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Aiwanger: "Die Wirtschaft steht unter Druck. Wir müssen uns wieder nach vorne arbeiten"

KULMBACH  Oberfranken hat eine starke wirtschaftliche Basis und musste schon in den vergangenen Jahrzehnten viele Branchen transformieren. Aktuell stehen die Automobilzulieferer im Fokus. Doch wie gelingt eine erfolgreiche Transformation, um auch künftig krisenfest und konkurrenzfähig zu sein? Darüber sprach Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei der regionalen Transformationskonferenz in Kulmbach mit über 40 führenden Vertretern der lokalen Wirtschaft, Kommunalpolitik, Verbänden und Verwaltung.

 

Minister Aiwanger: „Wir sind nicht mehr so viel besser wie wir teurer sind. Das müssen wir ändern oder wir kommen unter die Räder. Oberfranken hat eine hohe Exportquote von über 50 Prozent. Über 6000 Unternehmens-Neugründungen sprechen für Unternehmergeist im Regierungsbezirk. Diese kleinen und mittleren Unternehmen sind eine wichtige Basis bayerischer Wirtschaftskraft. Nun gilt es, die richtigen Impulse zu setzen und die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass bei uns wieder mehr investiert wird. Wir brauchen eine wirtschaftsfreundlichere Grundstimmung, zu lange wurde die Wirtschaft reglementiert und kritisiert. Wir müssen uns wieder nach vorne arbeiten, es bleibt uns nichts anderes übrig. Kosten müssen runter, wir müssen Digitalisierung, Automatisierung und Robotik anschieben. Überzogene Klimavorschriften, beispielsweise das Verbrennerverbot oder unrealistische CO2-Reduktionsziele müssen an die Realität angepasst werden, sonst geht Industrie verloren ohne der Umwelt zu helfen.“

 

Oberfranken ist geprägt von starken Schlüsselbranchen, in Kulmbach etwa die Lebensmittelwirtschaft. Daneben ist die Stadt aber auch Zentrum für die Wärme- und Kältetechnik, Energietechnik und Gebäudesystemtechnik. Hinzu kommen der Maschinenbau und die Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren. Allein der Maschinenbau hat einen Umsatz von rund 5,3 Milliarden Euro und beschäftigte 2024 rund 25.000 Menschen. In der Kunststoffbranche listet die Datenbank Bayern International stolze 92 Unternehmen auf.

 

Die regionalen Transformationskonferenzen des bayerischen Wirtschaftsministeriums sollen lokale Spezifika aufnehmen, um den Unternehmen vor Ort passgenau unter die Arme greifen zu können. In Kulmbach fand bereits die siebte Veranstaltung dieser Reihe statt, zuvor hatte die vom Wirtschaftsministerium initiierte Konferenz in Regensburg, Ingolstadt, Aschaffenburg, Nürnberg, Augsburg und Straubing Halt gemacht. 

 

Ansprechpartner: 

Korbinian Huber

Stellv. Pressesprecher


Pressemitteilung-Nr. 505/25
Ansprechpartner
Prinzregentenstraße 28, 80538 München