MÜNCHEN Im Jahr 2024 wurden in Bayern rund 60 Terawattstunden Strom erzeugt, davon rund drei Viertel aus Erneuerbaren Energien. Diese Daten zur Stromerzeugung hat heute das Bayerische Landesamt für Statistik veröffentlicht.
Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger erklärte dazu: „Unsere Strategie zahlt sich aus: Mit rund 45 Terawattstunden und einem Anteil von 75 Prozent an der bayerischen Stromerzeugung haben die Erneuerbaren Energien ein Rekordhoch erreicht. Die im Jahr 2024 vollständig entfallene Kernenergie sowie ein leichter Rückgang der Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern konnten durch den Zuwachs bei den Erneuerbaren Energien größtenteils ausgeglichen werden.“ Im Jahr 2023 lag die Bruttostromerzeugung bei 60,7 Terawattstunden, davon 42,7 Terawattstunden aus Erneuerbaren Energien.
Beim Ausbau der Photovoltaik (PV) ist Bayern weiterhin spitze. „Trotz einer geringeren Sonneneinstrahlung hat die Stromerzeugung aus Photovoltaik um 1,3 Terawattstunden zugenommen. Aktuell sind in Bayern über 1,3 Million Anlagen mit einer installierten Leistung von rund 31,2 Gigawatt in Betrieb. Wichtige bayerische Erfolge sind zudem der Ausbau besonderer Solaranlagen wie Agri-PV oder Floating-PV“, betonte der Energieminister.
Einen neuen Impuls für die Bioenergie brachte unter anderem das Förderprogramm BioMeth. Hierfür stellt Bayern zehn Millionen Euro für Biogasaufbereitungsanlagen zur Verfügung. Das dort gewonnene Biomethan kann zur Strom- und Wärmeerzeugung sowie im Verkehr genutzt werden, zum Beispiel als Flüssiggas für LKW. Aiwanger: „Wie kein anderes Bundesland setzt Bayern auf Biogas.“ Die Stromerzeugung aus Biomasse stieg auf 15,1 Prozent. Auch die Stromerzeugung aus Wasserkraft nahm 2024 um 14,1 Prozent zu und lag bei 13,2 Terawattstunden.
Witterungsbedingt wurde im Jahr 2024 aus Windenergie 0,8 Terawattstunden weniger Strom erzeugt als im Vorjahr, die durch den erst anlaufenden Anlagenzubau noch nicht ausgeglichen werden konnten. „Für uns ist der Ausbau der Windenergie dennoch von zentraler Bedeutung. Auf die Fläche gerechnet kann mit Windrädern die meiste Energie erzeugt werden. Allerdings muss der Ausbau intensiv und ehrlich mit den Bürgern vor Ort abgestimmt werden, um einen echten Mehrwert für die Region zu schaffen. Mit unserer Beteiligungsregelung gehen wir genau diesen Weg. Ab Januar werden Kommunen in Bayern verbindlich an der Wertschöpfung neuer Windenergie- sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen beteiligt“, erläuterte Aiwanger. Im Jahr 2025 wurden bisher 15 Windenergieanlagen zusätzlich gebaut. Damit sind aktuell 1.167 große Windenergieanlagen in Betrieb. Für rund 150 Anlagen wurde die Genehmigung beantragt und circa 840 Windenergieanlagen befinden sich derzeit im Genehmigungsverfahren.
Mit Blick auf die Prognosewerte des Stromverbrauchs 2024 erklärte der Minister: „Erneuerbare Energien leisten einen immer größeren Beitrag zum Stromverbrauch in Bayern ein. Für 2024 wird der Bruttostromverbrauch auf 79,6 Terawattstunden geschätzt. Somit leisteten die erneuerbaren Energien einen rechnerischen Deckungsbeitrag von rund 57 Prozent. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 54 Prozent.“
Alle aktuellen Zahlen und Grafiken sind unter www.energiedaten.bayern abrufbar.
Ansprechpartnerin:
Dr. Aneta Ufert
Stellv. Pressesprecherin
Pressemitteilung-Nr. 560/25

