ein Geschenk wie ein Kontinent ohne Grenzen und Krieg.“

 

In vier Themenfeldern werden Projekte des INTERREG-Programms Bayern-Tschechien gefördert: 1. Forschung, Entwicklung und Innovation / 2. Ressourcen und Umweltschutz / 3. Bildung / 4. Netzwerke und institutionelle Förderung. Die Federführung liegt beim Bayerischen Wirtschaftsministerium und dem tschechischen Ministerium für Regionalentwicklung (Ministerstvo Pro Místní Rozvoj ČR). Ein Großteil der Fördergelder (bis zu 85 Prozent) stammt aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE). Alle Informationen findet Sie auf der Website: www.by-cz.de zu finden.

 

Dr. Patrik Hof

Stv. Pressesprecher


Pressemitteilung-Nr. 447/21
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