Aiwanger: "Mit der Förderung von Leuchtturmprojekten der Quantentechnologie leistet Bayern Pionierarbeit"

 

MÜNCHEN   In Bayern werden künftig Leuchtturmprojekte auf dem Gebiet der Quantenwissenschaften und -technologien gefördert. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Wir wollen Pionierarbeit leisten und halten nach Forschungs- und Entwicklungsprojekten Ausschau, die durch innovative Konzepte und wirtschaftliches Potenzial überzeugen.  Die gesuchten Projekte sind Teil der Initiative Munich Quantum Valley (MQV) und sollen anwendungsorientierte Forschung in Quantentechnologien in ganz Bayern fördern.“ Die Projektskizzen können bis zum 31. März 2022 eingereicht werden.

 

Aiwanger: „Bayern soll in der wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzung der Quantentechnologie Vorreiter werden. Mit diesem europaweit einzigartigen Netzwerk aus Industriepartnern, Universitäten und Forschungsinstituten im MQV plus den Leuchtturmprojekten werden wir ein Team in der Spitzentechnologie aufstellen, das den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Bayern stärkt und aussichtsreiche Chancen auf dem Feld der internationalen Wissenschaften eröffnet.“ Im Rahmen der MQV-Initiative werden Leuchtturmprojekte auf dem Gebiet der Quantenwissenschaften und der Quantentechnologien gefördert, die entweder die Kriterien von Anwendungsprojekten oder von Grundlagenprojekten erfüllen. Das Wirtschaftsministerium fördert anwendungsorientierte Verbundprojekte mit Unternehmensbeteiligung, die wesentliche Innovationen auf dem Gebiet der angewandten Quantentechnologie beinhalten.

 

Die Höhe der Förderung richtet sich nach dem Schwerpunkt des Projekts. Im Fall von industrieller Forschung können bis zu 50 Prozent der Ausgaben gefördert werden, bei Projekten mit experimenteller Entwicklung liegt die maximale Zuwendungshöhe bei 25 Prozent der Ausgaben.

 

Die grundlagenorientierten Projekte – hier sind Hochschulen gegebenenfalls in Kooperation mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen antragsberechtigt -  werden durch das Bayerische Wissenschaftsministerium gefördert. Bayerns Wissenschaftsminister Bernhard Sibler: „Die neuen Leuchtturmprojekte im Rahmen der Initiative MQV sind ein wichtiger Baustein beim Auf- und Ausbau des Wissenschaftsstandorts Bayern zu einem europäischen Hub für Quantenwissenschaften und -technologien. Diese bündeln wir zu einem leistungsfähigen Hightech-Ökosystem von Wissenschaft und Wirtschaft. Die dafür eingesetzten Fördermittel aus der Hightech Agenda Bayern sichern dem Freistaat eine Führungsposition in den neuen Spitzentechnologien.“

 

Wirtschaftsminister Aiwanger kündigt an: „Bayern verfügt bereits heute über viel Kompetenz in den Quantentechnologien, die mit dem Munich Quantum Valley gestärkt werden. Ein besonderer Fokus des MQV liegt auf wissenschaftlichen Konsortien, mit denen verschiedene Technologien für das Quantencomputing gezielt und koordiniert vorangebracht werden. Die Leuchtturmprojekte ergänzen diese Konsortien und adressieren die ganze Breite der Quantentechnologien. Wir suchen Vorhaben, die in Bayern durchgeführt werden. Ich möchte auch vor allem kleine und mittelständische Unternehmen motivieren, sich mit einer Projektskizze zu bewerben. Uns geht es darum, Ergebnisse aus der Quantenforschung in innovative, industrielle Lösungen zu überführen."

 

Die eingereichten Projekte werden durch ein unabhängiges Expertengremium geprüft. Die Förderentscheidung erfolgt durch das Bayerische Wirtschaftsministerium. Projektskizzen können bis zum 31. März 2022 auf der Seite des Projektträgers VDI/VDE Innovation + Technik GmbH eingereicht werden: www.vdivde-it.de/submission/bekanntmachungen/2204. Weitere Informationen sind auf der Homepage www.elsys-bayern.de/dokumente/sonstige-dokumente/20220204_bekanntmachung_mqv_anwendungsprojekte.pdf zu finden.

 

Dr. Patrik Hof

Stv. Pressesprecher 


Pressemitteilung-Nr. 43/22

 

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