NEUSTADT AN DER SAALE Nach der Ankündigung des Automobilzulieferers Preh, weitere Stellen zu streichen, hat Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sein Bedauern zum Ausdruck gebracht. "Dass Preh diesen Schritt geht, ist ein schwerer Schlag für die Region. Leider kommt die Ankündigung nicht überraschend. Die Gesamtlage für die Zulieferer hat sich massiv verschlechtert. Die industriepolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland führen zu immer mehr Problemen. Die Firmen reagieren mit Stellenabbau in Deutschland, weil die Wettbewerbsfähigkeit hierzulande kaum mehr gegeben ist."
Bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Pläne hatte sich der Minister in Bad Neustadt an der Saale mit Vertretern der Geschäftsführung, des Betriebsrats und der lokalen Politik ausgetauscht und über mögliche Lösungen diskutiert, die betroffenen Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. Aiwanger: "Wir müssen in Zukunftsbranchen investieren und die Wirtschaft bei der Transformation unterstützen und uns am Markt orientiert wieder nach vorne arbeiten, mit modernster Technik, mit Digitalisierung, KI und auch Robotik. Preh hat eine über 100-jährige Geschichte, in deren Verlauf sich die Firma immer wieder neu erfunden hat. Ich bin mir sicher, dass das auch jetzt gelingen kann. Der Bund muss allerdings auch endlich die standortpolitischen Rahmenbedingungen verändern: Strompreis runter, Unternehmens- und Einkommensteuer runter, dafür Einsparungen bei Fehlentwicklungen, zum Beispiel im Bürgergeld, wofür zu viel Steuergeld eingesetzt wird, zum Schaden für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.“
Die Situation im überproportional durch Automobilzulieferer geprägten Landkreis Rhön-Grabfeld beschäftigt Aiwanger seit Langem. Schon im Sommer 2024 hatte er im Landkreis relevante Player aus der Branche an einen Tisch geholt, um über Zukunftskonzepte für die Region zu sprechen. Für die Mitarbeiter, die vom aktuellen Stellenabbau betroffen sind, pocht der Minister auf sozialverträgliche Lösungen. Das Wirtschaftsministerium unterstütze, wo es könne, so Aiwanger.
Ansprechpartner:
Bastian Brummer
Stellv. Pressesprecher
Pressemitteilung-Nr. 542/25

