Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zur Fußzeile springen

Gotthardt: "Wir stärken die bayerische Chemieindustrie durch unser Engagement für die richtigen Rahmenbedingungen"

MÜNCHEN  Bayern möchte seine Chemieindustrie stärken und ist deshalb dem European Chemical Region Network (ECRN) und der Critical Chemicals Alliance (CCA) beigetreten. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt hat heute auf dem European Chemical Industry Forum 2025 in Warschau die Bedeutung dieser Allianzen betont: „Mit dem Beitritt zum ECRN unterstreicht die Bayern – eine führende europäische Chemieregion – sein Engagement für eine innovative und zukunftsfähige Industrie. Gemeinsam mit den Partnerregionen wollen wir die notwendigen Rahmenbedingungen für die Branche strategisch gestalten und die gewaltige Aufgabe der Transformation angehen, insbesondere den Wandel hin zur Nachhaltigkeit und zur Kreislaufwirtschaft. Diese europäische Solidarität ist entscheidend für die Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit und des Wohlstands unserer Region.“

 

Die deutsche Chemieindustrie steht vor großen Herausforderungen: hohe Energiekosten, wachsende EU-Bürokratie und geopolitische Spannungen mit neuen Handels- und Zollbarrieren haben die Branche massiv geschwächt. Bayern fordert, dass die notwendigen Entlastungen für die Wirtschaft jetzt schnell auf den Weg gebracht werden und es nicht bei Lippenbekenntnissen bleibt. Die EU soll über weitere Omnibus-Verfahren die Industrieemissionsrichtlinie (IED) und die Chemikalienregulierung vereinfachen deutlich vereinfachen, und die Kommunale Abwasserrichtlinie (KARL) verbessern. Nötig ist ein praktikables EU-Stoffrecht mit Fokus auf Vereinfachung bestehender Regelungen statt neuer Gesetze. Mögliche Auswirkungen von Beschränkungen und Regulierungsmaßnahmen auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen sollen bereits beim ersten Vorschlag ausreichend berücksichtigt werden. Die Chemikalienregulierung der EU sollte in Zukunft die Substanzen priorisieren, bei denen ein signifikantes Risiko für Mensch und Umwelt nachgewiesen wurde. Dabei sind die jeweilige Expositionsroute und fundierte toxikologische Studien zu berücksichtigen.

 

Gotthardt: "Unser Anspruch ist: Bayern als eine der stärksten Chemie-Regionen Europas. Dafür arbeiten wir engagiert auf allen politischen Ebenen."

 

Das (ECRN) vereint europäische Regionen, in denen die chemische Industrie eine entscheidende Rolle für die Wirtschaft spielt. Es fördert die interregionale Zusammenarbeit, die Entwicklung von politischern Strategien und die Beteiligung an europäischen Projekten, um moderne und nachhaltige europäische Wertschöpfungsketten zu schaffen.

 

Die Critical Chemicals Alliance (CCA) wurde im Oktober 2025 von der EU-Kommission gestartet. Sie soll die EU-Kommission bei der Identifizierung kritischer  Chemikalien und von kritischen Produktionsstätten unterstützen, um globale Wettbewerbsverzerrungen und Lieferkettenabhängigkeiten zu reduzieren und die Resilienz und strategische Autonomie der EU im Chemiesektor zu fördern.

 

 

Ansprechpartnerin:

Tanja Gabler

Stv. Pressereferat

 

 

 


Pressemitteilung-Nr. 549/25
Ansprechpartner
Prinzregentenstraße 28, 80538 München