Themenwochen

Team Energiewende Bayern macht das Jahr 2021 zum Jahr der Energiezukunft. Wie wollen wir uns in der bayerischen Energiezukunft bewegen, Strom erzeugen oder uns im Winter warmhalten?

Mit Team Energiewende Bayern und unseren Partnern gehen wir im Rahmen der Themenwochen diesen Fragen nach. Innerhalb von jeweils zwei Wochen dreht sich im Zusammenhang mit der Energiewende alles rund um die Themen „Mobilität“, „Strom“ und „Wärme“. Sie können sich auf Veranstaltungen, Aktionen und verschiedene Informationen freuen.

Sich mit der Energiewende zu beschäftigen, heißt, jetzt das eigene Verhalten zu überdenken und zu ändern; sich also selbst für die Energiezukunft fit zu machen.

Unter #Mobilitätswochen, #Stromwochen und #Wärmewochen informieren und inspirieren wir Sie auf unseren Social-Media-Kanälen.

#Mobilitätshelden

Wie werden wir uns in Zukunft fortbewegen? Unter #Mobilitäts­helden rufen wir Euch auf, in den sozialen Medien Eure Projekte, Bilder, Aktionen und Geschichten, aber auch Visionen und Wünsche zur Mobilität der Zukunft mit uns zu teilen. Am 12. April startet die Aktion.

Für die kleinen Mobilitätshelden haben wir ein Zeichenblatt PDF (220 KB) zum Ausmalen und kreativ sein erstellt. Schickt uns Eure Bilder zu und wir werden den Mobilitätshelden der Zukunft auf dieser Seite zum Gewinner küren.

Warum diese drei Themenwochen?

Mobilität, Strom und Wärme stellen Sektoren dar, deren Zusammenspiel in Zukunft immer wichtiger werden wird. Im Zentrum steht dabei der Sektor Strom. So kann mit Strom aus erneuerbaren Energien die Energiewende auch in den Sektoren Mobilität und Wärme unterstützt und der Verbrauch von fossilen Brennstoffen zusätzlich reduziert werden. Da der Strom künftig vor allem aus Wind- und Sonnenenergie produziert wird, die in ihrer Verfügbarkeit sehr stark schwanken, kommt es darauf an, den Strom zur richtigen Zeit zu beziehen. Das bedeutet viel Stromabnahme und Speicherung, wenn genug PV- und Windstrom produziert wird und die Stromleitungen freie Kapazität haben, und umgekehrt möglichst auf Strombezug zu verzichten, wenn erneuerbar erzeugter Strom oder Leitungskapazitäten knapp sind.

Die effiziente Kopplung der Sektoren Mobilität, Strom und Wärme („Power-to-X“) wird als Sektorenkopplung bezeichnet.

Wenn man für die Sektorenkopplung gezielt auf künftigen Überschussstrom aus erneuerbaren Energien setzt, bezeichnet man das als systemdienliche Sektorenkopplung. Was man hierfür braucht, ist neben dem starken Ausbau der erneuerbaren Energien die Entwicklung von Speichern, intelligenten Steuerungen und einem dynamischen Stromtarif, der einen flexiblen Verbraucher belohnt.

Im Hinterkopf ist zu behalten: Nur mit einem Überangebot an erneuerbar produziertem Strom in Bayern – beispielsweise aus Solar- und Windenergie – kann dieser mit positiven Auswirkungen auf die Klimabilanz für die Sektoren Mobilität und Wärme umgewandelt und für eine klimaschonendere Gestaltung genutzt werden. Wie dies aussehen könnte, erfahren Sie innerhalb der Themenwochen.

Sie erfahren aber auch, welche weiteren klimaschonenden Ideen es für die Sektoren Mobilität und Wärme gibt. Diese sind wiederum eng mit dem Ausbau von erneuerbaren Energien verknüpft.

Themenwochen Mobilität

In Zukunft werden auf Straßen, auf Schienen und in der Luft verschiedene Antriebstechnologien zum Einsatz kommen. Aus der engen Kopplung der Sektoren Strom und Mobilität ergeben sich neue Antriebsmöglichkeiten für verschiedene Verkehrsmittel, die gleichzeitig weniger CO2 ausstoßen und somit klimafreundlicher sind.

Beginnen wir mit der hierzulande bekanntesten Technologie: Elektromobilität. Der Strom für batteriebetriebene Elektromobilität soll hier zukünftig aus erneuerbaren Energien stammen und damit elektrisch betriebene Verkehrsmittel aufladen.

Mehr zum Thema Elektromobilität finden Sie hier.

Eine weitere Möglichkeit, um Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mit Mobilität zu verknüpfen, bietet der Brennstoffzellen-Antrieb mit Wasserstoff im Tank.

Wasserstoff kann z.B. durch die Elektrolyse von Wasser erzeugt werden. Sofern die Elektrolyse durch Strom aus erneuerbaren Energien betrieben wird, spricht man von grünem Wasserstoff. Der Wasserstoff kann dann beispielsweise als Treibstoff für das Auto getankt werden. Im Auto vermischt sich in der Brennstoffzelle der Wasserstoff mit Sauerstoff, wodurch Strom und Wasser entstehen. Der Strom treibt letztendlich das Auto an, während das Wasser in der Luft verdunstet.

Grundsätzlich kommt es auch bei der Herstellung von grünem Wasserstoff darauf an, die Elektrolyseanlagen gezielt dann zu betreiben, wenn ausreichend Strom aus erneuerbaren Energien und gleichzeitig keine Engpässe im Stromnetz vorhanden sind.

Neben der direkten Verwendung des Wasserstoffs im Auto, kann der in der Elektrolyse erzeugte Wasserstoff auch weiterverarbeitet werden. Der Wasserstoff kann mit Kohlendioxid verbunden werden, das z.B. aus dem Abgas industrieller Prozesse oder aus der Umgebungsluft herausgefiltert wird und in Zukunft aus Quellen erneuerbarer Energien (insb. Biomasse) gewonnen werden soll.  Durch aufwendige Syntheseverfahren und Aufbereitungsschritte entstehen synthetische Kraftstoffe, auch E-Fuels oder synFuels genannt. Für synthetische Kraftstoffe kann im Gegensatz zu Strom und Wasserstoff das bestehende Tankstellennetz genutzt werden. Allerdings fallen beim Herstellungsprozess hohe Verluste an. Denn je mehr Umwandlungsschritte anfallen, desto mehr Strom ist für die gleiche Energiemenge erforderlich.

Aufgrund der jeweils spezifischen Vor- und Nachteile schließen sich die Antriebstechnologien nicht aus, sondern ergänzen sich stattdessen. Verkehrsmittel, die im Stadt- und Regionalverkehr eingesetzt werden und/oder ein geringes Gewicht aufweisen, können beispielsweise gut batterieelektrisch angetrieben werden. Bei steigender Antriebsleistung und Fahrstrecke ist es wiederum sinnvoll, auf Wasserstoff zu setzen. Synthetische Kraftstoffe eignen sich insbesondere für den Flug- und Schiffsverkehr.

Auch Flüssigerdgas eignet sich für den Einsatz beim Flug- und Schiffsverkehr, wodurch sich 10 bis 20 Prozent CO2 gegenüber der Verwendung herkömmlicher Antriebstechnologien einsparen lassen. In Kombination mit Biomethan, welches aus Energiepflanzen, Gülle und/oder organischen Reststoffen hergestellt werden kann, wird zusätzlich der CO2-Ausstoß erheblich reduziert. Analog dazu stellt die Verwendung von Biomethan eine emissionsfreundliche Alternative für erdgasbetriebene PKWs dar.

Ansprechpartner

Bayerische Bezirksregierungen: Zentrale Ansprechpartner für Kommunen
C.A.R.M.E.N. e.V.: Laufend neue WebSeminare und Darstellung aktueller Fakten
Kompetenzstelle Elektromobilität bei Bayern Innovativ: Unterstützungsangebote und Förderprogramme für Kommunen und Unternehmen sowie Ladeatlas Bayern
Landesagentur für Energie und Klimaschutz: Unterstützung beim Aufbau von Wasserstoffinfrastruktur
LandSchafftEnergie: Laufend neue WebSeminare
Ökoenergie-Institut Bayern: Informationen zum Thema Fuhr- und Mobilitätsmanagement
Technologie- und Förderzentrum: Informationen zu Biokraftstoffen
Zentrum Wasserstoff.Bayern: Informationen für Kommunen und Unternehmen zum Thema Wasserstoff wie zu entsprechenden Förderprogrammen

Weitere Themenwochen

Sie sind auch schon auf die nächsten Themenwochen gespannt?

  • Themenwochen „Strom“ vom 12.07.2021 bis zum 25.07.2021.
  • Themenwochen „Wärme“ vom 15.11.2021 bis zum 28.11.2021

Wir freuen uns!